München - So werden Skistiefel nicht zum tödlichen Geschoss

So werden Skistiefel nicht zum tödlichen Geschoss

Von: amv
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Ski Symbol Colourbox Skischuhe
Wohin mit den Skischuhen? Lose herumfliegende Wintersport- und andere Gerätschaften im Kofferraum werden im Falle eines Unfalls zu tödlichen Geschossen. Foto: Colourbox

München. Bei der Fahrt in den Skiurlaub wird offenkundig nicht immer darauf geachtet, dass das Gepäck richtig und sicher verstaut ist. Wie gefährlich das sein kann, darüber scheinen sich viele Winterurlauber keine Gedanken zu machen. Ein Test des ADAC in München zeigt: Ein 20 Kilogramm schwerer Koffer entwickelt bei einem Crash mit Tempo 50 eine Wucht von bis zu einer Tonne.

Selbst Skistiefel und Wasserflaschen sollten gesichert werden. Diese Gegenstände können ebenfalls zu lebensgefährlichen Geschossen werden.

Grundsätzlich empfiehlt ADAC-Sprecherin Regina Ammel: „Schwere Gegenstände und Koffer immer nach unten packen und möglichst direkt an die Rücksitzlehne schieben. Rücksitze daher nur bei Bedarf umklappen.“ Oben sollten nur leichte Gegenstände verstaut und Gepäcknetz oder Laderaumgitter hochgezogen werden, wenn über die Höhe der Rücksitzlehne geladen wird. Skier und Snowboard werden am besten in einer Dachbox transportiert. Im Innenraum gelagert, sollten sie sicher verzurrt sein.

„Bei einer Beladung in einer Dachbox mit Gepäck oder Skiern auf Befestigung mit Spanngurten achten und an der Front mit einer Decke sichern“, rät die ADAC-Fachfrau zudem. Wenn möglich, die gesamte Ladung mit einer Decke abdecken und diagonal mit Zurrgurten sichern. Dazu Zurrösen am Ladeboden nutzen.

Ungesicherte Ladung wird laut ADAC ohne Gefährdung mit bis zu 60 Euro Bußgeld und einem Punkt, mit Gefährdung sogar bis zu 75 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet. Auch versicherungstechnisch kann verrutschende Ladung problematisch sein. „Die Kaskoversicherung ist bei dadurch entstandenen Schäden in der Regel nicht eintrittspflichtig“, erinnert Regina Ammel.

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