Opel Meriva: Mehr Chrom und ein bemerkenswerter Diesel

Von: amv
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Der neue Opel-Meriva
Neuer Diesel: Damit sinkt der Kraftstoffverbrauch auf nur noch 3,8 Liter pro 100 Kilometer. Mit dann gerade einmal 99 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer wird der Meriva zum ersten Minivan unter der magischen 100-Gramm-Grenze. Foto: dpa

Rüsselsheim. Opel hat den Meriva aufgefrischt. Davon zu sehen ist wenig. Neue Chromapplikationen gibt es an der Front, entlang der Seitenfenster sowie am Heck. Außerdem wurden Front- und Nebelscheinwerfer neu gezeichnet. Das ist äußerlich eigentlich alles, was den 4,30 Meter langen, 1,99 Meter breiten und 1,62 Meter hohen Kombivan von seinem Vorgänger unterscheidet.

Die nennenswerten Neuerungen finden sich unter dem Blech und in der Preisliste. So können Smartphone-Nutzer nun ihr Gerät an ein Infotainment-System andocken und Sprachfunktionen ihres Telefons nutzen. Die aufpreispflichtige Technik überträgt zudem ausgewählte Smartphone-Inhalte und dient als Bildschirm für die optionale Rückfahrkamera. Weitaus nennenswerter ist der 1,6-Liter-Turbodiesel CDTI - der erste Selbstzünder seit den 90er-Jahren, der von Opel-Technikern selbst entwickelt wurde und den Opel stolz als „Flüsterdiesel“ bezeichnet. Mehr noch als im Zafira Tourer überzeugt der Selbstzünder im deutlich kleineren und leichteren Meriva.

Geradezu spielerisch bringt das Triebwerk (136 PS) den Kompaktvan in Fahrt. 320 Newtonmetern stehen bereits 2000 Umdrehungen zur Verfügung. In jedem Drehzahlbereich spricht das Aggregat direkt an und sorgt für mächtigen Schub. Und in allen Temporegionen bleibt der Diesel bemerkenswert leise und laufruhig. Kein Klopfen, kein Nageln, kein Schütteln, kein Vibrieren. Dazu ein Normverbrauch, den Opel mit 4,4 Litern angibt. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 116 Gramm. Im Laufe des Jahres bringt Opel weitere Versionen der neuen 1.6-CDTI-Motorengeneration auf den Markt, darunter zwei Varianten mit 110 PS. Die spritsparendste Ausführung soll dabei lediglich 3,8 Liter Diesel je 100 Kilometer benötigen und nur 99 Gramm CO2 ausstoßen.

Neu ist auch die Sechs-Stufen-Automatik, die Opel für die beiden 1,4-Liter-Turbobenziner (120 PS/140 PS) anbietet. Der 1,4-Liter-Sauger leistet 100 PS - und erfüllt wie alle anderen Triebwerke die Euro-6-Norm. Das gilt zudem für den 120 PS starken 1,4 Turbo mit Autogasantrieb. Egal mit welchem Motor, das Fahrwerk des Meriva zeigt sich - wie gehabt - komfortbetont und sicher. Ebenfalls unverändert präsentiert sich das Innenraumkonzept des Meriva. Und das ist gut so. Die zwei hinten angeschlagenen und damit gegenläufig öffnenden hinteren Türen erleichtern den Einstieg nach hinten ebenso wie die fehlende B-Säule, die die Opel-Ingenieure in die Schiebetüren integriert haben. Vorn wie hinten gibt es viel Bein- und Kopffreiheit, dazu auf allen Plätzen aufgrund der erhöhten Sitzposition eine gute Rundumsicht und vorne einen ausgezeichneten Überblick auf alle Anzeigen.

In zahlreichen Ablagen findest sich Platz für den Krimskrams unterwegs. Der praktische Ablageschlitten in der Mittelkonsole ist allerdings erst ab der teureren Ausstattungslinie Edition serienmäßig. Der renovierte Meriva startet preislich bei ab 15.990 Euro, das sind 680 Euro weniger als bisher. Je nach Ausstattungsvariante spannt sich der Preisbogen dann bis 20.090 Euro. Innovative Fahrerassistenzsysteme wie man sie zumindest zum Teil auch im größeren Zafira findet, sucht man allerdings vergebens. Selbst Xenon- oder LED-Scheinwerfer bleiben außen vor.

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