Volkswagen Up: Cityflitzer für unter 10.000 Euro

Von: Norbert Michulsky, dapd
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Mit einem kleinen Auto hat Volkswagen Grosses vor: Der 3,54 Meter kurze Up soll Terrain wiedererobern, das VW nach der Produktionseinstellung des Kleinwagens Lupo mit dem Modell Fox nie richtig zu fuellen vermochte. Foto: dapd

Wolfsburg. Mit einem kleinen Auto hat Volkswagen Großes vor. Der 3,54 Meter kurze Up soll Terrain wiedererobern, das VW nach der Produktionseinstellung des Kleinwagens Lupo mit dem Modell Fox nie richtig zu füllen vermochte.

Noch ist der Preis des „Spezialisten für den urbanen Alltag” (VW) offen - doch die Preisliste des in Bratislava gefertigten Minis dürfte bei rund 9.700 Euro liegen. Ab Dezember soll der Cityflitzer in den Schaufenstern stehen.

Besonders stolz sind die Up-Entwickler auf die - allerdings aufpreispflichtige - City-Notbremsfunktion. Sie wird automatisch bei Geschwindigkeiten von unter 30 km/h aktiv und registriert per Lasersensor die Gefahr einer drohenden Kollision. Je nach Tempo und Situation kann die Notbremsfunktion via automatischem Bremseinsatz die Unfallschwere reduzieren und mitunter sogar einen Aufprall vermeiden. Der Up ist laut VW das bislang einzige Fahrzeug im Segment, das mit einem solchen Sicherheitsfeature angeboten wird.

Technisch nutzt Kleine als erstes Modell des VW-Konzerns den sogenannten modularen Querbaukasten - ein Konzept, das Baukosten spart und Zug um Zug auch Basis wesentlich größerer Modelle sein soll. Für den Up wird es neben klar gegliederten Ausstattungslinien neue Features wie die up! boxes geben - austauschbare Behälter, etwa für den Einkauf oder die Reise - sowie ein Infotainmentsystem, das die Besitzer via Apps auf ihr persönliches Profil zuschneiden können.

Start mit zwei Benzinern

Die Motorenpalette beginnt mit einem 1,0 Liter Dreizylinder-Benziner (60 oder 75 PS). Die Verbrauchswerte dürften angesichts der technischen Daten knapp über vier Litern liegen. Später folgt ein Erdgasmotor mit 68 PS. 2013 wird der Up außerdem upgedatet: eine Elektroversion ist geplant.

Einer der längsten Radstände im Segment sorgt zusammen mit den weit vorn angeordneten Motoren für eine gute Raumausnutzung. Fahrer, Beifahrer und zwei Fondpassagiere werden laut VW in einem kompakten, aber keineswegs beengten Fahrzeug unterwegs sein. Das erscheint glaubhaft, denn der Kofferraum ist mit 251 Litern ebenfalls größer als klassenüblich. Der Innenraum präsentiert sich aufgeräumt und in freundlichen Farbkombinationen. Instrumente und Bedienelemente sind VW-typisch arrangiert und bedürfen keines Lernprozesses. Volkswagen hat mit seinem neuen Kleinwagen große Chancen, den Markt der Minis aufzumischen. Doch man sollte sich von dem günstigen Basispreis nicht täuschen lassen: Erfahrungsgemäß wird fast alles, was mehr Komfort oder Sicherheit bietet, in der Liste der aufpreispflichtigen Ergänzungen zu finden sein.
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