TÜV-Plakette: Entgegen dem Uhrzeigersinn

Von: amv
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München. Eine ausgeklügelte Zahlen- und Farbkombination ermöglicht beispielsweise der Polizei, schon von weitem zu erkennen, wann ein Fahrzeug zur Hauptuntersuchung muss.

"Sie können den fälligen Monat bei dieser Konstellation wie auf einer Uhr ablesen", verdeutlicht Jürgen Wolz von TÜV Süd in München die Anordnung. Die Ziffern auf der Prüfplakette für die Fahrzeughauptuntersuchung (HU) sind gegen den Uhrzeigersinn gegliedert.

Zudem unterscheiden sich die Prüfsiegel von Jahr zu Jahr in der Farbe. "Der Polizei erlaubt die Systematik sogar bei schneller Fahrt, etwa auf der Autobahn zu erkennen, ob das Fälligkeitsdatum überschritten ist", weiß der TÜV-Fachmann. Die zwei schwarzen Felder in der Plakette sind immer um die Monate November bis Januar angebracht. Sie dienen, ebenso wie das Farbschema, der leichteren Kontrolle. "Weil der jeweilige Prüfungsmonat auf dem Prüfsiegel stets oben positioniert ist, ändert sich die Stellung der schwarzen Felder", verdeutlicht Wolz: "Stehen sie auf der rechten Seite, folgt daraus, dass das Auto ungefähr im Frühling zur Prüfung muss. Oben bedeutet demzufolge einen Termin im Winter, unten im Sommer und links im Herbst."

Für den Fälligkeitsmonat Mai zum Beispiel steht die Fünf ganz oben, wodurch sich die schwarze Markierung gut erkennbar im unteren Segment rechts findet. Zudem zeigen die Plaketten aus Gründen der einfacheren Kontrollierbarkeit - auch Politessen achten darauf - jedes Jahr eine andere Grundfarbe. Aktuell blau, im nächsten Jahr gelb. Personenwagen müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, allerdings nach der Erstzulassung erstmals nach drei Jahre.

Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht und Motorräder rollen alle zwei Jahre in die Prüfbahnen, schwere Nutzfahrzeuge und Busse jährlich. "Für Nutzfahrzeuge und Busse bestehen darüber hinaus weitere Prüfpflichten, wie etwa die Sicherheitsprüfung", ergänzt TÜV Süd-Fachmann Wolz. Wichtig: Der Prüfbericht der HU muss bis zur nächsten Fälligkeit aufbewahrt werden (Paragraf 29 Abs.10 Satz 1StVZO) und die Plakette ist Teil einer Urkunde. Fälschern drohen bis zu fünf Jahre Haft (Paragraf 267 Abs.1 StGB).

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