Seat Leon X-Perience 2.0 TDI: Ein bisschen im Abseits

Von: amv
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Seat Leon X-Periance
Mit der Allrad-Version X-Perience ordnet sich der Leon ein in die Reihe der immer beliebter werdender Kombis mit rustikalem Outfit. Foto: Seat/dpa

Weiterstadt. Seats Leon ST ist ein Beau unter den Kombis der kompakten Klasse. Dass es nicht um jeden Liter Ladevolumen geht, offenbart augenscheinlich die flach stehende Heckscheibe. Schönheit geht vor. Mit der Allrad-Version X-Perience ordnet sich der Leon ein in die Reihe der immer beliebter werdender Kombis mit rustikalem Outfit.

Stoßfänger in Aluminiumoptik, seitliche Kunststoffplanken, das Fahrwerk etwas höher gelegt - wer mag, kann sich etwas mehr Gelände zutrauen als den Schotterweg zum Biobauernhof. Ins eigentliche SUV-Segment will die spanische VW-Tochter Seat im kommenden Jahr einsteigen mit einem Modell in Tiguan-Größe. 

Beim Seat Leon X-Perience gelangen im normalen Fahrbetrieb die Motorkräfte zuvörderst auf die Vorderachse. Lässt dort die Traktion zu wünschen übrig, wird die Antriebskraft innerhalb weniger Millisekunden stufenlos nach hinten portioniert. Dabei kommt eine neu entwickelte Lamellenkupplung mit hydraulischer Betätigung samt elektronischer Regelung, eine Haldex-Kupplung der fünften Generation, zum Einsatz. Sie reagiert prompt auf alle erdenklichen Antriebseinflüsse. Der Mensch hinter dem Steuer bekommt von dem elektronischen und mechanischen Regelwerk wenig mit, allenfalls wenn es glitschig unter den Rädern wird. Insgesamt mutiert der Allradkombi mit seiner Technik zwar nicht wirklich zu einem Offroader. Aber er wühlt er sich problemlos durch leichtes Gelände, bietet bei rutschiger Fahrbahn zusätzliche Traktion und mit dem bisschen mehr an Bodenfreiheit (15 Millimeter) stoppen selbst tief ausgefahrene Feldwege, Schotter- oder Geröllpisten nicht die Fahrt. 

Für die Fortbewegung auf normalen Straßen offeriert der Leon eine straffe Abstimmung, ohne dass der Komfort allzu kurz kommt. Selbst grobe Unzulänglichkeiten des Straßenbaus werden weitgehend austariert. Reichlich Fahrspaß geben zudem die präzise Lenkung sowie die wirkungsvollen wie standfesten Bremsen.

Der 150 PS-starke Dieselmotor liefert zwischen 1750 und 3000 Umdrehungen ein Drehmoment 340 Newtonmeter (Nm). Entsprechend durchzugsstark lässt es sich auch schaltfaul fahren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 208 Kilometern pro Stunde (km/h). Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 wird in 8,7 Sekunden absolviert (Werksangaben). Dabei garniert der Leon seine Fahrleistungen mit einem erfreulichen Verbrauch. Mehr als 6,5 Liter zeigt der Bordcomputer selten als Durchschnittswert an. Anteil am Sparprogramm hat das Start-Stoppsystem. Der Berganfahrassistent und die Geschwindigkeitsregelanlage gehören ebenfalls zur Serienausstattung. Außerdem gibt es gegen Aufpreis (290 Euro) integrierte Assistenzsysteme bis hin zur automatischen Distanzregelung (ACC) mit Front Assist und Notbremsfunktion. 

Im direkten Vergleich zu den Frontantriebs-Brüdern präsentiert sich das Interieur etwas aufgewertet mit diversen schmückenden Applikationen. Gegen entsprechenden Aufpreis schafft eine braune Alcantara-Ausstattung (Aufpreis: 550 Euro) sogar einen Hauch von Luxus. Den Frontinsassen kommt ein in dieser Fahrzeugklasse hervorragendes Platzangebot zu Gute. Im Fond fällt das subjektive Raumgefühl gut aus. Zwei Erwachsene finden bequem Platz. Lediglich zu dritt wird es klassenüblich etwas enger. Der Fahrer sitzt vor einem funktional gestalteten Arbeitsplatz mit guter Verarbeitungsqualität und wird bei der Bedienung vor keine Rätsel gestellt. Ablagen gibt es vorne wie hinten ausreichend sowie zweckgerecht. 

Mit seinem Ladevolumen von 587 Liter zeigt sich der kompakte Kombi in diesem Kapitel konkurrenzfähig. Mit zwei Griffen fällt die geteilte Rückbank um. Das Ladevolumen wächst auf bis zu 1470 Liter. Außerdem gibt es einen variablen Kofferraumboden, mit dem man wahlweise den Stauraum vergrößern oder die Ladefläche einebnen und ein blickgeschütztes Fach im Souterrain schaffen kann. Dort kann bei Bedarf das Gepäckrollo deponiert werden. Für den Raumgewinn wurde bei unverändertem Radstand das Heck um 27 Zentimeter verlängert, spannend gezeichnet, muskulös geschnitten und gekonnt proportioniert. 

Der Leon X-Perience gehört in seinem Segment ohne Frage zu den dynamischsten Schlechtwege-Kombis im Angebot. Für die Basisausstattung des 2.0-TDI verlangt Seat 29.740 Euro. Mit diversen Schmankerln wie Digital-Radio und Soundsystem werden es schließlich 35.375 Euro. Allein 1190 Euro entfallen dabei auf die Voll-LED-Scheinwerfer.

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