Skoda Kodiaq Style: Eine neue Größe

Von: amv
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Skoda Kodiaq
Innen wie außen folgt der Kodiaq dem Stil des Hauses, tadellos verarbeitet, zweckmäßig, unaufgeregt, inklusive der Skoda-üblichen Simply-Clever-Nettigkeiten wie Regenschirm oder Taschenlampe. Foto: Skoda

Weiterstadt. Der Wagen weckt Aufmerksamkeit, obwohl er weder ein exotisches Design noch andere Augenfälligkeiten aufweist. Kaum hat man den Skoda Kodiaq etwa vor einem Supermarkt in die Parklücke rangiert, steht auch schon jemand daneben, und die Fragerei beginnt. Das darf man wohl als ein Kompliment für Skodas ersten SUV betrachten.

Innen wie außen folgt der Kodiaq dem Stil des Hauses, tadellos verarbeitet, zweckmäßig, unaufgeregt, inklusive der Skoda-üblichen Simply-Clever-Nettigkeiten wie Regenschirm oder Taschenlampe. In der Ausstattungsversion Style gibt es gegen entsprechenden Aufpreis eine feine Leder-/Alcantara-Ausstattung. Bei Bedarf lassen sich mittels dritter Sitzreihe (Aufpreis: 750 Euro) sieben Personen unterbringen. Allerdings wird dieses Platzangebot nur Kindern gerecht und reduziert erheblich den Kofferraum.

Wird darauf verzichtet, genießen die drei Fondpassagiere einen fürstlichen Fußraum und reichlich Kopffreiheit ebenso. Überhaupt ist das Platzangebot in diesem Skoda mehr als üppig. Fahrer wie Beifahrer können sich den Sitz nach Belieben einstellen, ohne sich darum sorgen zu müssen, die Mitreisenden hinten einzuengen. Im Gepäckabteil verschwinden je nach Stellung der Rücksitzbank (verschiebbar) zwischen 650 Liter und maximal 2200 Liter.

Bis zu 2,5 Tonnen Anhängelast dürfen an den Haken. Für diffiziles Hänger-Rangieren gibt es einen Parkassistenten (1290 Euro), bekannt von VW. Die Kapitel Konnektivität und Multimedia hakt der Kodiaq zeitgemäß ab. Smartphone-Integration per Android Auto oder Apple CarPlay gehören ebenso zur Style-Ausstattung wie induktives Laden.

Der Zweiliter-Benziner (180 PS/320 Newtonmeter) sorgt bei Bedarf für zügiges Vorwärtskommen. Laut Werk ist der Standardsprint auf dem Stand auf Tempo 100 in acht Sekunden absolviert. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 210 Kilometer in Stunde. Doch diese Werte sind eher Nebensache. Wichtiger ist die unaufgeregte Art, mit der das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) dem Fahrer des Allradlers den Alltag versüßt.

Beim DSG kann der Fahrer zwischen dem Modus D und S wählen. Die optionale Fahrprofilauswahl Driving Mode Select erlaubt zudem eine spritsparende Freilaufunktion und steuert den Charakter des Kodiaq in vier Modi (Normal/Eco/Sport/Individual) sowie - bei den Allrad-Versionen - den Modus „Snow“, der ebenfalls die Arbeit von ABS, ASR, ESP und Motormanagement situationsgerecht justiert.

Unterwegs zeigt sich der Kodiaq als entspannter Partner, der seine Insassen selbst auf schlechten Straßen weitgehend von den Unzulänglichkeiten des Straßenbaus abschirmt. Die leichtgängige und präzise Lenkung gepaart mit einem guten Geradeauslauf gibt dem Fahrer das Gefühl, ein leicht und problemlos zu beherrschendes Fahrzeug zu steuern.

Dieser Gesamteindruck wird allenfalls in engen Parkbuchten eingetrübt. 4,70 Meter Fahrzeugläge und ein Wendekreis von über zwölf Meter fordern dann ihren Tribut, wobei mannigfaltige Elektronik und Bildschirmanzeigen den Menschen am Steuer hilfreich unterstützen.

Stress ist am Steuer des Kodiaq rasch ganz weit weg. Aber das hat seinen Preis. Statt 36.889 Euro stehen auf der Rechnung rasch 12.000 Euro mehr, wenn man sich Nettigkeiten wie elektrische Öffnung der Heckklappe (170 Euro), Spurhalte- und Spurwechselassistent (870 Euro) oder eine 230 Volt-Steckdose gönnt. Sicherlich viel Geld und offenkundig hat Skoda inzwischen die Aufpreisliste für sich entdeckt, aber der Kodiaq bietet auf überzeugende Weise Platz, Komfort und Sicherheit.


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