Scheinwerfer-Reinigungsanlage darf nicht abgeschaltet werden

Von: dapd
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Bonn. Eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage ist bei Schmuddelwetter eine feine Sache. Sie hält die Abschlussscheibe der Scheinwerfer sauber und sorgt dadurch für eine optimale Reichweite des Lichts.

Weil Schmutz auch die optischen Eigenschaften stört und dadurch Blendung erzeugt, sind die manchmal auch scherzhaft „Dusche” genannten Reiniger wichtig für die Verkehrssicherheit.

„Es gibt aber Autofahrer, die eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage nervt”, sagt Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe in Bonn. „Sie verbraucht schließlich Wasser und Frostschutz. Beides will nachgefüllt sein.”

Doch die Anlage sollte nicht einfach abgeklemmt oder deaktiviert werden. „Eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage wird in aller Regel zusammen mit Xenon-Licht eingebaut. Und zwar nicht freiwillig, sondern, weil das so vorgeschrieben ist”, erläutert Köster.

Ein Abschalten der Anlage - beispielsweise durch einen Software-Eingriff - ist schlicht verboten. Streng juristisch gesehen erlischt sogar die Betriebserlaubnis. Spielt bei einem Unfall die Blendung des Gegenverkehrs eine Rolle, könnten Juristen zumindest eine grobe Fahrlässigkeit konstruieren. Probleme bekommen Fahrer oder Halter auch bei der Hauptuntersuchung.

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