Skoda Fabia: Der Konkurrent im eigenen Haus

Von: amv
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Schon auf den ersten Blick zeigt die dritte Fabia-Generation, dass sie den Kinderschuhen entwachsen ist. Foto: dpa

Weiterstadt. Die Volkswagen-Tochter Skoda segelt auf Erfolgskurs. Bis Ende September haben die Zulassungszahlen um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Einen großen Anteil daran besitzt der Fabia. Von dieser Baureihe sind mittlerweile 3,5 Millionen Einheiten seit 1999 in Kundenhände gegangen. Ab Mitte November steht die dritte Generation bei den Händlern.

Sie sieht aus, als wäre sie in einen Jungbrunnen gefallen. Statt eher langweiligen Rundungen strahlt der Kleinwagen jetzt in knackiger Frische. Doch nicht nur die Optik hat an Attraktivität gewonnen.

Schon auf den ersten Blick zeigt die dritte Fabia-Generation, dass sie den Kinderschuhen entwachsen ist. Durch das um drei Zentimeter flachere Dach (1,46 Meter) und neun Zentimeter mehr Breite (1,73 Meter) bei nahezu gleichgebliebener Länge (3,99 Meter) steht der Viertürer satt auf der Straße. Mit präzise gezogenen Linien hat Chef-Designer Jozef Kaban dafür gesorgt, dass der Fabia kraftvoll und - vor allem - wertig wirkt. „Selbst bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis möchte kein Kunde mit einem Auto vorfahren, das billig aussieht“, begründet Kaban die hohe Qualität der Verarbeitung. Das ist auch im Innenraum zu erkennen.

Abgesehen von der VW-typischen Anmutung bietet der Tscheche aber vor allem erstaunlich viel Platz. Zwei 1,80-Meter große Männer können problemlos hintereinander sitzen. Trotz der geringeren Außenhöhe hat sich durch eine komplett neue Sitzanlage an der Kopffreiheit nichts geändert. An den schon in der Basisausstattung ordentlichen Polstern könnte man einzig die etwas kurzen Sitzauflagen kritisieren. Wirklich störend ist das aber nicht.

Das Ein- und Aussteigen gelingt aufgrund der großen Türausschnitte ebenso einfach, wie das Verstauen des Gepäcks. Die Ladekante ist mit 66 Zentimetern angenehm niedrig, die Durchlassbreite der Öffnung (1.098 Millimeter) hingegen so breit, dass man selbst sperrigere Gegenstände gut einladen kann. Das Ladeabteil fasst mit 330 Litern 15 Liter mehr als zuvor. Klappt man die Lehnen der Rücksitzbank um, bleibt eine Stufe. Aber, der Stauraum wächst auf 1.150 Liter. Die Nutzlast gibt Skoda mit bis zu 530 Kilogramm an. Hier kommt dem Fabia sein reduziertes Eigengewicht entgegen. Mit 1.050 Kilogramm ist er 65 Kilogramm leichter als der Vorgänger.

Ein Faktor, der ihm ebenso in Sachen Wirtschaftlichkeit einen Vorteil verschafft. Im Durchschnitt sind die Motoren um 15,2 Prozent sparsamer geworden, sagt Skoda-Vorstand Winfried Vahland. Sogar 17 Prozent sollen es beim Normverbrauch (3,1 Liter) des 1,4-Liter-Greenline-TDI (90 PS) sein. Er kommt im nächsten Frühjahr auf den Markt.

Insgesamt stehen sieben Aggregate zur Wahl. Die drei neuen Dreizylinder-1,4-Liter-Selbstzünder mit Turboaufladung sowie Direkteinspritzung bieten eine Leistung von 75 (ab Frühjahr 2015), 90 oder 105 PS (15.940/18.620 Euro). Zwei Einliter-Dreizylindern mit 60 oder 75 PS (11.790 Euro/12.490 Euro) sowie zwei aufgeladenen Direkteinspritzern mit 1,2 Litern Hubraum und 90 oder 110 PS (13.740 Euro/16.770 Euro) runden die Palette der Benziner ab.

Schon mit dem Einliter-Dreizylinder (60 PS) ist der Fabia für den Einsatz im urbanen Umfeld bestens gerüstet. Langstreckentauglich wird er mit dem 1,2-Liter-TSI (90 PS). Der Vierzylinder tönt zwar etwas rau, zeigt sich aber spritzig und agil bei den Fahrleistungen. Der leichtfüßige Antritt passt bestens zum gesamten Handling des Fabia. Bei Lenkung und Fahrwerk haben die Autobauer einen guten Job gemacht. Sehr direkt, eher sportlich und doch ausreichend komfortabel abgestimmt, kommen einerseits Unebenheiten des Straßenbelags kaum bei den Insassen an. Andererseits meistert der Wagen stabil und sicher schnell gefahrene Kurven oder Ausweichmanöver.

Für ein Plus an Sicherheit sorgt neben einem umfassenden Paket an passiven Maßnahmen der serienmäßige Multikollisionsbremsassistent, der das Fahrzeug nach einem Unfall automatisch abbremst, um eine Folgekollision zu vermeiden. Ab dem zweiten Ausstattungsniveau (plus 700 Euro) gehört das Frontradar-System mit City-Notbremsassistent zum Lieferumfang, das bei einem drohenden Auffahrunfall warnt und selbstständig bremst, falls der Fahrer nicht reagiert. Dem Wunsch, immer und überall erreichbar zu sein, kommt der Fabia mit dem sogenannten „Mirror Link“ entgegen, das eigene Smartphone wird mit dem Audiosystem gekoppelt.

Während für diese Technik 650 Euro extra auf der Rechnung stehen, gibt es diverse Simply-Clever-Lösungen serienmäßig. Zu diesen Annehmlichkeiten im automobilen Alltag gehören das höhen- und längsverstellbare Lenkrad, Fächer unter den Vordersitzen, Stauraum für 1,5-Liter-Flaschen in den Türen oder das große Handschuhfach und so praktischen Details wie Haken für Taschen im Kofferraum oder dem Eiskratzer in der Tankklappe. Das zeigt, dass der neue Fabia gut vorbereitet ist, den Erfolgskurs fortzuschreiben. Erst recht, wenn im Januar der Fabia Combi mit einem Kofferraumvolumen von mehr als 500 Litern die Modellreihe erweitert.


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