Panamera Sport Turismo: Porsche kann auch Kombi

Von: amv
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Der neue Porsche Panamera Sport Turismo versucht Variabilität und Nutzbarkeit, Leistung und Performance zu vereinen. Foto: Hersteller

Stuttgart. Große Heckklappe, niedrige Ladekante sowie ein Gepäckraumvolumen von bis zu 1390 Litern: Bei einer solchen Auflistung kommt als erstes der Gedanke an einen Kombi auf. Doch um einen solchen handelt es sich beim Porsche Panamera Sport Turismo (ST) nur ansatzweise.

Denn die neue Variante setzt neben einer im Vergleich zum Coupé zwar gesteigerten Variabilität und Nutzbarkeit, vor allem aber auch wie die Sportlimousine auf Leistung und Performance. Und davon gibt es reichlich. Quasi als i-Tüpfelchen bringt der von der B-Säule an komplett eigenständig gezeichnete ST zu Preisen zwischen 97.557 und 158.604 Euro (etwa 3000 Euro mehr als die Sportlimousine) optisch noch eine besondere Note ins Spiel. Denn bei der Gestaltung der Heckpartie mit ihrem schmalen Leuchtband über die gesamte Breite ist den Designer eine wirklich beeindruckende Linienführung gelungen.

So betonen die extrem muskulös nach außen gezogenen hinteren Radhäuser (bis zu 21-Zoll-Räder sind möglich) nicht nur die Schulterlinie sondern lassen von der Rückansicht auch das langgestreckte Dach schmal, ja, fast filigran aussehen. Dazu trägt bei, dass sich der Verlauf der Fensterlinie stärker absenkt als das Dach. Das wiederum geht im Bereich der Heckklappe in einen adaptiven Spoiler über. Dieses Aerodynamiksystem reduziert bis Tempo 170 den Luftwiderstand, was zu einer Verbrauchseinsparung führen soll.

Bei höheren Geschwindigkeiten fährt der Spoiler automatisch in zwei Stufen hoch. Maximal 50 Kilogramm zusätzlicher Abtrieb können so auf die Hinterachse gebracht werden. Damit steigen Fahrstabilität sowie Querdynamik - und damit die Performance. Und mit der zieht der Sport Turismo mit dem ebenfalls 5,05 Meter langen Coup=E9 absolut gleich. Garant dafür sind die fünf Triebwerke, die zum Marktstart im Herbst angeboten werden. Da ist zunächst einmal der 422 PS starke Vierliter-V8-Diesel, der sein maximales Drehmoment von 850 Newtonmetern (Nm) auf die beiden Achsen wuchtet. Aktiver Allradantrieb mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung ist in allen Versionen ebenso serienmäßig wie das sehr schnell und gut abgestimmte Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Einstiegsbenziner ist der Dreiliter V6 (330 PS/450 Nm).

Im Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismo kommt ein Motor mit gleicher Leistung, der aber nicht baugleich ist, in Kombination mit einer 136 PS starken E-Maschine zum Einsatz. Die gemeinsame Arbeit führt zu einer Systemleistung von 462 PS und einem Drehmoment von 700 Nm. In der 4S-Version liegt ein Dreiliter-V6-Biturbo unter der Haube, der 440 PS leistet und 550 Nm zwischen 1750 und 5500 Touren entwickelt. An der Spitze der Baureihe steht vorerst der Vierliter-V8-Benziner mit 550 PS und einem Drehmoment 770 Nm.

Triebwerke, die allesamt ebenso antritts- wie durchzugsstark sind und ein hohes Performance-Potenzial haben. Das Fahrwerk ist dafür ebenso gerüstet wie für den Komfort, den Käufer eines solchen Autos erwarten. Weder schnelle Kurvenfahrten noch schlechte Wegstrecken bringen den Sport Turismo aus der Ruhe. Der Innenraum hat wie schon bei der Sportlimousine des Panamera alles das, was man in der automobilen Oberklasse erwartet. Dazu ist eine Rückbank installiert, die außer den beiden Einzelsitzen noch Raum für einen Platz in der Mitte lassen. Lange Fahrten dort sind indessen nicht zu empfehlen. Dazu ist es doch zu unbequem.

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