Porsche Panamera Diesel: Sparen auf hohem Niveau

Von: Norbert Michulsky, dapd
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Panamera
Mit dem Panamera Diesel hat Porsche unter Beweis gestellt, dass Sportlichkeit und Wirtschaftlichkeit durchaus vereinbar sind. Foto: dpa

Stuttgart. . Mit dem Panamera Diesel hat Porsche unter Beweis gestellt, dass Sportlichkeit und Wirtschaftlichkeit durchaus vereinbar sind.

Vier Türen, vier Sitze, eine große Heckklappe und ausreichend Stauraum, gepaart mit einem verbrauchsgünstigem Selbstzünder (250 PS), bieten eine attraktive Mischung aus Rasanz und Komfort.

Nicht einmal der typische Porsche-Sound fehlt: Beherztes Beschleunigen wird mit einem heiseren Brummen belohnt - vom nervigen Nageln eines Selbstzünders keine Spur. Im Innenraum verleugnet der Diesel sein physikalisches Arbeitsprinzip nahezu perfekt. Das Triebwerk arbeitet kultiviert und ist hervorragend gedämmt, so dass kein Lärm den Komfort auf langen Strecken trübt - und die können wirklich lang sein.

Souveräne Gelassenheit auf langen Strecken

Mit einem Normverbrauch von 6,5 Litern Diesel pro 100 Kilometer sind mit dem 80-Liter-Tank Reichweiten von 1.200 Kilometer möglich - zumindest theoretisch. Denn der Praxis signalisiert die Verbrauchsanzeige zumeist eine Acht vor dem Komma. Bei langen Touren auf den tempolimitierten Autobahnen im benachbarten Ausland wird dann allerdings rasch eine Sieben sichtbar. Alles in allem sind dies für ein knapp zwei Tonnen schweres Auto dieser Leistungsklasse gute Werte.

Die Motor-Getriebe-Kombination aus dem Dreiliter-V6-Turbodiesel samt Achtgang-Tiptronic hat sich bereits in den Gemeinschaftsprodukten VW Touareg und Porsche Cayenne bewährt. An Bord des Panamera leistet das Triebwerk jetzt 250 PS, hat also zehn Pferdestärken mehr zu bieten als bisher. An Durchzugsstärke übertrumpft das Common-Rail-Aggregat mit einem maximalen Drehmoment von 550 Newtonmetern ab 1.750 Umdrehungen sogar den Achtzylinder in der S-Variante um 50 Newtonmeter. Das serienmäßige Start-Stopp-System harmoniert gut mit der sanft arbeitenden Automatik.

In 6,8 Sekunden von 0 auf 100

Deren achter Gang ist allerdings sehr lang übersetzt. Diese Wahl ermöglicht einerseits bei mittlerem Autobahntempo ein entspanntes Dahingleiten bei sehr niedrigen Drehzahlen samt entsprechenden Spareffekten. Anderseits gestaltet sich jenseits von 200 km/h das weitere Vorwärtskommen etwas zäh. Dennoch kommt die Sportlichkeit beim Panamera Diesel nicht zu kurz. Schließlich ist in 6,8 Sekunden die Tempo-100-Marke erreicht, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 242 Stundenkilometern.

Äußerlich ist der Panamera nur an entsprechenden Schriftzügen auf den Flanken und an anderen Blenden für den Auspuff als Diesel erkennbar. Der Rest bleibt Panamera pur. Es gibt wohl nur wenige Viersitzer, die sich so flott und leichtfüßig über kurvenreiche Landstraßen bewegen lassen. Das Fahrvergnügen wird komplettiert durch ein gutes Platzangebot für vier Erwachsene und luxuriöses Ambiente.

Innen dokumentieren Materialwahl und -einsatz zeitgerechte Noblesse, und gegen entsprechende Aufpreise gibt es fast alles an zusätzlichen Raffinessen. Lediglich etwaige Wünsche nach einem Allradantrieb bedient Porsche nicht - einstweilen jedenfalls.

Mit 80.183 Euro ist der Diesel beinahe 4.000 Euro teurer als der Sechszylinder-Benziner. Doch diese Differenz dürfte bei der Kaufentscheidung weitaus weniger ins Gewicht fallen als die sportliche Wirtschaftlichkeit auf langen Strecken.
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