Volkswagen Polo: Klein und niedlich war gestern

Von: amv
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Herbert Diess, Vorsitzender des Markenvorstands von Volkswagen-PKW, präsentierte in Berlin bei der Weltpremiere den neuen VW Polo. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Wolfsburg. Die sechste Generation des VW Polo punktet mit einer Menge Platz, neuester Technologie und wertigen Assistenzsystemen. Von einem Kleinwagen kann man eigentlich nicht mehr sprechen. Der Polo wächst in Golf-Dimensionen.

Mit einer Länge von 4,05 Metern - ein Plus von acht Zentimetern im Vergleich zum Vorgänger - ist der neue Jahrgang gerade einmal einen Zentimeter kürzer als ein Golf IV. Mit sieben Zentimeter mehr Breite (1,75 Meter) und sogar neun Zentimetern Zuwachs beim Radstand (2,56 Meter) übertrifft er den Kompakten von 1997 sogar.

Auch wenn trotz des Größenzuwachses je nach Motorisierung bis zu 70 Kilogramm Gewicht eingespart wurde, klein und niedlich - das war einmal. Sei es der kurze Überhang vorne, die markante Doppelfalz an der Seite, die die Schulterlinie betont und den Wagen optisch streckt oder das kraftvolle Heck: all das verhilft dem Polo zu einem erwachsenen Auftritt.

Der neue Zeitgeist macht sich besonders deutlich im Innenraum bemerkbar. Selbst zwei Personen mit 1,90 Metern Länge können einigermaßen bequem hintereinander Platz nehmen und sich auch im Fond über ausreichend Kopffreiheit freuen. Das Kofferraumvolumen im Vergleich zum Vorgängermodell ist um 25 Prozent auf nun 351 Liter gestiegen.

Das neue Armaturenbrett ist, zumindest in den höheren Ausstattungsniveaus oder gegen Aufpreis, ein echter Hingucker. Als erstes Modell in der VW-Palette kommt die zweite Generation des so genannten „Active Info Displays“ zum Einsatz. Über einen Splitscreen lassen sich Tacho, Navigationsanzeige oder Playlisten gestochen scharf darstellen.

Etwas höher als bisher und damit direkt im Blickfeld des Fahrers ist ein bis zu acht Zoll großer Touchscreen platziert, über den sämtliche Infotainment-Funktionen gesteuert werden. Auf Wunsch kann man aus 17 Dekoren für den Armaturenträger wählen - sehr schick.

Erstmals ist auch für den Polo ein Erdgas (CNG)-Modell, der komplett neu entwickelte 1.0 TGI mit 90 PS, im Angebot. VW ist ja grade dabei, diese Antriebsvariante seinen Kunden schmackhaft zu machen. Des Weiteren stehen zum Marktstart Ende September außer zwei Dieselvarianten (erstmals mit SCR-Katalysator und Harnstoffeinspritzung) mit 80 PS und 95 PS noch sechs Benziner mit Leistungen ab 65 PS zur Wahl.

Im GTI sorgt nun ein Zwei-Liter-TSI mit 200 PS (plus acht PS) für Vortrieb. Ab einer Leistung von 95 PS können die Triebwerke mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG bestellt werden. Ein Start-Stopp-System und ein Rekuperationsmodus sind bei allen Triebwerken serienmäßig mit an Bord.

Ebenfalls ab Werk wird das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung gemeinsam mit dem Speedlimiter und der Reifendruckkontrolle geliefert. Aufpreispflichtig gibt es die automatische Distanzkontrolle „ACC“, die nun bis zu Tempo 210 aktiviert werden kann. Totwinkel- oder Ausparkassistent stehen neuerdings auf der Optionenliste.

Alles getreu der Devise von Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann: „Wir wollen für jeden Kunden den Polo anbieten, den er braucht - von ganz einfach bis hoch technologisiert.“

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