Opel Astra Sports Tourer ist stylisch, praktisch und reisetauglich

Von: amv
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Der Sports Tourer kann auf ganzer Linie überzeugen. Foto: Opel

Rüsselsheim. Dynamisch gezogene Linien und Kanten, eine seitliche Chromleiste, die sich oberhalb der Fenster weit nach hinten ins Heck zieht und so den fast coupéartigen Verlauf des Dachs betont - die Zeiten, in denen ein Kombi einfach nur praktisch sein sollte, sind lange vorbei. Mit dem Astra Sports Tourer bietet Opel in dieser Fahrzeugkategorie ein Modell, das sowohl stylisch als auch praktisch und reisetauglich ist.

Eigentlich zählt es es noch zum Segment der Kompaktfahrzeuge. Doch mit einer Außenlänge von 4,70 Metern ist der Viertürer beispielsweise exakt so lang wie das T-Modell der Mercedes C-Klasse. Ein Indiz dafür, dass alle Insassen in den Genuss von bequemer Bein-, Ellenbogen- und Kopffreiheit kommen.

Bequem ist überhaupt das große Stichwort. Die Ergonomen in Rüsselsheim haben sich beispielweise Gedanken über die Höhenverstellung von Fahrer- und Beifahrersitz gemacht. So wurde der Hebel ein wenig verlängert, um die Kräfte beim Justieren zu reduzieren. Noch bequemer wird es mit dem für besonders gelungene Ergonomie ausgezeichneten ARG-Sitz (390 Euro für den Fahrerplatz, 685 Euro für beide vorderen Sitze). Außer einer vergrößerten Sitzfläche besteht hier die Möglichkeit, die dann weicheren Seitenwangen anzupassen, sich eine Massage zu gönnen oder den Sitz zu belüften.

Allerdings, so ganz gelingt die optimale Sitzposition nicht. Das in der Höhe und Länge verstellbar Lenkrad lässt sich nicht weit genug nach unten platzieren. Das führt bei einer keinesfalls unüblichen Körpergröße von 1,70 Metern zu verspannten Schultern. Die Armauflage in der Mitte ist zwar höhen- sowie längsverstellbar. Doch zieht man sie so weit nach vorne, dass man den rechten Arm gemütlich auflegen kann, dann ist sie störend, will man den sechsten Gang einlegen.

Pluspunkte hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit verdient der Armaturenträger. Übersichtlich und ansprechend gezeichnet liegt alles am rechten Fleck. Auf ein Übermaß an Schaltern und Knöpfen wurde verzichtet. Insgesamt haben die Designer bei der Ausgestaltung des Passagierabteils eine gute Arbeit abgeliefert. Die verwendeten Materialien wirken schick und hochwertig. Die Verarbeitung macht den gleichen Eindruck und trägt zum Wohlgefühl an Bord bei.

Das Kofferraumvolumen des Sports Tourer beträgt 540 Liter und damit satte 80 Liter mehr als bei der C-Klasse. Über einen kleinen Hebel in der Seitenwand des Kofferraumes lassen sich die Rückenlehnen (optional 40:20:40/250 Euro) umlegen. Hat man vorher die Kopfstützen etwas herausgezogen, ergibt sich eine ebene Ladefläche mit maximal 1630 Litern Volumen. Auch die Nutzlast von 557 Kilogramm kann sich durchaus sehen lassen. Das Beladen erfolgt über eine niedrige und damit rückenfreundliche Ladekante.

Angesichts einer Motorleistung von 125 PS  erwartet man zunächst keine Glanzpunkte in Sachen Fahrvergnügen. Doch schon auf den ersten Metern wird das widerlegt. Der aufgeladene 1,4-Liter-Direkteinspritzer präsentiert sich munter und agil. Durchzugskraft wie Leistungscharakteristik hinterlassen einen positiven Eindruck. Den Spurt von Null auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) erledigt der Vierzylinder laut Werksangaben in 8,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit Tempo 215 angegeben. Das erlaubt eine zügige Fortbewegung, die bei Überholmanövern an Steigungen jedoch etwas an Dynamik verliert.

Fahrwerke konnte der Rüsselsheimer Autobauer schon immer gut. Da macht der Sports Tourer keine Ausnahme. Er überzeugt in allen Disziplinen. Soll heißen: über schlechte Asphaltstücke rollt das Auto, ohne die Insassen heftig durchzurütteln; schnelle Kurvenpassagen werden souverän und spurtreu gemeistert; die lange Reise über die Autobahn wird komfortabel zurückgelegt. Zudem reagiert die Lenkung direkt. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei einer Mischung aus Stadt- und zahlreichen durchaus flotten Überlandfahrt mit 6,3 Litern zwei Liter über dem von Opel angegebenen Normverbrauch.

Gönnt man sich das höchste Ausstattungsniveau Innovation (Mehrpreis: 2150 Euro) dann gehören neben einer Zwei-Zonen-Klimaautomatik inklusive Fußraumheizung hinten und Audiosystem mit Touchscreen auch Extras wie Front- und Rückfahrkamera, Ambientebeleuchtung, Licht- und Regensensor, Dachreling oder 16-Zoll-Leichtmetallräder mit zum Lieferumfang. Überdies ist das sogenannte „Opel On Star“, ein Online- und Service-Assistent, mit an Bord. Überdies ist die Nutzung eines WLAN-Hotspots oder eine automatische Unfallhilfe möglich. Neben stylisch, praktisch und reisetauglich zeigt sich also der Opel Astra Sports Tourer (Testwagenpreis 31.015 Euro) auch in Sachen Konnektivität zeitgemäß.

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