München - Radfahrer: Gefahr bei voller Dröhnung

Radfahrer: Gefahr bei voller Dröhnung

Von: nom
Letzte Aktualisierung:
Musik beim Radfahren Fahrradfaher Verkehr Symbolbild: dpa
Die Gefahren, die durch Musik hören beim Fahrradfahren entstehen können, sind vielen nicht in vollem Maße bewusst.

München. Viele junge Radfahrer tragen auf dem Weg zur Schule oder Uni Kopfhörer oder Ohrstöpsel und können daher nur sehr eingeschränkt das Verkehrsgeschehen wahrnehmen. Das hat der ADAC in München bei einer groß angelegten Aktion in mehreren deutschen Städten herausgefunden.

Von mehr als 7.300 beobachteten Schülern und Studenten ließen sich knapp 700 über Kopfhörer beschallen. Damit verhindert fast jeder zehnte junge Radfahrer, dass relevante Verkehrsgeräusche vollständig zu ihm durchdringen. „Verkehrssituationen können so schwerer eingeschätzt, angemessene Reaktionen verzögert oder gar verhindert werden“, nennt ADAC-Sprecher Andreas Hölzel die Gefahren.
 
Daneben hat der ADAC überprüft, wie viele Radfahren mit ihrem Smartphone beschäftigt sind. Diese Zahl ist mit fast 160 deutlich geringer, zeigt aber, dass viele junge Menschen die Gefahr durch Ablenkung eklatant unterschätzen, meint der ADAC-Sprecher. Zudem gilt mit der inzwischen wirksamen Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO): werden Radler mit dem Mobiltelefon in der Hand ertappt, müssen sie 55 Euro statt wie zuvor 25 Euro Bußgeld zahlen.
 
Was viele Verkehrsteilnehmer anscheinende nicht wissen: Der Paragraf (§) 23 Abs. 1 der StVO verbietet die Beeinträchtigung des Gehörs, etwa durch laute Musik. Wer von der Polizei erwischt wird, muss mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro rechnen.

Kommt es aufgrund der lauten Musik und der verzögerten Reaktion zu einem Unfall, muss der Radfahrer für die Folgen mithaften. „Strafbar kann sich ein Radfahrer dann machen, wenn es durch die musikalische Beschallung zu einem Unfall kommt, bei dem sich ein anderer verletzt“, ergänzt Hölzel.
 

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