Köln - Sportive Kombination: Der Peugeot 308 SW GT Blue HDi

Sportive Kombination: Der Peugeot 308 SW GT Blue HDi

Von: amv
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Peugeot Logo Auto Symbol Symbolbild: dpa/Daniel Karmann
Mit dem 308 SW in der GT-Version hat Peugeot einen überaus dynamischen Vertreter in der kompakten Kombi-Klasse zu bieten. Symbolbild: dpa/Daniel Karmann

Köln. Sportlich, sportlich. Auch wenn man es auf den ersten Blick kaum vermutet, mit dem 308 SW in der GT-Version hat Peugeot einen überaus dynamischen Vertreter in der kompakten Kombi-Klasse zu bieten. 180 PS sorgen bei Bedarf für jede Menge Fahrspaß. Optische Hinweise auf den kraftvollen Diesel gibt es nur dezent.

Der mattschwarze Diffusor, zwei Auspuffendrohre, statt Nebelscheinwerfern zwei Lufteinlässe an der Front, LED-Lichter, das alles fällt erst auf den zweiten Blick auf. Die leicht tiefer gelegte Karosserie eher gar nicht: vorne sind es sieben, hinten zehn Millimeter weniger Abstand zur Straße als bei den leistungsschwächeren Modellvarianten. Im Innenraum weisen rote Ziernähte an den mit Leder bezogenen Sitzen (1440 Euro inklusive elektrischer Verstellung und Massagefunktion), einige Aluminumapplikationen sowie die Leichtmetallpedalerie auf den sportiven Charakter des Kombis hin.

An den Umstand, dass die Instrumente etwas höher liegen und man anders als üblich über das Volant hinweg blickt, gewöhnt man sich rasch - vorausgesetzt man findet die richtige Sitzposition für die eigenen Körperproportionen. Die ungewohnte Gestaltung des fahrerischen Arbeitsplatzes findet allerdings nicht uneingeschränkten Anklang. Klimatisierung, Multimedia-System oder Navigation werden über einen Touch-Monitor gesteuert.

Das funktioniert dank ausreichend großer Symbole auch während der Fahrt unproblematisch. Dieses Resümee gilt ebenfalls für das automatische Sechsgang-Getriebe. Dessen Quickshift-Technik (Peugeot-Bezeichnung) wurde extra für eine sportliche Fahrweise und kurze Schaltzeiten ausgelegt. Bei Bedarf lassen auch schon mal Gänge überspringen. Doch händische Eingriffe per Schaltpaddel sind selbst dann nicht erforderlich, wenn man den 180 PS-starken Selbstzünder richtig fordert. In 8,6 Sekunden beschleunigt der Zweiliter-Turbodiesel von Null auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h/Werksangaben).

Der Zwischensprint von Tempo auf 80 auf 120 ist in weniger als sechs Sekunden geschafft. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 218 km/h. Ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern bei 2000 Umdrehungen drückt in Zahlen aus, was an Durchzugskraft spürbar ist: Der 308 GT hängt richtig gut am Gas und überzeugt zudem mit Laufruhe bei gleichzeitiger Zurückhaltung bei den Arbeitsgeräuschen. Erwartungsgemäß weniger zurückhaltend wird das Triebwerk beim Spritbedarf, wenn man die Leistung entsprechend häufig abfordert. Dann werden aus den laut Normverbrauch angegebenen 4,1 Litern schnell mal neun.

Im normalen Alltagsbetrieb pegelt sich der Wert ohne große Mühe bei sechs Litern ein. Sportlich ambitionierten Fahrzeuglenkern kommt die Abstimmung des Fahrwerks entgegen. Peugeot hat es spürbar härter gemacht als bei den eher komfortabel ausgelegten Serienbrüdern. Zudem passen sich die Stoßdämpfer automatisch an den Fahrstil an und werden bei Bedarf um bis zu 20 Prozent härter - was sich dann natürlich auch durch spürbarere Schläge bei Querrillen bemerkbar macht. Wirklich unangenehm wird es aber nie. Für ein vergnügtes Augenfunkeln sorgt der Druck auf die Sporttaste, mit der sich in Sekundenschnelle die Motorkennzahl und die Gasannahme noch etwas kerniger gestalten.

Die Lenkung strafft sich. Über Lautsprecher wird zudem Motorsound ins Wageninnere gelenkt. Die Anzeigen wechseln ihre Farbe in sportliches Rot. Ein Balkendiagramm gibt Auskunft über Ladedruck oder Quer- und Längsbeschleunigung. Da vergisst man nahezu, dass man in einem 4,85 Meter langen und angenehm geräumigen Kombi sitzt mit dem laut Peugeot längsten Radstand seiner Klasse. Alltagsgerecht finden sich zahlreiche Ablagemöglichkeiten für Handy, Schlüssel und anderen Kleinkram.

In die Fächer der Seitentüren passen im Grunde Einliter-Flaschen. Allerdings lassen sie sich nicht ganz einfach herausheben. Ergonomisch einwandfrei sind die Lademöglichkeiten des 610 Liter fassenden Kofferraumes: die Ladekante ist niedrig, die Klappe schwingt weit auf und die Seitenwände des Gepäckabteils sind komplett gerade. So lässt sich selbst sperrigeres Gepäck gut verstauen. Klappt man die Lehnen der Rücksitzbank um, vergrößert sich das Ladevolumen auf maximal 1660 Liter.

Sehr praktisch: braucht man die Gepäckabdeckung nicht, hat sie ein eigenes Fach unter dem Ladeboden. Ambitioniert zeigt sich Peugeot bei der Preisgestaltung seines sportiven Kombis. Die Grundversion kostet 33.150 Euro und besitzt unter anderem Klimaautomatik, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, akustischer Einparkhilfe vorne und hinten, Licht- und Regensensor und Tempomat.

Gönnt man sich aber zudem Annehmlichkeiten wie die Rückfahrkamera (280 Euro) und das faszinierende Panorama-Glasdach (450 Euro), Assistenzsysteme wie den Park-und Totwinkel-Assist (400 Euro) oder das Sicherheits-Paket mit einem adaptiven Geschwindigkeitsregler, automatischer Gefahrenbremsung oder dem Frontkollisionswarner (450 Euro) kommt man schnell an die 35.000 Euro-Marke.

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