Showtime in Hollywood: Neuheiten der Automesse in Los Angeles

Von: Thomas Geiger, dpa
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Showtime in Hollywood - Neuheiten der Automesse in Los Angeles
Nachgeschärftes Sportcoupé: Der Porsche Panamera GTS leistet 316 kW/430 PS und wird mit mindestens 116 716 Euro deutlich teurer als das Basismodell. Foto: Thomas Geiger

Los Angeles. Für Autobauer heißt es derzeit wieder: Showtime in Hollywood. Auf der LA Motorshow präsentieren sie jede Menge Neuheiten. Die deutschen Hersteller fahren auf der Messe in Los Angeles ganz vorne mit.

Die Filmindustrie hat die Oscars, die Musikwelt die Grammy-Awards - und die Autobauer haben die LA Auto Show (Publikumstage: 18. bis 27. November). Nur einen Steinwurf entfernt von den Reichen, Schönen und Berühmten in Hollywood laden sie zu einer der wichtigsten Automessen auf dem bis vor kurzem noch größten Pkw-Markt der Welt. Und kurz vor dem Jahreswechsel geben sie dabei noch einmal richtig Gas.

In Kalifornien fahren die Autobauer aus Deutschland ganz vorne mit: Porsche zum Beispiel nutzt die Messe für die Premiere einer Sportversion des Panamera, der in den Straßen von Los Angeles fast so präsent ist wie bei uns ein VW Passat. Ab Frühjahr gibt es das viertürige Coupé als GTS mit 316 kW/430 PS, noch sportlicherem Design und strammer abgestimmten Fahrwerk. Dafür bittet Porsche die Kunden allerdings kräftig zur Kasse. Kostet der reguläre V8-Panamera mindestens 95.594 Euro, gibt es den GTS erst ab 116 716 Euro.

Noch mehr Dampf als der Panamera GTS hat die AMG-Version des Mercedes ML unter der Haube, die ebenfalls auf der LA Auto Show Premiere feiert. Sie kommt in der stärksten Variante auf 410 kW/557 PS und wird damit zum kräftigsten Serien-SUV in Deutschland. „Trotzdem haben wir den Verbrauch deutlich gesenkt”, betont AMG-Chef Ole Källenius und verspricht eine Spritersparnis von gut 30 Prozent.

Während Mercedes auf Downsizing setzt, schwören die Amerikaner weiter auf große Hubräume. Der Camaro ZL1, den Chevrolet als stärkstes Cabrio seiner Firmengeschichte anpreist, schöpft 432 kW/587 PS aus einem 6,2 Liter großen V8-Motor. Und der 478 kW/650 PS starke Mustang Shelby GT500 fährt mit einem 5,8 Liter großen V8. Dass es auch kleiner geht, zeigt etwa der Jaguar XKR-S, den es auf der Messe erstmals als Cabrio zu sehen gibt: Bei dem britischen Sportwagen reichen 5,0 Liter Hubraum für 404 kW/550 PS und Tempo 300.

Auf der LA Auto Show stehen aber nicht nur Luxuswagen für die gut betuchte Kundschaft Hollywoods, sondern auch eine ganze Reihe eher bürgerlicher Autos. So zeigt VW erstmals den aufgefrischten CC mit überarbeiteten Motoren und neuem Design. VW will mit dem sportlichen Ableger des Passat eigenen Angaben nach den Grundstein für eine neue Modellreihe legen. Bei Ford dreht sich alles um den neuen Escape, der als Kuga im nächsten Jahr mit mehr Platz und sparsameren Motoren auch nach Europa kommt. Und Honda präsentiert den Geländewagen CR-V, der bald gegen VW Tiguan und BMW X3 antreten soll.

Am Messestand von Subaru gibt es die seriennahe Studie des Sportcoupés BRZ zu sehen. Der Wagen teilt sich die Technik mit dem Nachfolger des Toyota Celica. Im nächsten Sommer soll das Coupé in den Handel kommen.

Viele der Modellneuheiten auf der US-Messe werden künftig auch in Europa zu haben sein - aber längst nicht alle. Denn ein automobiles Ungetüm wie der mehr als fünf Meter lange Infiniti JX oder eine Luxuslimousine wie der Cadillac XTS im Format der Mercedes S-Klasse mögen vielleicht in Beverly Hills oder Santa Monica gut ankommen. Bei Kunden in Berlin oder Sankt Augustin hätten sie dagegen kaum Chancen und werden deshalb gar nicht erst exportiert.
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