Weiterstadt - Skoda Octavia Scout 2.0 TDI: Ab ins Abseits

Skoda Octavia Scout 2.0 TDI: Ab ins Abseits

Von: Sabine Neumann
Letzte Aktualisierung:

Weiterstadt. Schneebedeckte Straßen, holprige Feldwege, tiefe Pfützen - mit dem Skoda Octavia Scout braucht man sich nicht zu scheuen, unwegsame Pfade unter die Räder zu nehmen. Da wird der auf dem Kombi basierende Wagen seinem Namenszusatz Scout voll und ganz gerecht.

Der Späher (Scout) trägt weder Unterfahrschutz noch die auffällige Beplankungen der Radhäuser sowie an den Flanken oder die mächtigen Stoßfänger aus reiner Zierde. Sie schützen den Lack vor Kratzern und Beschädigungen durch kleine aufspritzende Steinchen, wenn es ins Abseits geht.

Solche Ausfahrten ins - leichte - Gelände absolviert der Skoda dank seines serienmäßigen Allradantriebs leicht und locker. Während eine Haldex-5-Kupplung für die stufenlose Kraftverteilung zwischen den Achsen sorgt - im Normalfall wird die Vorderachse angetrieben - verhindert eine elektronische Differenzialsperre das Durchdrehen einzelner Räder. Eine Kombination, die auf angenehme Art und Weise Sicherheit gibt. Selbst beim Versuch, auf feuchtem Untergrund kräftig zu beschleunigen, bleibt das Auto unbeeindruckt in der Spur. Das gilt ebenso für die Fahrt auf trockener Straße.

Das 4x4-System harmoniert tadellos mit dem straffen, aber ausreichend komfortabel abgestimmten Fahrwerk. Der Scout liegt satt auf der Fahrbahn, reagiert direkt und vor allem präzise auf die Lenkanweisungen, zeigt sich ebenso souverän auf kurvigen Strecken wie auf der Reise über die Autobahn und filtert Stöße locker weg.

Locker auf Touren kommt auch der 150 PS starke Zweiliter-Diesel. Zwar löst der Vierzylinder bei Antritt und Durchzug trotz seines maximalen Drehmoments von 340 Umdrehungen zwischen 1.700 und 3.000 Touren keine Jubelstürme aus. Doch für Zustimmung reicht das Leistungsangebot allemal. Ebenso die Höchstgeschwindigkeit, die bei 207 Kilometern pro Stunde (Werksangabe) liegt.

Die serienmäßige Start-Stopp-Automatik sowie die Bremsenergierückgewinnung tragen dazu bei, den Verbrauch im Rahmen zu halten. Gut sieben Litern weist der Bordcomputer im Durchschnitt je 100 Kilometern aus, zwei Liter mehr als im Normzyklus (5,1 Liter) versprochen sind, aber akzeptabel.

Weniger schön sind die Fahrgeräusche. Dabei ist es nicht so sehr der Motor, der es ab etwa Tempo 140 notwendig macht, die Lautstärke am Radio etwas höher zu regeln. Vielmehr ist es eine Kombination aus Wind- und Abrollgeräuschen (in diesem Fall der Winterreifen), die störend wirkt. Das schmälert ein wenig die ansonsten guten Noten des Scout, der vor allem bei der Alltagstauglichkeit punktet.

Schon beim Einsteigen machen sich die 3,1 Zentimeter mehr an Bodenfreiheit positiv bemerkbar - mit einer kleinen Einschränkung: Die etwas breiteren Türholme bergen die Gefahr, sich die Hosenbeine zu beschmutzen.

Im Innenraum hat der Wagen dann die bekannt großzügigen Platzverhältnisse seiner „normalen“ Kombigeschwister. Selbst groß gewachsene Hinterbänkler müssen keine Sorge haben, dass ausreichend Raum für ihre Beine zur Verfügung steht oder der Kopf an den Himmel stößt.

Die Bedienung erklärt sich wie von selbst und für Gegenstände wie Flaschen, Handy, Schlüssel oder sonstigen Krimskrams gibt es ausreichend Stauraum. Das Kofferraumvolumen beträgt gute 610 Liter und lässt sich mit wenigen Handgriffen durch das Umlegen der hinteren Lehnen (im Verhältnis 60:40 geteilt) bis auf 1.740 Liter erweitern. Mit einer Nutzlast von 645 Kilogramm steht weder einem Großeinkauf noch einer Urlaubsreise etwas im Weg. Die niedrige Ladekante erfreut beim Ein- und Ausladen den Rücken. Und bei einer Anhängelast von zwei Tonnen bei zwölf Prozent Steigung darf auch der Pferdeanhänger samt Vierbeiner mit auf Reisen.

Neben den Skoda-typischen Helferlein an Bord wie dem in der Tankklappe untergebrachten Eiskratzer oder Schubkästen unter den Vordersitzen für die Warnwesten sorgt eine umfangreiche Ausstattung ab Werk für eine angenehme Fahrt von A nach B. 2.980 Euro Aufpreis kostet das Fahrerassistenzpaket Traveller, es umfasst ein Radio-Navigationssystem inklusive DAB+, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent sowie eine komfortable Telefonfreisprecheinrichtung mit Sprachbedienung und Verbindung über die Außenantenne.

Den Spaß, mit schier kindlicher Freude durch Pfützen zu preschen, gibt es bei einem Gesamtpreis von 41.727 Euro gratis dazu.

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