Suzuki Swift Sport: Quirliger Flitzer

Von: amv
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Dynamisch: Die viertürige Version „Sport“ ist das Topmodell der Suzuki-Baureihe. Symbolbild: dpa/Uli Deck

Bensheim. Viel mehr Swift geht nicht. Die viertürige Version „Sport“ ist das Topmodell der Suzuki-Baureihe und - wie der Name verheißt - das dynamischste. Dachspoiler, Heckdiffusor und 17-Zoll-Alu-Felgen untermauern diesen Anspruch augenscheinlich.

Der 136 PS starke 1,6-Liter-Benziner sorgt für den entsprechenden Antrieb, wenngleich der auf den ersten Metern weniger vehement als erwartet ausfällt. Gleichwohl, im Zähne zeigen ist der Motor ganz groß. Beim ersten Druck auf das Gaspedal knurrt der Vierzylinder grimmig, als wolle er zeigen, was er kann. Wie ein ungeduldig tänzelndes Rennpferd in der Box zuckt der Zeiger des Drehzahlmessers trotz sanfter Beschleunigung leicht nervös nach oben.

Doch anstelle eines giftigen Antritts entfaltet das Aggregat gefühlt seine Kraft vergleichsweise gelassen. Der Blick ins Datenblatt verrät, das maximale Drehmoment (160 Newtonmeter) liegt erst bei 4400 Umdrehungen an. Sind die auch nur annähernd erreicht, geht tatsächlich die Post ab. Der Sprint zur Tempo-100-Marke aus dem Stand dauert laut Werksangaben gerade einmal 8,7 Sekunden.

Und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 195 Kilometern pro Stunde zieht man mit Swift ganz locker an so manch überrascht schauendem Geschäftswagenfahrer vorbei. So richtig wird der kleine Suzuki seinem Namen (Swift>Flitzer) gerecht, wenn er sportlich gefordert wird.

Runterschalten, Gas geben, um Kurven preschen - dabei setzen sich das knackig-leicht zu schaltende Sechsgang-Getriebe, das straff abgestimmte Sport-Fahrwerk sowie die direkte Lenkung so richtig in Szene. Da kommt Fahrfreude auf. Wie durchaus auch beim Verbrauch, wenn man die Sportlichkeit nicht überstrapaziert.

Bei einem Mix aus einem großen Anteil Stadtverkehr, einigen zügigen Autobahnstrecken und der einen oder anderen Überlandfahrt wird der von Suzuki angegebene Normverbrauch von 6,4 Litern letzten Endes nur um gut einen halben Liter überschritten. Unterm Strich dürfte sich hier wohl das relativ zahme Ansprechverhalten im unteren Drehzahlbereich bezahlt machen.

Bezahlt macht sich ebenso die Liebe zum Detail, die bei der Gestaltung des Interieurs zu erkennen ist. Die roten Ziernähte an den sehr guten Halt gebenden Sportsitzen und dem lederummantelten Lenkrad sowie die Edelstahl-Pedalerie geben dem großzügig geschnittenen und modern gestalteten Innenraum ein gewisses Etwas. Als leicht irritierend erweist sich die ungewohnte Tachoeinteilung in 30-er-Schritten.

Sie macht es nicht einfacher, sich an ein innenstadttaugliches Tempo-50-Limit zu halten oder die oft geltenden 80er- oder 100er-Grenzen schnell im Blick zu haben. Das Platzangebot ist für alle Insassen überraschend gut. Selbst Fondpassagiere besitzen ausreichend Knie- und Ellbogenfreiheit.

Leichte Kritik kommt nur beim Kofferraum auf. Mit 211 Litern Fassungsvolumen fällt er nicht nur ziemlich klein aus (maximal 902 Liter bei umgeklappter Lehne). Die hohe Ladekante macht die Beladung überdies rückenunfreundlich. Ein wenig Ausgleich schafft da die Serienausstattung.

Suzuki gibt dem Swift Sport werksseitig nämlich eine Sitzheizung zur Entspannung der Muskulatur mit auf den Weg zu den Kunden. Klimaautomatik, elektrische Fensterheber rundum, Tempomat, MP3-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, sechs Lautsprecher, USP-Anschluss, schlüsselloses Einsteigen und Starten, Bi-Xenon-Scheinwerfer oder die Privacy-Verglasung hinten sind im Preis von 19.790 Euro enthalten. Viel mehr braucht man nicht. Viel mehr als will man aber für einen Kleinwagen wahrscheinlich auch nicht ausgeben.

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