Bonn - Umweltzonen: Sparen durch Nachrüsten

Umweltzonen: Sparen durch Nachrüsten

Von: amv
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Bonn. Deutschlandweit gibt es laut Umweltbundesamt mittlerweile 50 Umweltzonen. In 48 davon dürfen Fahrzeuge nur noch mit grüner Plakette rollen. Für manchen Besitzer eines älteren Diesel bedeutet dies: Fahrverbot. Allerdings fördert derzeit die Bundesregierung nochmals mit 30 Millionen Euro ein Jahr lang die Nachrüstung älterer Diesel mit Partikelfilter.

Damit können sich rund 115.000 Besitzer von Autos und Transportern über jeweils 260 Euro und die grüne Plakette freuen. Doch Nachrüster sollten sich sputen, mahnt Ulrich Köster vom Zentralverband deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn: „Eile tut Not, wollen die Fahrer der alten Diesel etwas vom Kuchen abhaben – nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts sind das immerhin über zwei Millionen Fahrzeuge, die derzeit mit gelber Plakette fahren.“ Die Gelder der letzten Förderwelle waren vorzeitig aufgebraucht, erinnert Köster und „auch die Filterhersteller sind zwar auf die Nachfrage eingestellt, es kann dennoch bei einigen Fahrzeugmodellen zu Lieferzeiten kommen“.

Subventioniert werden Modifizierungen, die bis 31. Dezember eingebaut werden. Modalitäten zur Nachrüstung hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auf seiner Website zusammengefasst (www.bafa.de). „Für den verbesserten Umweltschutz muss der Autobesitzer nach Branchenangaben etwa 650 bis 1.500 Euro investieren“, rechnet Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) vor: „Dabei sollte man allerdings im Auge haben, dass sich der Wiederverkaufswert des Fahrzeugs auch erhöht und eine ‚Strafsteuer‘ vermieden wird.“ Nachgerüstete Partikelfilter müssen einer der Partikelminderungsstufen PM01 bis PM4 nach Anlage XXVI zu Paragraf 47 Abs. 3a StVZO bzw. einer der Partikelminderungsklassen PMK01 bis PMK4 nach Anlage XXVII zu § 48 Abs. 2 StVZO entsprechen. Einbauberechtigt sind alle Werkstätten, die auch Abgasuntersuchungen vornehmen. nom

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