Renault Mégane Grandtour: Für die lange Fahrt

Von: Norbert Michulsky
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Renault hat mit dem Mégane Grandtour einen überzeugenden Kombi auf den Markt gebracht. Foto: dpa

Brühl. Mit dem Mégane Grandtour bietet Renault in der Reihe der kompakten Kombis ein Fahrzeug an, das sich wohltuend mit designerischen Einerlei dieser Fahrzeugklasse abhebt. In den Kapiteln Fahrtechnik und -komfort bietet der Kombi alles, was seinem Namen nach eine große Tour versüßt.

Von seinem fünftürigen Pendant hat er das schicke Design übernommen. Mit einer Fahrzeughöhe von 1,45 Zentimetern sowie einer leicht abfallenden Dachlinie wirkt der Grandtour durchaus elegant. Von Stoßstange zu Stoßstange wuchs die Modellvariante um knapp sieben Zentimeter auf 4,63 Meter.

Das Plus an Raum kommt vor allem den Fondpassagieren zu Gute. Wie auf den vorderen Sitzen gibt es im Fond reichlich Raum und Bewegungsfreiheit. Das Ladevolumen beträgt je nach Stellung der Rücksitzlehnen - praktischerweise per Hebelzug umzulegen - zwischen 521 und 1586 Liter. In der fünfsitzigen Konfiguration beträgt dann die Ladelänge 1,75 Meter. Es geht noch mehr: wird die Rückenlehne des Beifahrersitzes gekippt, lassen sich Gegenstände von einer Länge bis zu 2,70 Meter hineinhieven.

Damit Koffer, Taschen oder Kisten unterwegs nicht ein unerwünschtes Eigenleben führen, kann man den doppelten Ladeboden als Raumteiler einsetzen. Die Ladekante für das Gepäckabteil erweist sich als angenehm (60 Zentimeter) niedrig, ebenso die weit aufschwingende Heckklappe. Leider gibt es die nicht elektrisch betrieben.

Das Interieur präsentiert sich aufgeräumt und übersichtlich, mit einer ansprechenden Zusammenstellung sowie Verarbeitung der diversen Materialien. Bei den Feinheiten der Einstellungsmöglichkeiten über den mittig platzierten, vertikalen Bildschirm (8,7 Zoll) muss man eine Einarbeitung einkalkulieren. Der Mégane bietet da ein breites Programm vom Einsatz diverser Sicherheits- und Komfortsysteme, bis zur Wahl des Ambientelichts, des gewünschten Fahrmodus oder der Sitz-Massage.

Als angenehm unterwegs erweist sich das Head-up-Display, dass den abschweifenden Blick zu Tacho erübrigt. Das alles hat natürlich seinen Preis. 28.690 Euro möchte Renault für die Basisvariante mit Reihenvierzylinder-Diesel (110 PS) bekommen. In der umfangreich ausgestatteten Bose-Edition sollen es 33.540 Euro sein, aber diverse Angebote im Internet sprechen da eine andere Sprache.

Der 1,5-Liter-Diesel (Euro 6b) des Fronttrieblers zeigt sich im Zusammenarbeit mit dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe sowohl auf kurzen Etappen wie auf langen Strecken als angenehme Motorisierung. Überbordendes Temperament darf man nicht erwarten. So es sein soll, beträgt die Spitzengeschwindigkeit 188 Kilometer pro Stunde (km/h). Der Sprint aus dem Stand wird laut Werk in 12,7 Sekunden absolviert. Die Verbrauchsanzeige des Bordcomputer weist durchschnittlich 6,2 Liter je 100 Kilometer aus.  


Das Fahrverhalten ist über einen weiten Bereich narrensicher und eher komfortbetont, bevor im Grenzbereich die Elektronik das lebendige Heck einbremst. Die Lenkung vermittelt ein angenehmes Gefühl. Der Kombi lässt sich ebenso genau wie entspannt steuern. Je nach Wunsch lassen sich die Lenkkräfte entsprechend der Fahrsituation über den Fahrmodus-Schalter (Multi Sense) in drei Stufen variieren.

Wer einen optisch etwas anderen Kombi sucht, gleichwohl aber Wert auf praktischen Nutzen legt, sollte sich den Mégane genauer ansehen. Seine Qualitäten garniert Renault zudem mit einer fünfjährigen Garantie.


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