Suzuki Vitara an Jetztzeit angepasst

Von: amv
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Suzuki Vitara
Nach 16 Jahren Lebenszeit - mit einer kleinen Modellpflege vor zehn Jahren - hat Suzuki die Chance der Neuauflage genutzt, den Vitara der Jetztzeit anzupassen.

Bensheim. Seine Herkunft will der Suzuki Vitara nicht verhehlen. Die Schriftzeichen der mittig im Armaturenträger platzierten Analoguhr sind japanisch. Ein optionaler Gimmick, der gut zur Grundauslegung des kompakten SUV passt: frech, frisch und aufgeräumt.

Nach 16 Jahren Lebenszeit - mit einer kleinen Modellpflege vor zehn Jahren - hat Suzuki die Chance der Neuauflage genutzt, den Vitara der Jetztzeit anzupassen.

Die äußere Form des nun nur noch als Viertürer erhältlichen Wagens ist gleichermaßen dynamisch wie bullig gezeichnet. Damit macht die 4,17 Meter lange, 1,77 Meter breite und immerhin 1,61 Meter hohe Karosserie auf den mittlerweiler gerne von SUVs genutzten Boulevards eine gute Figur. Anders als beim Vorgänger schwingt die Kofferraumklappe jetzt nicht mehr zur Seite, sondern nach oben.

Das ist zwar grundsätzlich praktischer als bisher. Liebhaber der rustikalen Optik eines außen angebrachten Reserverades mag dieser Anblick jedoch möglicherweise fehlen. Doch auch sie dürften sich an der angenehmen Einstiegshöhe mit den großen Türausschnitten für ein bequemes Ein- und Aussteigen erfreuen. Der Radstand von zweieinhalb Metern bietet zudem ausreichend Platz für vier groß gewachsene Personen.

In Sachen Kopf-, Ellbogen- und Kniefreiheit weiß der Japaner ebenfalls zu überzeugen. Der Fahrer kann sich seinen Arbeitsbereich dank des höhen- und längsverstellbaren Lenkrads auf seine individuellen Abmessungen einstellen. Eine sanft gewölbte Mittelkonsole bietet bei langen Fahrten dem Knie eine bequeme Anlehnungsmöglichkeit.

Da nahezu sämtliche Funktionen über den leicht zum Fahrer gedrehten Touchscreen oder das serienmäßige Multifunktionslenkrad angewählt werden können, reduziert sich die Zahl von Drehknöpfen oder Tasten auf ein Minimum. Das ist übersichtlich - eine herkömmliche Lautstärkeregelung würde man sich dennoch gelegentlich wünschen.

Dass die Oberflächen nicht supersoft aufgeschäumt sind, lässt sich verschmerzen. In der Comfort+-Version schafft das in unterschiedlichen Farben lieferbare Dekor (unter anderem Türkis/130 Euro) der Armaturentafel einen optischen Ausgleich. Mit einem Fassungsvolumen von 375 bis maximal 1120 Litern ist der Kofferraum einschließlich eines doppelten Bodens ausreichend für eine größere Reise. Klappt man die Rücksitzlehnen um, hat die Ladefläche zwar keine Stufe, steigt aber leicht nach oben an.

Die Ladekante liegt bei einer durchschnittlich großen Person etwas unter Hüfthöhe. Das macht das Beladen einigermaßen rückenfreundlich. Und verstauen lässt sich im Vitara allerhand. Aufgrund seines geringen Eigengewichts (die Dieselversion mit Allrad ist mit 1370 Kilogramm am Schwersten) beträgt die Zuladung 500 Kilogramm. Da darf zu den Insassen also so einiges an Koffern, Taschen und Sportgeräten zusammenkommen.

Der 120 PS starke 1,6-Liter-Turbodiesel besitzt ausreichend Kraftreserven, um vollbeladen noch recht munter unterwegs zu sein. Mit einem maximalen Drehmoment von 320 Newtonmetern bei 1750 Umdrehungen zeigt sich der Vierzylinder ebenso antrittsstark wie spritzig. Laut Suzuki dauert es 12,4 Sekunden, um von Null auf 100 Kilometer pro Stunde zu kommen. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit Tempo 180 angegeben.

An seine Grenzen gerät das Aggregat indessen bei langgezogenen Autobahnsteigungen - vor allem wenn man dann noch überholen will. Ein wenig kerniger arbeitet der Selbstzünder, wenn der Fahrprogrammschalter auf der Mittelkonsole von Automatik auf Sport gestellt wird. Zwar treibt das den im Alltag erfahrenen Durchschnittsverbrauch von 6,8 Litern (laut Norm 4,2 Liter) leicht nach oben.

Andererseits wird das Ansprechverhalten des Motors direkter und das ansonsten in einer guten Mischung aus Komfort und Sportlichkeit abgestimmte Fahrwerk strafft sich noch einmal spürbar. Während bei den Programmen „Snow“ für mehr Traktion auf rutschigem Terrain und „Lock“ für losen Bodenbelag das Allradsystem immer aktiv ist, schaltet es sich ansonsten nur dann zu, wenn die Sensoren zu viel Schlupf an den Vorderrädern erkennen.

Dabei werden die Räder so gesteuert, dass immer mehr Drehmoment dorthin portioniert wird, wo mehr Grip vorhanden ist. Bestellt man für den ab Werk bereits gut ausgestatteten Vitara noch das Comfort+-Paket (3100 Euro), dann kostet der Japaner 27.890 Euro und lässt kaum noch Wünsche offen.

Mit an Bord ist zudem eine aktive, radargestützte Bremsunterstützung, die durch eine Vorspannung hilft, den Bremsweg zu verkürzen, beziehungsweise einen Aufprall zu verhindern. Also nicht nur frech, frisch und aufgeräumt, sondern auch sicher.

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