Oldtimer: Spannung beim Start in die Saison

Von: amv
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Batteriepflege bei Oldtimern: Bei abgestellten Fahrzeugen verliert die Batterie von selbst an Ladung. Foto: Daniel Maurer/dpa

München. Batteriepflege ist bei Old- und Youngtimer die Grundvoraussetzung für einen Saisonstart mit voller Spannung. Bei abgestellten Fahrzeugen verliert die Batterie einerseits von selbst an Ladung. „Die so genannte Selbstentladung kann bis zu 30 Prozent der Kapazität pro Monat betragen“, erläutert Eberhard Lang von TÜV Süd in München.

Bei neueren Fahrzeugen zieht die Elektronik zudem einen erheblichen Ruhestrom. Nachladen ist dann doppelt notwendig.

Aber: In vielen Kellern und Garagen stehen alte Ladegeräte. „Die sind technisch lange überholt und kommen zudem mit modernen Batterietypen schlecht zurecht“, sagt der Spezialist von TÜV Süd. Alte Ladegeräte versuchen sozusagen, möglichst viel Strom in die Batterie zu pumpen. Ist diese dann voll, wird die Energie einfach in Wärme umgesetzt. Dies ist schlecht für die Lebensdauer. Moderne Geräte schalten dagegen bei 100 Prozent Ladezustand automatisch auf Erhaltung um: sie führen hin und wieder etwas Strom zu, damit die Kapazität voll erhalten bleibt. Zudem regeln sie den Ladestrom so, dass er genau zum Ladezustand und Batterietyp passt.

Ganz ausgefeilte Modelle entladen den Stromspeicher bei längeren Standzeiten sogar zwischenzeitlich leicht und führen danach wieder Energie zu. Dies wirkt sich wohltuend auf die Haltbarkeit aus. Bei Personenwagen sind zwölf Volt die seit Jahrzehnten übliche Batteriespannung. Entsprechend sind die Ladegeräte ausgelegt. Bei Oldtimern und Zweirädern gibt es noch Bordnetze mit sechs Volt - also auf die richtige Spannung achten. Früher lautete der Rat: Batterie zum Laden abklemmen und die Stopfen herausschrauben. Dies ist mit modernen Ladegeräten nicht mehr notwendig.

Wegen der geregelten Ladetechnik kann die Säure nicht mehr kochen und Gas entwickeln. „Überhaupt sollte die Batterie angeschlossen bleiben“, rät Lang. Das schadet dem Oldtimer nicht und erspart bei neueren Saisonfahrzeugen das Anlernen der Elektronik. Moderne Ladegeräte sind darüber hinaus recht unempfindlich gegen Verpolen und Kurzschlüsse. Dennoch sind der korrekte Anschluss und die richtige Reihenfolge wichtig. Stets zuerst das Ladegerät an die Batterie anklemmen. Erst danach den Netzstecker ans häusliche Stromnetz anschließen. Die rote Klemme gehört an den Pluspol. Dessen Markierung ist auf vielen Batterien schlecht zu erkennen.

Ein Anhaltspunkt ist die Abdeckung, mit der Pluspole abgedeckt sein sollten. Die meisten Batterien sind heute verschlossen. Es gibt also keine Zellstopfen mehr, durch die der Säurestand geprüft werden könnte. Wenn doch, sollten Kontrolle und gegebenenfalls Auffüllen vor dem Nachladen geschehen. „Beim Nachfüllen mit destilliertem Wasser wird die Säure verdünnt. Dies vermindert den Ladezustand“, erläutert Lang die Ladetechnik. Beim anschließenden Nachladen korrigiert sich das von selbst.

Der Säurestand sollte rund einen Zentimeter über den Platten stehen. In der Regel zeigen Stege in den Öffnungen die richtige Stelle an. Schließlich empfiehlt der TÜV Süd-Fachmann: „Nicht zu viel einfüllen und nur destilliertes Wasser nehmen, nie Säure.“

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