Suzuki Swift Sport: Kein Wolf im Schafspelz

Von: Hans H. Grassmann, dapd
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Es hat lange gedauert, bis der Swift auch in Europa seine Freunde fand. Zu schlicht, zu langweilig, zu weit vom europäischen Design entfernt, lautete das Urteil - bis der japanische Hersteller den Swift vor fünf Jahren als kompakten Stadtflitzer präsentierte. Die Sport-Variante ist jetzt auf den Markt gekommen: noch dynamischer und noch leistungsstärker als die Alltagsversion. Foto: dapd

Bensheim. Wenn ein Automodell den Beinamen „Sport” trägt, erweckt dies selbst in der Kleinwagenklasse hohe Erwartungen. Rasch wird ein Wolf im Schafspelz vermutet, der mit seinen Fahrleistungen die übrigen Verkehrsteilnehmer zum Staunen bringt. Diese Ansprüche kann der Suzuki Swift Sport allerdings nicht erfüllen.

Er ist zwar dynamischer und leistungsstärker als die Alltagsversion, kann aber mit einer Höchstgeschwindigkeit von 195 Stundenkilometern (km/h) und 8,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf Tempo 100 (Werksangaben) kaum sportive Lorbeeren ernten.

Der Swift Sport ist eher ein Soft-Kraftsportler, der mit seinem Fahrverhalten und seinem Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem bei einem jüngeren und junggebliebenem Publikum punkten soll: Der Basispreis inklusive Metallic-Lackierung und reichhaltiger Ausstattung beträgt 18.490 Euro.

Äußerlich unterscheidet sich der Sport vom Standardmodell durch eine schärfer konturierte Front und einen größeren Kühlergrill. Ein integrierter Dachspoiler, zwei Auspuffendrohre und 17-Zoll-Leichtmetallräder sowie neu gestaltete Heckleuchten in zylindrischem Design sind die weiteren wesentlichen Veränderungen, die den aggressiveren Look des Kompaktflitzers ausmachen.

Für den sportiven Touch im Innenraum sorgen stärker konturierte Sportsitze, deren Sitzflächen und Lehnen höhere Flanken erhalten haben, rot abgesetzte Ziernähte an Sitzen, Lenkrad und Schaltknauf und silberfarbene Dekorelemente an Armaturenbrett, Lenkrad und Schalthebel.

Das übersichtliche Cockpit mit Anzeigen im Chronographen-Look ist ein echter Hingucker, die Rundinstrumente sind zudem mit breiteren Metallringen versehen als beim Serien-Swift. Ein wenig Rennsport-Gefühl lässt das Dreispeichen-Multifunktions-Lenkrad aufkommen, das in Höhe und Länge verstellbar ist.

Optimierter 1,6-Liter-Benzinmotor

Angetrieben wird der nur als Dreitürer angebotene Swift Sport von einem optimierten 1,6-Liter-Vierzylinder, der im Vergleich zum Vorgänger mit 136 PS nun 11 Pferdestärken mehr leistet - und dennoch rund zehn Prozent weniger verbraucht. Das maximale Drehmoment beträgt 160 Newtonmeter bei 4.400 Umdrehungen. Das ist nicht viel, doch wer fleißig das gut abgestufte Sechs-Gang-Schaltgetriebe betätigt, kann vor allem auf Landstraßen jede Menge Fahrspaß ernten.

Das überarbeitete und recht kompromisslos ausgelegte Fahrwerk trägt das Seine dazu bei, dass man auch in zügig durchfahrenen Kurvenkombinationen in der Spur bleibt. Übertreibt man es, greift das serienmäßige ESP rechtzeitig ein. Bei derlei Fahrweise muss man zu dem angegebenen Normverbrauch von 6,4 Litern Super auf 100 Kilometern allerdings zwei Liter addieren.

Mit sieben Airbags, ESP, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und einem Bremsassistenten ist die Sicherheitsausstattung für dieses Segment komplett. Selbst die Bremsen sind für flottes Fortkommen und entsprechende Verzögerungswerte ausgelegt. Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, BI-Xenon-Scheinwerfer mit Lichtsensor, Tempomat, CD-Radio, elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel gehören zur üppigen Serienausstattung. Wer gerne flott fährt, aber nicht ständig auf der Autobahn-Überholspur zu finden ist, für den ist der Swift Sport eine sportive Alternative.
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