Range Rover Evoque TD4 SE: Gezielt verfeinert

Von: amv
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Land Rover Evoque
Der Range Rover Evoque fährt im boomenden Terrain der kompakten SUVs als eine erfrischende Alternative. Foto: Land Rover

Kronenberg. Seit seiner Premiere Ende 2011 ist der Range Rover Evoque das meistverkaufte Modell der Marke. Nach einem Facelift soll nun die Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden. Das charakteristische Design blieb dabei weitgehend unangetastet. Zu erkennen gibt sich der überarbeitete Evoque primär an höher positionierten sowie technisch aktualisierten neuen Leuchteinheiten samt einem neu gestalteten Kühler.

Die unverkennbare Linienführung des kompakten SUV ist zweifelslos attraktiv, besitzt aber im täglichen Einsatz den Makel geringer Übersichtlichkeit vom Fahrersitz aus. Die lange Motorhaube sowie das kleine Heckfenster lassen nahestehende Hindernisse verschwinden. Heckkamera sowie Parkpiepser sind mithin Pflicht. Die vergleichsweise kleinen Seitenscheiben verhindern zudem, dass man sich in einer erhabenen Sitzpostion fühlt wie etwa bei den größeren Modellbrüdern. Vor allem im Fond muss man der nach hinten abfallenden Dachlinie Tribut zollen.

Geschmackvolle Materialwahl, eine grundsolide Verarbeitung sowie Funktionalität charakterisieren den Innenraum. Zahlreiche Einstellungen werden über das Infotainment-System gesteuert, das mit der Modellpflege spürbar an Logik gewonnen hat. Allerdings, bei ungünstigen Sichtverhältnissen sind Display aber auch die Rundinstrumenten schlecht ablesbar. Die Konnektivität zu Smartphones gestaltet sich leicht und zuverlässig.

Das sogenannte InControl-System verfügt über ein acht Zoll großes Touchdisplay und lässt sich analog einem modernen Smartphone bedienen. Volle Smartphone-Integration, Echtzeit-Verkehrsinformationen mit Stauprognosen samt Umleitungsempfehlungen stehen zur Verfügung. Mit einer kostenlosen App für iOS und Android lassen sich Smartphone-Anwendungen direkt in das System einblenden.

Die wichtigste Neuerung stellen die Vollaluminium-Diesel der Ingenium-Reihe dar. Ausgerüstet mit einem 150 PS-Diesel samt manuellem Sechsganggetriebe erweist sich der Range Rover Evoque SE (Basispreis 44.400 Euro/Testwagenpreis 52.030 Euro) als munterer Begleiter. 10,8 Sekunden nennt der Hersteller für den Sprint auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) sowie ein Toptempo von 200 km/h. Dabei signalisiert der Bordcomputer Verbrauchswerte um 7,5 Liter. Da das volle Drehmoment (381 Newtonmeter) bereits ab 1750 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht, lässt es sich souverän cruisen.

Gezielte Feinarbeit macht sich auch am Fahrwerk bemerkbar. Trotz fahrspaß-fördernder Agilität - allerdings mit merklicher Karosserie-Neigung in flotten Kurven -bleibt der Komfort nicht auf der Strecke. Das Thema Geländetauglichkeit kann man schnell abhaken. Wohl niemand wird mit dem Designerstück Schlammschlachten absolvieren. Entsprechend bleiben Böschungs- oder Rampelwinkel eher theoretische Kennziffern aus dem Kapitel „Wenn es unbedingt sein muss“.

Serienmäßig verfügt der Evoque über einen permanenten Allradantrieb sowie ein effizientes Steuerungssystem für Motor, Getriebe und Bremsen. Per Knopfdruck sind vier Geländefahrprogramme wählbar, wenn es über Stock und Stein oder durch Schnee gehen soll. Den Rest erledigt der Antrieb selbsttätig, der Evoque macht seiner Herkunft alle Ehre.

Der Range Rover Evoque fährt im boomenden Terrain der kompakten SUVs als eine erfrischende Alternative. Der hohe Preis, der angesichts der langen Ausstattungsliste problemlos noch getoppt werden kann, bewegt sich auf dem Niveau der noblen Konkurrenz aus Süddeutschland. Technik und Fahrverhalten ebenso, sein Styling macht ihn zu einem Solitär.

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