Überbrückungskabel sicher anschließen

Von: amv
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Starthilfe
Bei einer Starthilfe sollte die Reihenfolge der anzuschließenden Kabel beachtet werden. Foto: dpa

Köln. Rührt sich auf den Startbefehl hin nichts, ist erfahrungsgemäß die Fahrzeugbatterie platt. Meist aber kann mit Unterstützung eines anderen Fahrzeugs der Havarist wieder flott gemacht werden. Allerdings sollte man bei der Starthilfe einige Punkte beachten, rät Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte bei TÜV Rheinland in Köln.

Das rote Überbrückungskabel wird zunächst mit dem Pluspol des Spenderakkus sowie der entladenen Batterie verbunden, schildert der Fachmann, was zu tun ist: „Anschließend das schwarze Kabel an den Minuspol der vollen Batterie, dann das zweite Ende an einem Metallteil wie dem Motorblock des Pannenfahrzeugs festklemmen. Nun wird der Motor des Spenderfahrzeugs gestartet und anschließend im Leerlauf sanft Gas gegeben. Erst dann das liegen gebliebene Auto starten. Zum Schluss werden die Kabel wieder abgetrennt, allerdings in umgekehrter Reihenfolge - erst schwarz, dann rot.“

Bei der Starthilfeaktion sollte man grundsätzlich umsichtig vorgehen. „Bei unsachgemäßer Handhabung drohen teure Schäden an der Elektronik“, gibt Thomas Stix, Technikexperte des österreichischen Autoclubs ÖAMTC zu bedenken und rät, „vor der Stromspende unbedingt die Betriebsanleitung zu studieren“. Ist etwa der Akku nicht schwach, sondern defekt, kann durch eine Rückkopplung auch das Spenderauto geschädigt werden. „Falsches Anklemmen kann die Elektronik verwirren, beispielsweise den Airbag auslösen“, warnt Vincenzo Luca von TÜV Süd. Wer unsicher ist, sollte einen Fachmann hinzuziehen. Werkstätten und Pannendienste besitzen moderne Testgeräte und können an Ort und Stelle feststellen, ob eine Batterie defekt ist und mit entsprechenden Spannungserhaltungsgeräten dann einen Batteriewechsel durchführen. Die sorgen dafür, dass Uhr, Radio oder Bordcomputer nicht stromlos werden und deshalb anschließend neu programmiert werden müssen.

„Nach der Reanimierungsaktion ist es dann ratsam, mindestens eine Stunde außerhalb von Stadtgebieten zu fahren, um die Batterie vernünftig aufzuladen“, empfiehlt ÖAMTC-Techniker Stix. Wer oft Kurzstrecken fährt, sollte den Akku ab und an nachladen, empfiehlt der ADAC. Allerdings: Bei Temperaturen ab dem Gefrierpunkt nimmt die Starterbatterie fast keine Ladung mehr an, so dass sie sich im extremen Kurzstreckenbetrieb schlimmstenfalls trotz laufendem Motor entladen kann. Um Startpannen zu vermeiden, hält TÜV-Fachmann Sander noch einen Tipp parat: „Ein sauberer Motorraum schützt vor einer Selbstentladung des Akkus.“ Denn durch feuchten Schmutz fließen Kriechströme, welche die Batterie entladen. Deshalb solle man einen Blick in den Motorraum werfen und ihn gegebenenfalls fachmännisch reinigen.

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