PS-Rennen im deutschen Automarkt kommt zum Stillstand

Von: amv
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Automobilbegeisterte bewundern auf der IAA die neuesten Modelle der Hersteller. Foto: dpa

Duisburg. Die PS-Zahl der in Deutschland verkauften Neuwagen scheint sich kaum mehr nach oben zu entwickeln. Das zeigt eine Analyse der Pkw-Neuwagenzulassungen, vorgenommen vom Center Automotive Research (Car) an der Universität Duisburg-Essen. So hatte der Durchschnitts-Neuwagen in den ersten neun Monaten diesen Jahres eine Motorleistung von 137 PS, so wie im Vorjahr.

„Der Anstieg der PS-Zahlen hat sich sehr deutlich verlangsamt und scheint eine Obergrenze zu erreichen“, erläutert CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer.

Seit dem Jahr 1995 ist die PS-Zahl der in Deutschland verkauften Neuwagen fortlaufend gestiegen, bei einem Durchschnitts-Neuwagen von 95 PS auf derzeit 137 PS. „Dies ist gegenüber dem Jahr 1995 ein Zuwachs von 42 PS oder 45 Prozent“, verdeutlicht Dudenhöffer. Zwar ist es laut dem Branchenkenner auch vor dem Hintergrund der CO2-Auflagen der EU gelungen, den Zielkonflikt zwischen steigenden PS-Zahlen und dem CO2-Verbrauch zu entschärfen. „Aber um weitere Einsparungen zu erreichen, müssen die Fahrzeuge leichter und mit noch modernerer Energiespartechnik ausgerüstet werden.

Das bremst auch das PS-Rennen der Autobauer ein“, sagt Dudenhöffer. Laut der CAR-Analyse kommen die Importeure mit deutlich weniger Pferdestärken auf den Markt. Durchschnittlich sind es 117 PS. Deutsche Autobauer (Audi, BMW, Mercedes, Porsche, Ford, Opel, VW) statten ihre Neuwagen derzeit mit 150 PS im Durchschnitt aus. Spitzenreiter im PS-Angebot bleibt Porsche, dessen Neuwagen im Durchschnitt 341 PS leisten. Das ist ein Plus von 19 PS oder sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr, rechnen die CAR-Marktbeobachter vor. Die Neuwagen von BMW, Audi und Mercedes haben demgegenüber keine Steigerungen bei ihren PS-Zahlen im Jahr 2013 aufgewiesen.

In dem Abrüstungsprozess sieht Dudenhöffer keine Nachteile: „Strengere EU-Vorschriften, wie etwa die für das Jahr 2020 angedachten Verbrauchseinschränkungen können den Automarkt in zweierlei Richtung beflügeln - auf der einen Seite kommen neue Technologien, wie etwa das Elektroauto besser zum Zug, auf der anderen Seite wird das PS-Rennen der Autobauer gedeckelt.“ nom

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