Toyota Auris Touring Sports 2.0 D-4D: Ein unaufgeregter Dienstleister

Von: amv
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Der Kompakt-Kombi Toyota Auris zeigt sich als unauffälliger Dienstleister, unaufgeregt und ohne erkennbare Ambitionen. Foto: dpa

Köln. Das „Sports“ in seinem langen Namen bezieht sich beim Kompakt-Kombi Toyota Auris eher auf die Mitnahmemöglichkeit einer umfangreichen Freizeitausrüstung als auf seine dynamischen Fahrleistungen. Im automobilen Alltag zeigt er sich als unauffälliger Dienstleister, unaufgeregt und ohne erkennbare Ambitionen.

Äußerlich versucht der Toyota (Basispreis: 17.190 Euro/Testwagenpreis: 25.090 Euro) sich ein wenig vom Konkurrenzfeld abzuheben und mit diversen Chromapplikationen flott auszusehen. So zeichneten die Designer an der Front dreieckige Einschnitte für die Nebelscheinwerfer und zackig geformte Rückleuchten. Innen gingen die Formgestalter nicht so glücklich vor. Das Armaturenbrett und die Konsolen sind zwar tadellos verarbeitet, wirken aber etwas altbacken und langweilig. Unterhalb der Sichtkante dominiert Hartplastik.

Bei der blau-pixelnden Digitaluhr im Rechtecklook fühlt man sich in die Anfänge des digitalen Zeitalters zurückgebeamt. Ähnlich bei der grafischen Leistung des Navi, das umständlich auf Tag- und Nachtansicht justiert werden will. Zudem sind je nach Lichtverhältnissen die grauen LCD-Informationen im Tachofeld schwer entzifferbar. Diverse Warntöne, etwa für die Blinker, erinnern an das Piepsen einer aufgeregten Maus. Insgesamt dominiert im Innenraum wohl organisierte Funktionalität.

Eine ordentliche Geräuschdämpfung sowie das sanft abgestimmte Fahrwerk lassen Langstreckenkomfort aufkommen. Der wird allerdings auf den beiden Vordersitzen durch zu kurz geratene und wenig konturierte Sitze etwas gedämpft. Auf seine Habenseite kann der Auris-Kombi tadellose Bremsen sowie ein präzise geführtes Sechsganggetriebe buchen. Ebenfalls der Vierzylinder-Diesel samt Start-Stopp-Technik gehört in diese Buchungsspalte. Seine 124 PS (Drehmoment: 310 Newtonmeter) ermöglichen einen Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 10,5 Sekunden (Werksangaben) und ein Spitzentempo von 195 Kilometern pro Stunde. Den Normverbrauch beziffert Toyota mit 4,4 Liter. In der Praxis weist der Bordcomputer eher 6,2 Liter aus.

Seine Punkte sammelt der Auris Touring Sports ganz am Ende, mit seinem Gepäckabteil. Gegenüber dem fünftürigen Modell wuchs die Karosserie in der Länge um 28,5 Zentimeter. Das kommt dem Laderaum zu Gute und so steht dort ein Ladevolumen von 530 bis 1658 Liter zur Verfügung. Im Kreis der kompakten Kombis bewegt er sich damit auf Augenhöhe zur Konkurrenz. Die beiden Teile der Rücksitzlehne lassen sich vom Kofferraum aus per Entriegelungshebel bequem umklappen.

Es entsteht ein ebener, zwei Meter langer Ladeboden und weil die Heckpartie eben neu gestaltet wurde, liegt die Ladekante des Kombis rückenfreundliche zehn Zentimeter niedriger (Höhe: 62,4 Zentimeter) als die des Kompaktwagens. Auch dies beweist, pragmatisch und praktisch heißen die großen Tugenden des Toyota.

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