Schwalbach - Range Rover Sport 3.0 HSE Dynamic: Souveräne Sportlichkeit

Range Rover Sport 3.0 HSE Dynamic: Souveräne Sportlichkeit

Von: amv
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Schwalbach. Seinem Namenszusatz „Sport“ wird der Range Rover 3.0 SDV6 mit dem Sechszylinder-Diesel und dessen 292 PS absolut gerecht. Maximal Tempo 222 und ein Sprintwert von 7,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) dürften selbst der leistungsverwöhnten Klientel der Luxus-SUV-Klasse reichen.

Der 339 PS starke Achtzylinder-Diesel-Sport beispielsweise bietet nur unwesentlich bessere Werte. Grundsätzlich stellt sich in dieser Klasse der automobilen Dickschiffe sowieso die Frage, was der Begriff Sportlichkeit dort verloren hat. Statt Sport wäre beim Range Rover der Begriff Tourer treffender. Aber mit Blick auf die Dynamik-betonte Konkurrenz aus Süddeutschland mochte man wohl schon rein begrifflich nicht hinten anstehen.

Lange dominierte beim Design der Modelle des britischen Offroad-Spezialisten der rechte Winkel, waren die Fahrzeuge eine in Blech gestylte Absage an sportliche Ambitionen. Das ist vorbei. Aus dem etwas verstaubten Landlord-Image wurde der Range Rover Sport, und der kommt nun stylisch, elegant und zugleich british-cool daher. Mit vergleichsweise langem hinteren Überhang und dem geneigten Frontgrill wirkt der sportlichste Range Rover schon im Stand wesentlich dynamischer als der große Bruder. Natürlich kommt der Sport unternehmenstypisch auch im Gelände klar. Doch keine Frage, gebaut wurde er für die Straße.

Unter dem Blech des Range Rover findet sich die aufwändige Terrain-Response-System. Die Elektronik ist ständig aktiv und bietet kontinuierliche Vorteile für Traktion und Fahrverhalten. Die Wahl eines der verschiedenen Spezialprogramme bietet weitere Vorteile für bestimmte Fahrbedingungen. Das System modifiziert die Fahrzeugeinstellungen so, dass sie optimal den vorherrschenden Fahrbedingungen angepasst werden.

Allerdings wurden die elektronischen Helfer und Fahrwerkskomponenten in diesem Fall mehr für die Straße justiert. Weder Federung noch Dämpfung zeigen Schwächen. Die leichtgängige, aber genaue Lenkung vermittelt guten Bodenkontakt. Im Grenzbereich schiebt der Sport-Range gut beherrschbar über die Vorderräder, bevor die elektronische Stabilitätskontrolle fahrerischem Übermut die Grenzen zeigt. Das Drehmoment (600 Newtonmeter) des Sechszylinders ist ein kinetisches Erlebnis der besonderen Art und treibt den schweren Allradler hurtig vorwärts. Die Achtgangautomatik bietet auch ohne fahrerisches Zutun stets die passende Fahrstufe. Die Bremse lässt sich fein dosieren und packt im Bedarfsfall kräftig zu.

Als Durchschnittsverbrauch zeigt der Bordcomputer Werte um zehn Liter je 100 Kilometer an. Das ist akzeptabel. Offroad-Angaben wie Böschungswinkel (vorne 31 Grad) oder Watttiefe (850 Millimeter) werden wohl die wenigsten Sport-Fahrer interessieren. Mehr Realitätsbezug besitzt die Angabe des Wendekreises: 12,1 Meter. Da heißt es im Citygewühl schon mal kurbeln und auch die Fahrzeugbreite (2,22 Meter) will einkalkuliert sein.

Im Innenraum setzt sich das neue britische Stilverständnis konsequent fort. Eingebettet in edle Materialien, Leder, Leuchtmetall und Holz herrscht ein komfortables Lounge-Ambiente, makellos zusammengefügt. In ihr findet sich der Fahrer ohne großes Studium der Gebrauchsanleitung zurecht. Die Bedienung des Sport geht leicht von der Hand. Etwas aus der Zeit gefallen ist allerdings das Navigationssystem. Die Sitze sind makellos. Neben der breiten Mittelkonsole und der integrierten Armauflage hat jeder Vordersitz noch eine individuelle Armlehne. Insgesamt fünf Erwachsene haben ausreichend Platz. Allerdings, so wuchtig das Auto von außen wirkt, so normal ist er von innen. Da kann es dann für großgewachsene Zeitgenossen über dem Kopf schon mal eng werden.

Der Range Rover Sport ist ein automobiles Statement und verrät viel über seinen Besitzer. Auch, dass er sich den Kaufpreis von 77.700 Euro anscheinend leisten kann und mehr. Denn in der Preisliste lauern noch zahlreiche weitere Ausstattungsmöglichkeiten von "Premium-Teppichmatten" (200 Euro) bis hin zu einem 825 Watt starken Soundsystem (1400 Euro). So summieren sich am Ende bei der Testwagen-Version 90.430 Euro und bestätigen die Erfahrung, dass Range-Rover-Fahren schon immer ein etwas teureres Vergnügen war.


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