Viel Platz: Fahrbericht Superb Combi 2.0 TDI Green Tec DSG Elegance

Von: amv
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Skoda Superb Combi
Im Superb Combi gibt es Platz ohne Ende. Und das Beste daran: die Fahrqualitäten des Tschechen leiden keineswegs unter den üppigen Dimensionen. Foto: obs/Skoda

Weiterstadt. Lang, länger, am längsten. Blickt man als Fahrer in den Rückspiegel des Superb Combi, scheint das Ende des 4,83 Meter langen Skoda enorm weit weg. Gefühlt gibt es Platz ohne Ende. Und das Beste daran: die Fahrqualitäten des Tschechen leiden keineswegs unter den üppigen Dimensionen. Mit dem Facelift hat das Flaggschiff der VW-Tochter deutlich gewonnen.

 Eine überarbeitete Frontpartie mit vergrößerten Lufteinlässen, scharf gezogene Sicken auf der Motorhaube, neue Leuchten am Heck geben dem Kombi (Skoda-Bezeichnung: Combi) eine klare, markante Optik. Die angenehme Sachlichkeit findet sich auch im Innenraum wieder. In der Ausstattungsversion „Elegance“ sind der untere Teil von Armaturentafel und Seitenverkleidung hell gehalten.

Das schafft eine freundliche und elegante Atmosphäre. Alles wirkt aufgeräumt und die Bedienung der Schalter und Tasten erklärt sich von selbst. Bedauerlich ist allerdings, dass das Multimedia-System inklusive Navi noch nicht auf dem Standard des kleineren Bruders Octavia ist, sondern noch mit dem 6,5 Zoll großen Touchscreen und etwas umständlicherer Bedienung auskommen muss. Davon abgesehen liegen die Instrumente liegen dort, wo man sie erwartet.

Und auch wenn es sich dabei noch nicht um die neueste Tasten und Bedien-Generation handelt, die im VW-Konzern zu haben ist, so mangelt es dennoch an nichts. Besser gesagt, an fast nichts. Zum einen passen in die Seitenfächer der Türen nur mit etwas Mühe Einliter-Flaschen. Zum anderen sind vor allem die Lehnen der ansonsten üppig dimensionierten und mit zusätzlicher Schulterunterstützung ausgestatteten Komfortsitze so straff gepolstert, dass sich der Rücken schneller als sonst über mangelnden Komfort beschwert.

Beides sicher keine gravierenden Fehler, aber schade für ein Auto, das nahezu ideale Voraussetzungen als Familienwagen mit langen Urlaubsfahrten oder als Geschäftsfahrzeug im Langstreckeneinsatz bietet. Tadellos hingegen die zahlreichen cleveren Helferlein. Sei es die Parkscheinklemme an der Windschutzscheibe, das Fach für den Regenschirm in der Tür, die Taschenhaken oder gar die kleine abnehmbare LED-Taschenlampe im Kofferraum - immer wieder haben die Skoda-Techniker an die Alltagstauglichkeit des Combi gedacht.

Das gilt ebenso für den herausziehbaren Ladeboden (360 Euro Aufpreis). Mit ihm lassen sich selbst ganz tief im Gepäckabteil verstaute Kisten und Koffer rückenschonend ein- beziehungsweise ausladen. Wenn das Ladevolumen von 633 Litern (ohne Reserverad) nicht ausreicht, dann genügt ein Handgriff, um die Lehne der Rückbank nach vorne zu klappen.. Es entsteht eine nahezu ebene Fläche mit einem Fassungsvermögen von 1..865 Litern. 563 Kilo Zuladung sind erlaubt.

Einem kleineren Umzug steht da wenig im Wege. Der 140 PS starke Zweiliter-Diesel dürfte auch mit etwas mehr Gewicht an Bord kein Problem haben. Bei einer klassischen Besetzung mit vier Personen und Gepäck zeigt sich der Selbstzünder auf jeden Fall so antritts- und durchzugsstark, dass es noch einige Luft nach oben zu geben scheint. Auf Überlandfahrten überzeugt der Motor mit seiner Laufruhe und der Zurückhaltung bei den Fahrgeräuschen. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten kann man noch einigermaßen komfortabel über die Freisprecheinrichtung kommunizieren.

Das Fahrwerk agiert mit einer gelungenen Mischung aus Komfort und Sportlichkeit, was gleichermaßen für einen guten Geradeauslauf wie Sicherheit in schneller gefahrenen Kurven sorgt. Das Doppelkupplungsgetriebe (2200 Euro Aufpreis) arbeitet vollkommen unauffällig im Hintergrund. Die "Arbeitserleichterung" bei der Gangwahl muss man als Entschädigung für den laut Skoda um 0,5 Liter höheren Normverbrauch (5,2 Liter) gegenüber dem Schaltgetriebe sehen.

Im Alltag sind im Bordcomputer Werte zwischen sieben und 7,5 Liter für den Spritbedarf abzulesen. Im Vergleich zum Basismodell kostet die Elegance-Version 4300 Euro mehr (32.590 Euro) und bietet unter anderem elektrisch verstellbare Vordersitze, Sitzheizung, Tempomat, Berganfahrassistent oder Reifendrucküberwachung. Mit diversen Ausstattungspaketen lassen sich Komfort und Luxus weiter Richtung Oberklasse verschieben. Aber selbst mit bei einer nahezu kompletten Ausstattung stehen am Ende „nur“ knapp 41.000 Euro unterm Strich auf der Rechnung. Da muss man bei den Wettbewerbern schon lange suchen, um ein vergleichbares Angebot zu finden.

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