Restalkohol am Neujahrsmorgen kann den Führerschein kosten

Von: amv
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Polizeikontrolle
Bereits ab 0,3 Promille können Führerscheinentzug, Punkte und ein Bußgeld drohen.

Erfurt. Nach promillereichen Feiern wie zu Silvester wird Restalkohol oftmals unterschätzt. Wer am nächsten Morgen mit dem Fahrzeug unterwegs sein will, sollte bei aller Feierlaune seinen Alkoholkonsum zu bedenken. „Ansonsten kann die Neujahrsfahrt mit einem Fahrverbot enden“, gibt Don DeVol, Verkehrspsychologe beim TÜV Thüringen in Erfurt zu bedenken.

Was vielen nicht bewusst ist, der Alkoholabbau dauert wesentlich länger als der Aufbau. „Ein gesunder, durchschnittlich schwerer Mann baut pro Stunde zirka 0,1 bis 0,15 Promille Alkohol ab. Bei Frauen liegt der Alkoholabbau etwas unter diesem Wert“, erläutert Don DeVol: „Das bedeutet, dass nach einer lang ausgedehnten Party durchaus am nächsten Morgen auch nach acht Stunden Schlaf immer noch eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit vorliegen und der Blutalkoholspiegel über der 0,5-Promillegrenze liegen kann.“ Die Fahrerlaubnis wäre dann für mindestens einen Monat weg. Bei einer auffälligen Fahrweise, beziehungsweise der Beteiligung an einem Unfall, würden bereits 0,3 Promille Blutalkohol für Fahrverbot, Punkte sowie Geldstrafe ausreichen.

Laut aktuellem Bußgeldkatalog drohen bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,25 Milligramm/Liter (mg/l) und mehr ein Fahrverbot von einem Monat, zusätzlich 500 Euro Bußgeld sowie zwei Punkte für Ersttäter. Auf Wiederholungstäter kommen 1000 Euro beim zweiten Mal und 1500 Euro bei der dritten Auffälligkeit zu. Außerdem müssen diese mit drei Monaten Fahrverbot sowie zwei Punkten im Flensburger Fahreignungsregister rechnen.

Wer unter Alkoholeinfluss eine Straßenverkehrsgefährdung begeht - das ist in der Regel ab einem Alkoholpegel von über 1,1 Promille im Blut der Fall - dem drohen verschärfte Strafen mit drei Punkten im Fahreignungsregister, dem Entzug der Fahrerlaubnis sowie einer Geldstrafe von bis zu 3000 Euro oder Freiheitsentzug. Für Fahranfänger in der Probezeit gilt ebenso zu Silvester und am Neujahrsmorgen die strikte Einhaltung der Null-Promillegrenze. Sollten diese auch mit geringen Alkoholkonzentrationen unter 0,3 Promille mit dem Auto erwischt werden, sieht der Bußgeldkatalog einen Punkt sowie 250 Euro Bußgeld vor.

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