Reifenwechsel oder ganzjährig Winterreifen?

Von: rd
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Reifen
Foto: Dirk Vorderstraße / Flickr / CC BY 2.0

Berlin. Allmählich kündigt sich der Frühling an. Die Sonne blitzt ab und zu hervor und das Thermometer zeigt endlich Temperaturen jenseits der null Grad an. Das bedeutet auch, dass sich die Autofahrer Gedanken um neue Sommerreifen machen sollten.

Zwar ist es in Deutschland durchaus erlaubt, Winterreifen ganzjährig zu nutzen, doch Experten raten davon ab.

Die optimale Zeit, um Reifen zu wechseln

Wie schnell ein halbes Jahr vergeht, bemerken Autofahrer vor allem dann, wenn es schon wieder Zeit ist, die Reifen zu wechseln. Eine Volksweisheit besagt, dass Winterreifen von O bis O, also von Ostern bis Oktober, gefahren werden sollten. Manche Fahrer nehmen den Wechsel allerdings schon vor, sobald das Thermometer höhere Temperaturen im zweistelligen Bereich anzeigt.

Doch man sollte darauf achten, die Reifen nicht zu frühzeitig zu wechseln, denn am Abend oder in der Nacht sinken die Temperaturen auch im Frühling mitunter gen null. Deshalb sollten die Sommerreifen lieber zu spät als zu früh aufgezogen werden.

Wer dem Stress des Reifenwechsels entgehen möchte, sollte darüber nachdenken, sich Ganzjahresreifen wie beispielsweise von Tirendo anzuschaffen. So erspart man sich den alljährlichen Wechsel und damit Zeit und Mühe. Theoretisch ist es zwar erlaubt, auch das ganze Jahr über Winterreifen zu nutzen, doch bei warmen Wetter fährt man mit Sommer- oder Ganzjahresreifen deutlich sicherer.

Vorteile von Sommerreifen

Wer Winterreifen auch noch in den heißen Sommermonaten fährt, riskiert schnelleren Verschleiß und hat längere Bremswege, was letztlich auch die Unfallgefahr erhöht. Nicht ohne Grund gibt es Sommer- und Winterreifen: Die zwei Reifenarten unterscheiden sich in Gummimischung und Profil und sind perfekt auf die jeweilige jahreszeitliche Witterung abgestimmt.

Das Material des Sommerreifens ist beispielsweise härter als das des Winterreifens, der Kautschukanteil ist dementsprechend geringer. Ansonsten würde das Material bei hohen Temperaturen weich werden und der Autofahrer hätte Probleme beim Bremsen und in den Kurven.

Verlängerung des Bremsweges und Probleme in den Kurven

Bei Temperaturen ab 20 Grad erhitzt sich die Gummimischung des Winterreifens auf dem Asphalt und weicht auf, wodurch sich der Bremsweg deutlich verlängert. Bei trockenen Straßen und warmen Wetter ist der Bremsweg bei Tempo 100 mit Winterreifen etwa 8 bis 16 Meter länger als mit Sommerreifen. Problematisch wird es außerdem, wenn man mit Winterreifen die Kurven präzise nehmen möchte.

Auch hier ist das Gummi zu weich, der Winterreifen kann nicht gegen die Fliehkraft anarbeiten und die Kurve nicht halten, was zu einem hohen Verschleiß des Reifens führt. Der Sommerreifen ist hingegen perfekt für warme Temperaturen angepasst. Wenn die Fahrbahn sehr heiß und trocken oder auch nass ist, bieten Sommerreifen kürzere Bremswege und eine bessere Straßenhaftung. Denn sie verfügen über gröbere Profilblöcke als die Winterreifen mit mehreren Längsrillen.

So wird auch bei regennassen Straßen Aquaplaning verhindert. Die Tiefe des Profils sollte mindestens 1,6 Millimeter betragen, empfehlenswert sind aber 3 Millimeter bei Sommerreifen und 4 Millimeter bei Winterreifen.

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