Porsche Panamera S: Optimal für die ganze Familie

Von: amv
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Stuttgart. Mit seinem Viertürer Panamera S bietet Porsche ein Familienfahrzeug der besonderen Art. Es paart sehr gute Fahrleistungen und dynamisches Fahrverhalten mit hervorragender Alltagstauglichkeit sowie überraschend gutem Komfort, allerdings zu einem hohen Preis.

Dem abgelösten Achtzylinder mit 4,8 Litern Hubraum und 400 PS muss man keine Träne nachweinen. Mit dem neuen Sechszylinder hat Porsche dem Panamera nun ein ganz feines Triebwerk unter die Haube gepackt. Der Dreiliter-Biturbo (420 PS/520 Newtonmeter Drehmoment) überzeugt in allen Belangen. Ob Antritt, Durchzug, Höchsttempo oder Laufruhe, der V6-Motor zeigt keine Schwächen und wer sportlichen Sound liebt, kommt ebenfalls auf seine Kosten.

Die halten sich an der Tankstelle für ein Fahrzeug dieser Kategorie in einem akzeptablen Rahmen. Der Durchschnitts-Durst von 12,2 Litern, bei eher flotter Fahrweise, kann sich durchaus sehen lassen für das viertürige Luxuscoup. Gut, wenn man es eilig hat, fließt schon deutlich mehr Treibstoff durch die Leitungen. 16 bis 17 Liter sind es, wenn der Gasfuß so richtig aktiv ist und auf der freien Autobahn mächtig Druck macht. Dann aber zeigt die Tachonadel ganz schnell auf Zahlen, die jenseits von 200 Stundenkilometern (km/h) liegen.

Als Höchstgeschwindigkeit nennt Porsche 285 km/h. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 km/h absolviert der Panamera S in 5,6 Sekunden. Die Leistungsentfaltung wird mit einem kernigen Arbeitsgeräusch begleitet. Erst recht, wenn die optionale Sportauspuff-Taste gedrückt ist. Dann röhrt und faucht das Triebwerk vollends wie ein reinrassiger Sportler.

Auf der anderen Seite lässt sich der Panamera mit diesem Motor jedoch wunderbar gelassen durch die Landschaft fahren. Das Aggregat strahlt nicht mal ansatzweise Nervosität aus. Schon hier wird deutlich, dass der Spagat zwischen Sport und Luxus bestens absolviert wurde. Das gilt ebenso für das Fahrverhalten. Bei harter Dämpfereinstellung (auf Knopfdruck) unterstreicht der Panamera nachdrücklich seine sportlichen Gene. Der Kontakt zur Straße ist konsequenter ausgelegt. Querrillen und Fugen sind nun deutlich spürbar.

Dafür aber fegt das fünf Meter lange Coup noch direkter um die Ecken, als es schon bei der Komforteinstellung möglich ist. Aber selbst in diesem Fahrmodus ist eine Kurvenhatz für ambitionierte Fahrer noch ein Vergnügen. Zu den vergnüglichen Themen gehören darüber hinaus die Kapitel Verarbeitung, der gesamte Qualitätseindruck sowie der luxuriös ausstaffierte Innenraum. Vier Erwachsene sitzen sehr bequem und mit reichlich Platz auf Einzelsesseln. Das Cockpit verdient seinen Namen, erinnert es doch auch nach der Überarbeitung der Modellreihe weiterhin ein klein wenig an den Arbeitsplatz eines Piloten.

Stichwort Überarbeitung: Die macht sich optisch vor allem an dem grundlegend veränderten und zweifelsfrei verschönertem Heck deutlich. Die Scheibe mit einem fast unsichtbaren Druckknopf zum Öffnen des großzügig bemessenen Kofferraums steht erheblich flacher. Das Kennzeichen ist weit nach unten gerückt. Maßnahmen, die das Heck weitaus ansehnlicher machen. Schick, luxuriös und sportlich, das hat seinen Preis.

Knapp 102.000 Euro kostet dieser Panamera S und ist dann schon recht umfangreich ausgestattet ist. Doch der Blick in die ausgefeilte Liste weiterer Ausstattungsmöglichkeiten zeigt, da geht noch einiges mehr, selbst wenn Abstandsregeltempomat, Spurwechsel-Assistent oder Spurverlassens-Warnung nicht bestellt werden.

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