Volkswagen Beetle Cabrio 70’s: Der Erbe des Käfers

Von: amv
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VW Beetle Cabrio
Jeden Tag ein bisschen Urlaubsgefühl: Das Beetle Cabrio schafft es mit seiner Mischung aus leicht nostalgischem Aussehen und moderner Technik immer wieder, den Alltag etwas leichter zu sehen als er in manchen Momenten vielleicht ist. Foto: dpa

Wolfsburg. Jeden Tag ein bisschen Urlaubsgefühl. Das Beetle Cabrio schafft es mit seiner Mischung aus leicht nostalgischem Aussehen und moderner Technik immer wieder, den Alltag etwas leichter zu sehen als er in manchen Momenten vielleicht ist.

Das geht offenkundig nicht nur den Insassen so. Auch bei etlichen Passanten - gleich welcher Altersklasse - sorgt der offene Volkswagen für ein Lächeln im Gesicht. Während sich Ältere dank der klareren Linien und des neu gestalteten Hecks der zweiten Beetle-Generation wieder deutlicher an die Ur-Käfer-Version erinnert fühlen, finden Jüngere das Cabrio einfach knuffig und todschick.

Ihnen gefällt, dass der 4,28 Meter lange Zweitürer gleichermaßen muskulös wie dynamisch auf der Straße steht. Den Wolfsburger Technikern ist es zudem gelungen, dass sich das Stoffverdeck fast in der gleichen Linie über den Innenraum des offenen Beetle wölbt, wie bei der Version mit festem Dach.

Das Stoffdach nennt VW „Akustikverdeck. Warum, wird schnell klar. Die mehrere Schichten dicke Haube hält selbst bei schneller Fahrt Außengeräusche weitgehend draußen. Das Maß an Qualität zeigt sich auch daran, dass sich das Dach selbst bei einer Fahrt mit geöffneten Fenstern nicht aufbläht. Und ein Knopfdruck genügt, um einen freien Blick zum Himmel zu haben. Elektrohydraulisch klappt das Verdeck in 9,5 Sekunden nach hinten und legt sich hinter der Rückbank auf der Karosserie ab.

Die Wulst kann - muss aber nicht - mit einer Persenning bedeckt werden. Das geht zwar nach ein, zwei Versuchen sehr leicht und schnell. Doch es stört auch nicht, den Kunstlederbezug dauerhaft im Keller zu verstauen. Öffnen und Schließen (elf Sekunden) des Dachs ist übrigens bis Tempo 50 möglich. Eine Geschwindigkeit, bei der noch kaum ein Lüftchen an den Haaren zupft.

Das bleibt bis zur Autobahnrichtgeschwindigkeit so. Für den Bereich darüber empfiehlt es sich, das Windschott (Aufpreis: 330 Euro) zu montieren. Dann hält die Frisur auch bei schneller Fahrt immer noch ziemlich gut. Egal, ob offen oder geschlossen, der Innenraum wirkt in jedem Fall frisch und qualitativ hochwertig. Das gilt für die Materialauswahl und ebenso die Gestaltung des Armaturenträgers.

Als kleine Reminiszenz sind die drei Rundinstrumente auf der Mittelkonsole zu verstehen. Sie zeigen Ladedruck des Turboladers, eine Stoppuhr sowie die Öltemperatur. Allesamt nicht lebensnotwendige Informationen, aber nett anzusehen. Eigenwillig sind die beiden Gummibänder, die in den Türen ein wirkliches Seitenfach ersetzen. Klein geraten ist das Handschuhfach, genannt „Käferfach“. Seine Form erinnert an den alten Käfer, was vielleicht als sympathische Erklärung genügt, um den mangelnden Stauraum zu verzeihen.

Entscheidender ist hingegen, dass es sich Fahrer und Beifahrer auf ihren Sitzen bequem machen können und dann im Fond noch zwei Erwachsene durchaus ordentlich Platz finden. Bis zu einer Körpergröße von 1,83 Metern gibt es bei geschlossenem Verdeck auch ausreichende Kopffreiheit.

Das Kofferraumvolumen beträgt 225 Liter. Auf den ersten Blick scheint die Ladeluke so schmal geschnitten zu sein, dass die Idee eine Wasserkiste einzuladen, von vornherein gestrichen wird. Doch Versuch macht klug: leicht angekippt passt sie ebenso durch die Öffnung wie eine herkömmliche Klappkiste.

Gar kein Zweifel an seinem Können lässt der aus zahlreichen VW-Modellen bekannte Zweiliter-Diesel mit 140 PS aufkommen, der serienmäßig mit einem leichtgängigen Sechsgang-Getriebe kombiniert ist. Der Selbstzünder kommt bestens mit dem Gewicht des Beetle Cabrio (1.482 Kilogramm) zurecht. Mit einem maximalen Drehmoment von 320 Newtonmetern bei einem Drehzahlband zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen ist für ausreichend Durchzugsstärke gesorgt.

Die Höchstgeschwindigkeit gibt VW mit Tempo 196 an und diesen Wert zeigt nach etwas Anlauf auch der Tacho. Damit ist der Beetle absolut langstreckentauglich. Ein Durchschnittsverbrauch von 6,9 Litern auf 100 Kilometer ist akzeptabel (Normverbrauch 5,1 Liter). Tadellos ist das Fahrwerk abgestimmt. Es bietet besten Kontakt zur Fahrbahn.

Spurtreu und sicher geht es bei flotter Fahrt um die Kurven. Exakt folgt das Cabrio den Anweisungen des Fahrers. Die Lenkung reagiert schön direkt. In der Ausstattungsversion „70‘s“ sind unter anderem Tempomat, Sportsitze mit Teillederbezug, Lederlenkrad und Sitzheizung vorne mit an Bord. Im Vergleich zum offenen Basis-Beetle (21.625 Euro) stehen dann allerdings gut 10.000 Euro mehr auf der Rechnung. Jeden Tag einen Kurzurlaub hat eben seinen Preis.

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