Peugeot 108 Top Allure PureTech 82: Kurz und knackig

Von: amv
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Peugeot 108
Spitzenmodell der kleinsten Löwenbaureihe: Der neue Peugeot 108 Top Allure PureTech 82. Foto: dpa

Köln. Wer es darauf anlegt, der bekommt ihn ganz günstig. Doch für seinen Einstiegspreis (8.890 Euro) versprüht der Peugeot 108 alles andere als französischen Charme. Die Ausstattung des Cityflitzers spartanisch. Sogar auf die Servolenkung muss der Kunde verzichten. Ganz anders die Version Top Allure PureTech 82, das Spitzenmodell der kleinsten Löwenbaureihe.

Hier bleiben nur noch wenige Wünsche wie die nach Leder oder Navigationssystem offen. Ansonsten aber besitzt der 3,47 Meter lange und 1,62 Meter breite Kleinstwagen jede Menge Annehmlichkeiten, beispielsweise Audio- und Klimaanlage, Touchscreen, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Aluräder, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und USB-Anschluss. Zudem sind vier Türen und ein elektrisch bedienbares Stoffverdeck im Preis von dann 14.850 Euro enthalten.

Gerade das Dach bereitet Frischluftfreunden große Freude. Nicht nur, dass bei offener Fahrt kaum Zugluft im Innenraum zu spüren ist.  Das Dach gibt auch für die vorne Sitzenden den Blick zum Himmel frei. Und bei geschlossenem Verdeck bleiben die Windgeräusche erfreulich gering. Wer zudem noch Geld für das Innovationspaket (555 Euro) übrig hat, der darf sich an einem Lichtsensor, einer Rückfahrkamera, Kofferraumbeleuchtung und einem schlüssellosem System erfreuen.

Zugegeben, das ist dann viel Geld für ein Stadtwägelchen, dem es auf den beiden hinteren Sitzen erkennbar an Platz fehlt. Größer gewachsene Personen dürften auf der Rückbank bei längeren Fahrten so ihre Probleme bekommen. Vorn indessen sitzen Fahrer und Beifahrer durchaus bequem, wobei die Sitzfläche ein klein wenig länger sein könnte. Unschön zudem, dass sich das Lenkrad nur in der Höhe, aber nicht in der Länge verstellen lässt. Die Anordnung der Anzeigen sowie der Bedienelemente indessen ist gelungen. Alles gut im Blick und schnell zu erreichen. Der Siebenzoll-Farbtouchscreen in der Mitte des Armaturenträgers macht zudem mächtig was her.

Während es im Passagierabteil eine Menge Ablagefächer für Krimskrams und Flaschen gibt, ist das Volumen des Kofferraums mit 196 Litern eher übersichtlich. Wird die im Verhältnis 50:50 geteilte Rückbank vorgeklappt, erhöht sich der Stauraum mit einer Stufe im Boden auf bis zu 780 Litern. Zum Be- oder Entladen muss jedoch eine hohe Kante überwunden werden.

Einerlei ob nun voll beladen oder lediglich mit einer Person besetzt, der mit einem leichtgängigen und gut abgestimmten Fünfganggetriebe kombinierte 82 PS starke 1,2-Liter-Dreizylinder macht eine gute Figur. Spritzig der Antritt, erstaunlich gut der Durchzug und erst recht die Standfestigkeit bei der schnellen Fahrt über die Autobahn. Zwar nimmt die Geräuschkulisse des grundsätzlich etwas rau laufenden Dreizylinders dann nochmal zu. Doch wirklich nervend wird es nicht.

Der Verbrauch dagegen kann ab und an schon eher Einfluss auf das Nervenkostüm nehmen. Gut, bei richtig schneller Fahrt über die Autobahn sind 8,2 Liter durchaus ein akzeptabler Wert. Wenn allerdings selbst bei vorsichtigem Gasfuß es nicht weniger als Sieben werden, dann ist das für einen Kleinstwagen viel – eigentlich zu viel.

Wenn es um die Abstimmung des Fahrwerks und die Präzision der Lenkung geht, dann hingegen gilt es, den Technikern Lob zu zollen. Selbst richtig zügig gefahrene  äußerst geschmeidig, bleibt souverän in der Spur und reagiert direkt auf die Anweisungen der Frau oder des Manns am Steuer.

Apropos wohlgeformt. Trotz der geringen Abmessungen ist dem Kleinen in der hochwertigen Variante eine gewisse Eleganz nicht abzusprechen. Mit dem geschickten Einsatz von Chrom haben es die Designer geschafft, dem Peugeot 108 Allure den entscheidenden französischen Chic zu verleihen, der auch äußerlich zeigt, dass hier die nicht wirklich preisgünstige Spitzenversion des kleinen Franzosen anrollt.

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