Seat Ibiza ST Sport 1.6 TDI: Quirliger Lifestyle-Kombi

Von: Norbert Michulsky, dapd
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Der Seat Ibiza ist eines der ältesten Modelle der spanischen VW-Tochter auf deutschen Straßen und hat seit 1984 eine große Wandlung durchgemacht. Vom unauffälligen Kleinwagen mit teils lausiger Qualität mauserte er sich zu einem attraktiv gestylten, quirligen Flitzer und als fünftürige Kombilimousine ST stellt er zudem Ladequalitäten für die Kite-Ausrüstung oder den Kinderwagen unter Beweis. Foto: dpa

Weiterstadt. Der Seat Ibiza ist eines der ältesten Modelle der spanischen VW-Tochter auf deutschen Straßen und hat seit 1984 eine große Wandlung durchgemacht. Vom unauffälligen Kleinwagen mit teils lausiger Qualität mauserte er sich zu einem attraktiv gestylten, quirligen Flitzer und als fünftürige Kombilimousine ST stellt er zudem Ladequalitäten für die Kite-Ausrüstung oder den Kinderwagen unter Beweis.

Die Mischung kommt vor allem wohl bei einem jüngeren Publikum an. So kann sich das Modell über die Kundschaft mit dem wohl geringsten Altersdurchschnitt freuen. Die wiederum erwirbt einen properen Kleinkombi mit guten Fahrleistungen, moderatem Dieseldurst und fahrdynamisch-betontem Fahrwerk.

Das Kürzel ST steht für den um 18 Zentimeter längeren „Sports Tourer”. Er misst mithin 4,23 Meter, der Laderaum fasst 430 Liter Gepäck und ist damit rund eineinhalbmal so groß wie beim Schrägheckmodell. Mit zwei Handgriffen lassen sich die asymmetrisch geteilten Rücklehnen nach vorne klappen.

Es öffnet sich der für einen Kleinwagen bemerkenswerte Stauraum von 775 Litern, gemessen bis zur Fensterunterkante. Dank einer großen Ladeöffnung lässt sich der Gepäckraum gut nutzen. Die Ladekante ist erfreulich niedrig, aber bei umgelegten Rückbanklehnen bleibt eine kleine Stufe. Für kleinere Utensilien fehlen Netze oder Fächer.

Sichtbar bessere Qualität

Das äußere Design macht was her. Das Dach ist weit nach hinten gespannt, der hintere Überhang geschickt ins Gesamtdesign integriert und die gestreckte Seitenlinie lässt die Proportionen großzügig wirken.

Das Heck bekam durch die zweigeteilten Leuchten einen eigenen und unverwechselbaren Ausdruck. Augenfällig sind Seats Bemühungen um gesteigerte Qualität, die beispielsweise an den gleichmäßigen und geringen Spaltmaßen offenbar wird.

Dieser Fortschritt zeigt sich auch im Innenraum. Dort bietet der kleine Kombi eine einfach zu handhabende Bedienung, ausreichend Ablagemöglichkeiten für Getränkeflaschen samt allerlei Kleinkram sowie einen flott gestylten Arbeitsplatz für den Menschen hinter dem Steuer.

Er und sein Beifahrer finden im ST ausreichend dimensionierte und straffe Sitze mit Langstreckenkomfort. Im Fond geht es nicht ganz so komfortabel zu. Der Mittelsitz dort ist eher eine Lösung für Transportnotfälle.

Der Komfort kommt nicht zu kurz

Seat versteht sich als sportliche Marke und entsprechend ist ein Fahrwerk im Einsatz, das klar in Richtung straff tendiert, aber den Komfort nicht zu kurz kommen lässt.

Der Fronttriebler bietet ein hohes Maß an Fahrspaß und bleibt selbst bei höheren Geschwindigkeiten gelassen. Unterstützt wird der positive Eindruck durch eine leichtgängige, mitteilsame Lenkung und sauber dosierbare Bremse.

Das leicht zu schaltende Getriebe unterstützt den Chauffeur bei einer dynamischen Fahrweise. Die präzise Schaltung mit kurzen Wegen bereitet Freude. Ebenso der Vierzylinder-Turbodiesel. Dessen 105 PS sind durchaus ausreichend, um das schicke Transporttalent angemessen zu bewegen.
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