Vorsicht vor Übergewicht auf der Urlaubsfahrt

Von: amv
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Urlaub Familie Auto Packen
Bevor der Kofferraum mit jeder Menge Gepäck gefüllt wird, sollte man die Ladekapazitäten des Autos überprüfen. Symbolbild: dpa Foto: dpa

Stuttgart. Auf Urlaubsfahrt mutiert manches Familienauto zu einem Packesel. Verstaut wird, was in den Kofferraum geht. Räder werden auf der Anhängerkupplung transportiert. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart warnt allerdings davor, die Ladekapazitäten im Pkw-Bereich und bei kleineren SUV zu überschätzen.

Auf den ersten Blick gelten zwar in der Klasse vom Kompaktauto bis zum Kombi ganz ordentliche Grenzwerte. Zwischen 450 und 550 Kilogramm können üblicherweise zugeladen werden. „Doch diese Angaben gelten häufig nur auf dem Papier“, schildert GTÜ-Sprecher Hans-Jürgen Götz seine Erfahrungen und mit zu viel Reisegepäck verändern sich die Fahreigenschaften eines Autos erheblich. Die Fahrt in den Urlaub wird dann schnell zum Sicherheitsrisiko.

Die Zulassungsbescheinigung Teil 1, besser unter dem alten Namen Fahrzeugschein bekannt, sollte eigentlich Klarheit schaffen. Zulässiges Gesamtgewicht minus Leergewicht, in dem bereits 75 Kilogramm für den Fahrer enthalten sind, ergibt die maximal mögliche Zuladung für Mitfahrer und Gepäck. Die entsprechenden Zahlen verbergen sich hinter den Bezeichnungen F.1, beziehungsweise F.2 fürs Gesamtgewicht und hinter dem Buchstaben G fürs Leergewicht.

„In der Praxis freilich kann das tatsächliche Leergewicht, bedingt durch entsprechende Ausstattungsextras, deutlich höher liegen“, weiß der GTÜ-Fachmann. Die Automobilhersteller nennen da in den Bedienungsanleitungen bei einem Mittelklassefahrzeug schon mal eine Bandbreite von 200 Kilogramm und mehr.

So bleiben von den ursprünglich durchschnittlich 500 Kilogramm Zuladung eines Pkw vielleicht nur 300 Kilogramm übrig. Wollen jetzt zusammen mit dem Fahrer noch drei halbwegs normalgewichtige Erwachsene à 80 Kilogramm verreisen, schlagen die mit 240 Kilo zu Buche. Bei dieser Rechnung verbleiben dann nur noch 60 Kilogramm Freigepäck für vier Personen. Das ist weniger, als man üblicherweise auf Flugreisen mitnehmen darf.

Die GTÜ rät daher, vor Urlaubsfahrten mit großem Gepäck vorsichtshalber erst mal das eigene Auto zu wiegen. Öffentliche Waagen gibt es in fast jeder Gemeinde. Die Adressen finden sich im Internet oder bei den Gemeindeverwaltungen. Volltanken zu wenigstens 90 Prozent nicht vergessen, denn auch der Sprit wiegt. „Nur so lässt sich korrekt ermitteln, wie viel tatsächlich eingeladen werden darf“, legt Götze Autourlaubern ans Herz.

Besonders aufpassen sollten Wohnmobilisten. Götze: „Schon so mancher Wohnmobilfahrer hat erkennen müssen, dass seine rollendes Urlaubsdomizil eigentlich leer schon fast voll ist.“ Einbauten und Zusatztanks im rollenden Eigenheim erhöhen nämlich das Fahrzeug-Eigengewicht zum Teil drastisch.

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