Toyota Aygo: Ein extrovertierter Auftritt

Von: amv
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Zehn Karosserieteile kann der Kunde in alternativen Farben und Ausführungen kurzfristig ersetzen. So wird der Aygo zu einem ganz persönlichen Fahrzeug. Foto: dpa

Köln. „In einem überfüllten Markt ist es besser, sich von der Masse abzuheben. Deshalb will der neue Aygo ein Gesicht in der Menge zeigen“, lautet die Maxime von David Terai, Chefingenieur des neuen Toyota Aygo. Und sein Designer-Kollege Nobuo Nakamura legt nach: „Besitzerstolz wird in erster Linie über das Design erzeugt.“

Ob der extrovertierte Auftritt gefällt, ist Geschmackfrage. Fraglos aber unterscheidet sich der Aygo damit erheblich von seinen Brüdern aus dem französischen PSA-Konzern. Der Citroën C1 sowie Peugeots 108 kommen mit einem weitaus braver geschnittenen Blechkleid daher.

„Die kraftvolle X-Grafik“ (O-Ton Toyota) dient aber nicht der gestalterischen Auflockerung. So sind die darin integrierten Elemente in unterschiedlichen Farben zu haben und auch nach Jahren noch austauschbar. Zu diesem Zweck lassen sich nicht weniger als zehn Karosserieteile durch solche in alternativen Farben und Ausführungen kurzfristig ersetzen, womit jeder Kunde seinen ganz persönlichen Aygo gestalten kann. Altgedienten Smart-Besitzern kommt das irgendwie bekannt vor.

Das Thema Individualisierung wird im Innenraum fortgesetzt. Hier sind in entsprechenden Paketen farbliche Varianten für Instrumententräger, Mittelkonsole und Schalthebel-Fläche zu haben. Dazu gibt es noch die unterschiedlichen Ausstattungslinien. Wobei schon in der zweitürigen Basisversion für 9950 Euro (10.300 Euro als Viertürer) unter anderem LED-Tagfahrlicht, ESP, Berganfahrhilfe und Servolenkung mit höhenverstellbarem Lenkrad vorhanden sind.

Der Citroën C1 und der Peugeot 108 werden ab 8890 Euro angeboten, haben jedoch beispielsweise keine Servolenkung. Andererseits sind beide Modelle in Cabrio-ähnlichen Varianten mit großem Faltdach zu haben. Der Citroën kostet dann mindestens 12.050 Euro, der Peugeot 12.300 Euro. Wer 11.525 Euro für den Aygo investiert, bekommt den Wagen mit Klima- und Audioanlage inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Zentralverriegelung, elektrischen Fensterhebern, Tempomat, Lederlenkrad und in Wagenfarbe lackierten Außenspiegeln sowie Türgriffen.

Anders als die französischen Vertreter des Trios, die den Einliter-Motor mit 69 und 82 PS anbieten, offeriert Toyota einzig den kleineren Motor. Der arbeitet zwar etwas rau, zeigt sich aber ausreichend stark, um im Stadtverkehr leicht und locker mitzuschwimmen. Selbst bei Überlandfahrt ist der Cityflitzer keinesfalls eine Spaßbremse. Dazu tragen auch das gut abstimmte Fünfgang-Getriebe und die Auslegung des Fahrwerks bei. Laut Hersteller beschleunigt der neue Aygo aus dem Stand in 14,2 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Der Normverbrauch wird mit 4,1 Litern angegeben. Im Alltagsbetrieb dürften erfahrungsgemäß eine Fünf vor dem Komma stehen. Das ist für einen Winzling nicht wirklich wenig. Ein besonders im Cityverkehr sinnvolles Start&Stop-System gibt es nur gegen Aufpreis. Ebenfalls aufpreispflichtig ist das sogenannte x-shift Getriebe. Die automatisierte Gangbox verfügt über einen Automatik-Modus und kommt ohne Kupplungspedal aus.

Knauserig zeigt sich der 3,46 Meter lange Aygo beim Platzangebot im Laderaum. Der fasst gerade einmal 168 Liter. Viel lässt sich da nicht einpacken. Die Rückenlehnen der hinteren Sitze können allerdings problemlos mit einem Handgriff umgelegt werden. Das schafft mehr Stauraum. Wird der nicht benötigt, haben im Fond Passagiere bis zu einer Körpergröße von etwa 1,80 Metern noch ordentlich Platz, ohne sich die Beine zu verrenken.

Besonders stolz sind die Entwickler der zweiten Aygo-Generation auf ihr x-touch-System, eine  Kombination diverser on-board-Multimedia-Technologien samt intuitiver Smartphone-Integration. „Auch hier bieten wir Möglichkeiten zur Individualisierung, so kann der Fahrer ein Bild von einem USB-Stick als ganz persönlichen Startbildschirm hochladen”, freut sich Chefkonstrukteur Terai.

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