Seat Leon ST Style 2.0: Kombi-Beau für viel Fahrspaß

Von: amv
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Weiterstadt. Seats Leon ST ist ein Beau unter den Kombis der Kompaktklasse und in der Top-Version mit Allradantrieb ein ausgesprochen sportlicher Vertreter seines Genres. Schon nach wenigen Kilometern wird klar, der 4Drive bietet spürbar mehr Traktion.

Dafür sorgt der modernste Allradantrieb aus den Regalen der Konzernmutter VW, das Haldex-System der fünften Generation. Zudem besitzt der Leon ST eine elektronisch geregelte Quersperre (XDS) an Vorder- und Hinterachse.

Damit bleibt er nicht nur auf rutschigem Untergrund überzeugend in der Spur, sondern bekommt in Kurven darüber hinaus eine Extraportion Drehmoment an die äußeren Räder geschickt, was dem Untersteuern effektiv entgegenwirkt. Bei normaler Fahrt bringt der Seat seine Motorleistung komplett an die Vorderachse. Wie auch immer - Dynamik-Liebhaber haben an dem stets agilen und spritzigen Handling ihre helle Freude, die allenfalls durch den Umstand getrübt wird, dass es nur ein manuelles Sechsganggetriebe gibt. Das verrichtet zwar seinen Dienst tadellos. Ein Doppelkupplungsgetriebe würde aber wohl besser zu dem sportlichen Charakter des Leon passen.

Das Fahrwerk wird der fahrdynamischen Art gerecht, ohne dass der Komfort allzu kurz kommt. Selbst grobe Unzulänglichkeiten des Straßenbaus werden weitgehend austariert. Reichlich Fahrspaß geben zudem die präzise Lenkung sowie die wirkungsvollen wie standfesten Bremsen.

Jenseits des Kapitels Fahrdynamik bietet der Leon ST 4drive das gesamte Sortiment an Annehmlichkeiten, die auch für alle anderen Varianten lieferbar sind. Empfehlenswert ist das Navigationssystem (690 Euro), inklusive Bluetooth-Freisprechanlage, Sprachsteuerung und Annäherungssensor. Eine Armada an Assistenzsystemen sorgt gegen entsprechende Zuzahlung für Sicherheit, etwa der aktive Tempomat samt City-Notbremsfunktion (560 Euro) oder die LED-Vollscheinwerfer (1190 Euro).

Optisch ist der Kombi fraglos gelungen. Dass es nicht um jeden Liter Ladevolumen geht, offenbart die flach stehende Heckscheibe. Schönheit geht vor. Mit seinem Ladevolumen von 587 Liter ist er allerdings in diesem Kapitel durchaus konkurrenzfähig. Mit zwei Griffen fällt die geteilte Rückbank um. Das Ladevolumen wächst auf bis zu 1.470 Liter. Außerdem gibt es einen variablen Kofferraumboden, mit dem man wahlweise den Stauraum vergrößern oder die Ladefläche einebnen und ein blickgeschütztes Fach im Souterrain schaffen kann. Dort kann bei Bedarf das Gepäckrollo deponiert werden. Für den Raumgewinn wurde bei unverändertem Radstand das Heck um 27 Zentimeter verlängert, spannend gezeichnet, muskulös geschnitten und gekonnt proportioniert.

Der 2.0-Vierzylinder-Diesel leistet 150 PS. Viel bemerkenswerter ist jedoch das zwischen 1750 und 3000 Umdrehungen anliegende Drehmoment (340 Newtonmeter). So kann von Leistungsschwäche nicht die Rede sein und der Leon wird auch in diesem Kapitel seinem sportlichen Anspruch gerecht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 211 Kilometern pro Stunde (km/h). Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 wird in 8,7 Sekunden absolviert (Werksangaben). Dabei garniert der Leon seine Fahrleistungen mit einem erfreulichen Verbrauch. Mehr als sechs Liter zeigt der Bordcomputer selten als Durchschnittswert an. Anteil daran hat das Start-Stoppsystem.

Bei der Verarbeitung hat der Leon der dritten Generation sicht- und spürbar zugelegt. Doch ganz so hochklassig wie das Interieur eines Audi A3 etwa mutet das Innenleben des Leon - noch - nicht an. Der Fahrer findet einen funktional gestalteten Arbeitsplatz vor und wird bei der Bedienung vor keine Rätsel gestellt. Den Frontinsassen kommt ein in dieser Fahrzeugklasse hervorragendes Platzangebot zu Gute. Die Sitze vorne überzeugen durch Halt ebenso wie durch Langstreckenkomfort. Fondpassagiere können ebenfalls nicht klagen. Lediglich zu dritt wird es klassenüblich etwas enger. Ablagen gibt es vorne wie hinten ausreichend sowie zweckgerecht.

Mit der Allrad-Variante bietet die Leon-Baureihe ohne Frage eine interessante Alternative. Ob das Plus an Fahrdynamik und -sicherheit einem rund 2000 Euro mehr wert sind, muss man wohl selbst erfahren.

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