Viele Kindersitze sind „mangelhaft“

Von: amv
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Kindersitz
Kindersitze im Test. Einige sitze wurden mit "mangelhaft" bewertet und sind nicht zu empfehlen. Foto: dpa

München . Die Ergebnisse des aktuellen Kindersitztests von ADAC und Stiftung Warentest dürften Eltern mit kleinen Kindern nicht unbedingt beruhigen: Nur ein einziger Sitz schnitt im Test mit der Note „sehr gut“ ab. Sechsmal vergaben die Prüfer das Urteil „gut“. Dreimal waren die Sitze zumindest noch „befriedigend“ und einmal „ausreichend“. Vier der insgesamt 15 getesteten Modelle wurden sogar als „mangelhaft“ eingestuft - und sind somit glatt durchgefallen.

Einen Film über des Test und seine Ergebnisse hat der Autoclub ins Netz gestellt (www.adac-tv.de). Als bestes Produkt im Test erwies sich der Cybex Juno 2-Fix mit einer sehr guten Beurteilung. Dieser Sitz wird mit Fangkörper in der Klasse I für Kinder von etwa einem bis vier Jahren angeboten. Er ist damit besonders empfehlenswert, so die Tester. Da allerdings nicht jedes Kind einen Fangkörper akzeptiert, sollten Eltern dies vor dem Kauf unbedingt ausprobieren.

Folgende Sitze erhielten ein „gut“ und gelten als „empfehlenswert“ : Der Casualplay Q-Retraktor Fix und der Casualplay Q-Retraktor Fix & Support Leg (mit Stützfuß) für die Klasse I (von etwa ein bis vier Jahren) sowie der Römer Kidfix XP SICT, der Recaro Monza Nova 2, der Storchenmühle Solar und der Recaro Monza Nova 2 Seatfix, alle für die Klasse II/III (von etwa vier bis zwölf Jahren).

Gleich zweimal fielen erstmals Kindersitze der Traditionsmarke Römer mit mangelhaft durch. Ein Sitz versagte beim Frontaufprall. Der andere hatte viel zu hohe Schadstoffwerte. Bei einem Sitz von Axkid riss sogar die Isofixverankerung. Bei einem Sitz von Nania wurde das Kind bei einem Seitenaufprall ungeschützt an die Autotür gedrückt. Getestet wurden Kindersitze aus allen Gewichtsklassen in den Kriterien Sicherheit, Bedienung/Ergonomie, Schadstoffgehalt, Reinigung und Verarbeitung.

Wichtig für die Eltern: Die Kleinsten müssen bei jeder Fahrt im Sitz richtig gesichert sein, betont ADAC-Mitarbeiterin Bettina Hierath und vor dem Kauf sollte man sich unbedingt Bedienung und Einbau erklären lassen. Um Fehler beim Einbau zu vermeiden, muss die Bedienungsanleitung genau befolgt werden.

Außerdem empfiehlt der ADAC, den Sitz vor dem Kauf im eigenen Fahrzeug auszuprobieren. Nicht jedes Produkt passt optimal in jedes Auto. Der Kindersitz muss sich stabil befestigen lassen und besonders auf den richtigen Gurtverlauf ist zu achten.

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