Spätsommer und Herbst bergen Risiken für Motorradfahrer

Von: nom
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Motorradfahrer aufgepasst: Im Spätsommer und Herbst können die Fahrbahnbedingungen rasch wechseln. Foto: Marcus Simaitis/dpa

Erfurt. Im Spätsommer und im Herbst steigen die Unfallzahlen mit Beteiligung motorisierter Zweiräder. „Motorradfahrer sollten dieser Tage auf rasch wechselnde Fahrbahnbedingungen gefasst sein“, warnt Motorradexperte Christian Heinz vom TÜV Thüringen in Erfurt. Vor allem an den Wochenenden steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Motorrädern.

„Taubildung in Kombination mit Herbstlaub, Fahrbahnverschmutzungen oder Splitt auf dem Asphalt können für den Zweiradpiloten schnell zur Sturzgefahr werden. Oft muss in Waldpassagen mit feuchten Fahrbahnstellen gerechnet werden“, weiß Heinz. „Schönes Wetter kann sich trügerisch auf das Fahrverhalten der Maschine auswirken. Oftmals sind die Fahrbahntemperaturen wesentlich niedriger als die Lufttemperatur, der Reifen kann so den optimalen Grip nicht aufbauen, ein Wegrutschen vor allem in Kurven ist dann vorprogrammiert“, gibt Christian Heinz zu bedenken.

Auch elektronische Fahr- und Assistenzsysteme in modernen motorisierten Zweirädern können die Fahrphysik nicht überlisten. „Wer zu schnell in eine Kurve fährt, riskiert einen Sturz oder gerät auf die Gegenfahrbahn“, so Heinz. 

Der Fahrzeugexperte mahnt zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme. „Gerade an schönen Wochenenden sind vermehrt Motorradfahrer unterwegs. Bei tiefstehender Sonne können motorisierte Zweiradfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen werden, oftmals unterschätzen Autofahrer auch Entfernung, Geschwindigkeit und Beschleunigungsvermögen eines Motorrades“, erläutert Heinz. Motorradfahrer sollten indes ihren Gashahn im Griff haben. Raserei hat auf öffentlichen Straßen nichts verloren. Man gefährdet dadurch nicht nur sein eigenes, sondern ebenso das Leben anderer.

Allein in den ersten fünf Monaten 2017 kamen auf deutschen Straßen insgesamt 215 motorisierte Zweiradfahrer ums Leben. Das waren 31 (16,8 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum (Quelle: Statistisches Bundesamt).

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