Skoda Octavia: Zeitloses Design im XXL-Format

Von: Werner Poggenpohl, dapd
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Skoda Octavia
Der Skoda Octavia. Foto: dapd

Weiterstadt. „Es war eine nicht ganz einfache Herausforderung, die Ikone der Marke noch besser zu machen”, schildert der Skoda-Vorstandsvorsitzende Winfried Vahland die Entstehungsgeschichte des neuen Octavia. Doch augenscheinlich wurde die Aufgabe gemeistert.

„Hier wird Hingabe und Leidenschaft kompromisslos auf die Straße gebracht”, begeistert sich Vahland angesichts der dritten Generation der Kompakt-Baureihe und sein Entwicklungsvorstand Frank Welsch sekundiert: „Mehr Neuwert und Funktionalität hatte noch kein Octavia zuvor.” Dem ist nach einer ersten Begegnung mit dem neuen Auto schwer zu widersprechen. Mit einem schier fürstlichen Platzangebot im Innenraum, einem deutlich prägnanterem Design und einem geschmackvollen Interieur ist der Octavia sicherlich eine echte Alternative zum Golf. Doch das darf man in der VW-Welt wohl kaum laut sagen und deshalb plädiert Skoda-Chef Vahland für eine andere Sichtweise: „Der Octavia ist eine Klasse für sich.”

Kräftig gewachsen

Wenn man die neuen Maße des Octavia betrachtet - 90 Millimeter länger, 50 Millimeter breiter und ein um 108 Millimeter verlängerter Radstand im Vergleich zum Octavia der zweiten Generation - dann hält man es kaum für möglich, dass er aus dem modularen Querbaukasten (MQB) der Volkswagengruppe stammt, den bereits der Golf VII, Audi A3 und Seat Leon nutzen. Die Konstruktionsgrundlage hat in erster Linie dem Chef-Designer Jozef Kaban in die Karten gespielt. Er konnte sich gewissermaßen im XXL-Format austoben, ohne die Kreativität und den Kostenaufwand zu übertreiben. Die neue Frontpartie mit der Betonung von horizontalen Linien und neuer Platzierung des Skoda Logos ist ebenso zeitlos im Design und unverwechselbar wie die Seitenansicht mit kurzem vorderem Überhang und weit nach hinten gezogener C-Säule. Dazu passt auch der optische Trick mit einer hochgezogenen dynamischen Fensterlinie in den Hintertüren, die eine gewisse Eleganz verheißt. Die Heckansicht wird vom Vier-Augen-Look in Form von Rückleuchten mit zwei Leuchtbändern und Katzenaugen bestimmt.

Ein wahres Raumwunder

Die neuen Maße, speziell der lange Radstand, machen den Octavia zu einem wahren Raumwunder. Neben dem Zuwachs an Knie-, Bein- und Kopffreiheit steht auch das Kofferraumvolumen mit 590 Litern konkurrenzlos in dieser Klasse da. Zu den Motorisierungen: Sie sollen laut Skoda durch die Bank weniger verbrauchen, wozu auch die Gewichtsreduzierung um 102 Kilogramm im Vergleich zum Vorgängermodell beiträgt. Die Palette reicht bei den Benzinern von 85 bis 180 PS. Bei den Diesel-Varianten haben die Kunden die Wahl zwischen Vierzylinder-Motoren mit 1,6 oder 2,0 Liter Hubraum und 105 bis 150 PS. Durchschnittlich konnte der CO2-Ausstoß auf 115 Gramm pro Kilometer (g/km) gesenkt werden, sagt Skoda. Noch besser kann das die sogenannte GreenLine-Version, die mit dem 1,6-Liter TDI-Motor auf einen CO2-Ausstoß von nur 89 g/km kommt und lediglich 3,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbraucht (Werksangaben).

Weitere Versionen folgen

Zu dem Anspruch, in bester Mittelklasse-Manier anzutreten, gehört für den Octavia auch eine umfangreiche Ausstattung mit elektronischen Assistenzsystemen für Sicherheit und Komfort. Dazu zählen unter anderem der „Intelligent Light Assistant”, der ein automatisches Zu- und Abschalten des Fernlichts ermöglicht sowie die künftig ebenfalls zum ersten Male angebotene Verkehrszeichenerkennung.

Im kommenden Jahr folgen weitere Octavia-Aktivitäten. Vorgestellt werden neben einer Erdgasvariante sportliche RS-Versionen mit Leistungen bis zu 210 PS. Mitte kommenden Jahres wird der Kombi präsentiert, sicherlich wieder das neue Maß eines attraktiven Auftritts.

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