Porsche Cayenne S Diesel: Paarung aus Sport und Vernunft

Von: Sebastian Schaal, dapd
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Porsche Cayenne S Diesel
Beim Cayenne S Diesel ist maximale Sportlichkeit bei günstigem Verbrauch die Devise. Foto: dpa

Stuttgart. Ein Diesel in einem Porsche heißt vor allem eines: dem sportlichen Wagen Vernunft einzuhauchen. Mit dem V6-Diesel schluckt selbst der dicke Geländewagen Cayenne nur 7,2 Liter Kraftstoff. Und dabei soll er noch möglichst viel Dynamik bieten. Beim Cayenne S Diesel ist maximale Sportlichkeit bei günstigem Verbrauch jetzt also die Devise.

 Bei Bedarf lässt der 4,1 Liter große V8-Turbodiesel 281 kW/382 PS und beeindruckende 850 Newtonmeter auf die Räder los. Damit katapultiert der potente Selbstzünder die 2,2 Tonnen schwere Fuhre in 5,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer (km/h). Nicht auf Sportwagenniveau liegt der Verbrauch: Im Schnitt kommt der Cayenne S Diesel laut Hersteller mit 8,3 Litern auf 100 Kilometern aus.

Was aber Sportwagenfreunde bisher oft von einem Diesel abgehalten hat, war der Motorensound. Beim Cayenne ist diese Sorge unberechtigt. Wer den Schriftzug an der Fahrzeugseite nicht gesehen hat, wird den Diesel am Klang nicht als solchen erkennen. Stattdessen hört er V8-Sound satt. Wer öfter in diesen Klang-Genuss kommen oder sich an der reinen Beschleunigung erfreuen will, dem werden die angegebenen 8,3 Liter Diesel allerdings nicht reichen. Nach einer ersten Testfahrt zeigte der Bordcomputer rund zwölf Liter an.

Zwei Zylinder mehr für rund 16.000 Euro

Doch bei normaler Gangart hält sich der Verbrauch nahezu in dem von Porsche angegebenen Bereich. Dazu tragen auch die serienmäßige Start-Stopp-Funktion und die Achtgang-Automatik bei. Letztere schaltet früh hoch und hält so Drehzahl und Verbrauch angenehm niedrig. Wer dann aber schnell die Leistung abrufen will, muss geduldig sein, denn bis der richtige Gang und die vollen 2,9 bar Druck an den beiden Turboladern anliegen, dauert es etwas.

Im Sport-Modus lässt sich das 4,85 Meter lange Auto erstaunlich handlich und präzise durch die Kurven bringen. Doch das gegenüber dem V6-Diesel etwas straffere Fahrwerk übermittelt dem Fahrer spürbar die Beschaffenheit der Fahrbahn, ohne dabei gleich unangenehm zu wirken.

Im Innenraum herrscht die gewohnte Cayenne-Atmosphäre. Viel Platz und gut gepolsterte Sitze vorn und hinten, aber auch viele Tasten in der unübersichtlichen Mittelkonsole. Für Fahrwerk, Motormanagement, Klimaanlage, Radio und Navigationssystem gibt es rund 50 Knöpfe. Für Gepäck bietet der Porsche mit 670 bis 1.780 Litern Stauraum reichlich Platz. Von außen unterscheidet sich der V8-Turbodiesel durch geänderte Lüftungsöffnungen in der Frontschürze mit schwarzen Lamellen und eigenständige Felgen von dem kleineren Sechszylinder-Modell. Dafür werden dann mindestens 77.684 Euro fällig, was rund 16.000 Euro Aufpreis zu dem 180 kW/245 PS starken V6-Diesel entspricht. Extras wie die Xenon-Scheinwerfer, Luftfederung oder Schiebedach sind da noch nicht eingerechnet.

Wem bisher der Cayenne Diesel zu emotionslos und die stärkeren Modelle mit Benzinmotor zu durstig waren, der erhält die Paarung aus Sport und Vernunft jetzt in dem Cayenne S Diesel. Das hat aber bei Porsche bekanntermaßen seinen Preis.

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