Oldtimer-Rallye: Motorsport für echte Männer

Letzte Aktualisierung:
Oldtimer
Foto: apfelweile - Fotolia.com
Oldtimer
Foto: demage - Fotolia.com
Statistik 1
Die Anzahl der Fahrzeuge mit H-Kennzeichen steigt kontinuierlich an. © vda.de / In: Statista 2015
Statistik2
Der VW-Käfer liegt mit großem Abstand an der Spitze. (vdik.de / In: Statista 2015)
Statistik3
Der teuerste Oldtimer ist der Mercedes-Benz W196 (classic-tax.de / In: Statista 2015)
Oldtimer
Foto: Giuseppe Blasioli - Fotolia.com
Oldtimer
Foto: Cmon - Fotolia.com
Oldtimer
Foto: fym1321 - Fotolia.com
Oldtimer
Foto: pergo70 - Fotolia.com
Oldtimer
Foto: milazvereva - Fotolia.com
Oldtimer
Foto: JackF - Fotolia.com
Oldtimer
Foto: 2mmedia - Fotolia.com

Hamburg. Die Lust am historischen Fahrspaß packt immer mehr Deutsche. Wer einen Oldtimer sein Eigen nennt, besitzt damit immer auch ein echtes Stück Geschichte.

Egal, ob es sich um ein Modell aus den Anfangszeiten des Automobilbaus oder eine Karosse aus den 70er Jahren handelt, Freude machen sie alle und ihre Besitzer ernten zudem bewundernde Blicke von Alt und Jung, wenn sie ihre Schmuckstücke für eine Spazierfahrt aus der Garage holen. Für die einen ist ein Oldtimer eine Wertanlage, andere haben einfach Spaß am Schrauben und Restaurieren und wieder andere tummeln sich am liebsten auf Messen, Schönheitswettbewerben und anderen hochkarätigen Veranstaltungen.

Doch es gibt auch diejenigen Oldtimer-Fans, denen die sonntägliche Spazierfahrt nicht ausreicht. Sie suchen eine ganz besondere Herausforderung und nehmen an einer der zahlreichen Oldtimer-Rallyes teil. Warum ist gerade das Motorsport für echte Männer, werden sich nun einige Menschen fragen: Ganz einfach, weil die historischen Karossen weder mit Servolenkung, noch mit Bremskraftverstärker, ABS oder einem anderen modernen und hilfreichen Schnickschnack ausgestattet sind.

Wann darf sich ein Auto Oldtimer nennen?

Wann ein Auto nun als Oldtimer bezeichnet werden darf und wann nicht, darüber streitet sogar die Fachwelt. Nicht selten nimmt die oft subjektiv geprägte Diskussion darüber sogar philosophische Züge an. Grundsätzlich verstehen die Deutschen unter dem Begriff „Oldtimer“ ein altes und ehrwürdiges Modell eines Fahrzeuges. In England aber bedeutet Oldtimer schlicht „alter Mann“, altehrwürdige Fahrzeuge werden dort als „vintage car“, „veteran car“ oder schlicht „classic car“ bezeichnet.

Mit der Einführung des historischen Kennzeichens wurde im Jahr 1997 im Rahmen der Fahrzeugzulassungsverordnung festgelegt, dass Fahrzeuge, welche älter als 30 Jahre und in einem erhaltenswerten Zustand sind, unter dem Begriff „Oldtimer“ zusammengefasst werden. Ein Auto aus den siebziger Jahren ist also genauso ein Oldtimer, wie eines, welches noch aus den Anfängen der Automobilära stammt – eine Regelung, die wohl nicht bei allen Liebhabern von historischen Fahrzeugen Anklang findet. Wie einer PDF des Oldtimer-Ratgebers des ADACs zu entnehmen ist, definiert der Oldtimer-Verband FIVA den Begriff „Oldtimer“ folgendermaßen:

„Ein historisches Fahrzeug ist ein mechanisch angetriebenes Fahrzeug, das mindestens 30 Jahre alt ist, das in einem historisch korrekten Zustand erhalten und gewartet wird, dessen Nutzung nicht auf täglichen Transport ausgerichtet ist und wegen seines technischen und historischen Wertes bewahrt wird.“

Oldtimer in Deutschland – Zahlen und Fakten

Seit Einführung des H-Kennzeichens steigt die Anzahl an zugelassenen Oldtimern in Deutschland stetig an. Lediglich im Jahr 2008 ist ein kleiner Einbruch zu verzeichnen, welcher jedoch einer geänderten Zählweise des Kraftfahrtbundesamtes geschuldet war.

Rund 4,4 Millionen PKW-Fahrer in Deutschland gaben im Zuge einer Studie des Instituts für Demoskopie Allenbach an, dass sie besonders an Oldtimern interessiert seien. Zudem freut sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung, wenn sie einen Oldtimer auf der Straße sichten. Oldtimer sind also sehr beliebt, daran gibt es keinen Zweifel. (Quelle: https://www.adac.de/_mmm/pdf/AOR_2014_Kapitel_4_43124.pdf)

Der am häufigsten vorkommende Oldtimer in Deutschland ist übrigens der VW Käfer, gefolgt vom Mercedes W 123 und dem Opel Kadett.

Die wirklich teuren Oldtimer sind weitaus seltener in freier Wildbahn zu sehen, kein Wunder, kosten sie doch nicht selten mehrere Millionen. Überdurchschnittlich viele der teuersten Oldtimer stammen dabei aus dem Hause Ferrari.

Klassifizierung von Oldtimern

Die Klassifizierung von Oldtimern findet nach ganz unterschiedlichen Kriterien statt, zum Beispiel nach Baujahr oder nach Zustand. Zudem gibt es in den einzelnen Ländern teilweise Unterschiede in Bezug auf die Definition des Begriffs „Oldtimer“.

Nach Ländern

Je nach Land werden Oldtimer unterschiedlich klassifiziert. In Deutschland ist, wie bereits erwähnt, sowohl für das „H-Kennzeichen“ als auch für das rote „07-Oldtimer-Kennzeichen“ ein Mindestalter der Fahrzeuge von 30 Jahren vorgesehen.

In Österreich wird von historischen Fahrzeugen gesprochen, wenn es sich um ein erhaltungswürdiges, nicht zur ständigen Verwendung bestimmtes Fahrzeug in akzeptablem Erhaltungszustand mit dem Baujahr 1995 oder davor beziehungsweise einem Alter von mindestens 30 Jahren handelt.

In der Schweiz gelten Fahrzeuge schon bei einem Alter von 25 bis 30 Jahren als Veteranen. Dennoch bekommen nur solche Fahrzeuge den Veteranen-Status verliehen, die sich bei der Motorfahrzeugkontrolle in sehr gutem Zustand befinden und komplett originalgetreu sind.

In Italien dürfen sich Fahrzeuge, die erst 20 Jahre alt sind, bereits Veteranen nennen.

Nach Baujahr

Die international gebräuchliche Klassifizierung, welche von FIVA, FIA und nationalen Automobilclubs verwendet wird, teilt Oldtimer nach ihrem Baujahr wie folgt ein:

Klasse A - Ancestor

Vom Anbeginn bis 31. Dezember 1904

Klasse B - Veteran

Vom 1. Januar 1905 bis 31 Dezember 1918

Klasse C - Vintage

Vom 1. Januar 1919 bis 31. Dezember 1930

Klasse D – Post Vintage

Vom 1. Januar 1831 bis 31. Dezember 1945

Klasse E – Post War

Vom 1. Januar 1946 bis 31. Dezember 1960

Klasse F

Vom 1. Januar 1961 bis 31. Dezember 1970

Klasse G

Vom 1. Januar 1971 bis zur Erreichung der 30-Jahre-Altersgrenze

 

Nach Zustand

Um den Wert eines Oldtimers zu ermitteln, spielt jedoch nicht nur sein Baujahr, sondern auch sein Zustand eine entscheidende Rolle. In der Oldtimer-Szene hat sich folgendes Notensystem etabliert:

Note 1

Diese Note bekommen ausschließlich Oldtimer, welche sich in einem makellosen Zustand befinden. Die 1 wird nur sehr selten vergeben, weil dafür eine gerade vollendete, fotodokumentierte komplette Automobilrestaurierung durch einen Fachmann, welcher genau auf den zu restaurierenden Typ spezialisiert ist und perfekte Arbeit geleistete hat, erfolgt sein muss.

Note 2

Alle Oldtimer, welche sich in gutem Zustand befinden, verdienen die Note 2. Hierunter wird der Zustand eines komplett restaurierten Wagens verstanden, welchen dieser nach circa drei Jahren des pfleglichen Gebrauchs aufweist. Zulässige Gebrauchsspuren sind beispielsweise:

- Ausgebesserte Steinschläge

- Spuren an den Pedalen

- Putzspuren im Lack

Keinesfalls zu finden sein, darf Rost an einem Note 2 Oldtimer.

Note 3

Mit der Note 3 bewertet, werden Oldtimer, die nach kompletter Restaurierung circa zehn Jahr im Einsatz waren und dabei stets pfleglich behandelt wurden. Diese Note wird am häufigsten vergeben und diese Oldtimer dürfen auch Rost aufweisen, jedoch ausschließlich an nicht-tragenden Teilen. Der Wagen muss zudem gebrauchsfertig und verkehrssicher sein.

Note 4

Hierunter werden Oldtimer verstanden, welche zwar fahrbereit sind, jedoch einen deutlichen Verschleiß sowie erhebliche Mängel aufweisen. Darunter können unter anderem zählen:

- Ein überholungsbedürftiger Motor

- Eine verschlissene Innenausstattung

- Strukturelle Rostschäden

 Note 5

Note 5 ist die schlechteste Note, denn eine 6 ist im Bewertungssystem nicht vorhanden und wird nur gebraucht, wenn es um Einzelteile eines Oldtimers geht. Fehlt ein Teil, bekommt es die Note 6.  Die Note 5 bezieht sich auf all jene Oldtimer, welche nicht verkehrssicher, nicht fahrbereit und nur mit äußerst hohem Aufwand zu restaurieren sind. Meist sind sie bereits mehrere Jahre außer Betrieb und nicht selten unvollständig in ihren Teilen. Deshalb werden sie häufig auch nur zum „Ausschlachten“ gekauft. Ihr Wert hängt deshalb vor allem von der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und von den Schäden an der Karosserie oder der Bodengruppe ab.

Nach FIVA-Fahrzeugpass

Den FIVA-Fahrzeugpass erhalten nur solche Fahrzeuge, die sich nach einer Prüfung der FIVA als anerkannte historische Fahrzeuge herausstellen. Die nationale Vertretung der FIVA in Deutschland ist der ADAC. Der Pass soll den immer weiter verbreiteten Fälschungen im Hochpreissegment der Oldtimer entgegenwirken und ist, einmal ausgestellt, zehn Jahre gültig. Die Oldtimer werden im Fahrzeugpass nach Baujahr in der bereits angeführten Klassifizierung von A bis G eingestuft. Des Weiteren findet eine Einstufung nach Fahrzeugklassen sowie Erhaltungsgruppen statt:

Fahrzeugklassen

Ausstattung

Typ A: Standard

Serienmäßige Ausstattung

Typ B: zeitgenössisch verändert

Veränderung fand circa zur Zeit des Baujahres statt

Typ X: Ausnahme

Veränderung nach der Zeit des Fahrzeuges

Typ C: Nachbau

Nachbau eines historischen Fahrzeuges

 

Erhaltungsgruppen

Zustand

Gruppe 1: authentisch

Vollständig im Originalzustand

Gruppe 2: original

Lückenlose Historie, nicht einmal restauriert

Gruppe 3: restauriert

Restauriert mit unerheblichen Abweichungen

Gruppe 4: wiederaufgebaut

Nahe an der Spezifikation des Herstellers wieder aufgebaut

 

Der Oldtimer und der Kraftstoff

Natürlich braucht auch ein Oldtimer Kraftstoff, die meisten Menschen würden sogar sagen, er brauche deutlich mehr Sprit als moderne Fahrzeuge. Doch ist das wirklich so und was gibt es in Bezug auf E10 und bleifreies Benzin zu beachten?

Wie viel Sprit verbrauchen Oldtimer wirklich?

Zugegeben, so selten wie Oldtimer gefahren werden, ist ihr jeweiliger Kraftstoffverbrauch für ihre Besitzer wahrscheinlich nicht von primärer Bedeutung. Dennoch ist der Spritverbrauch von Oldtimern ein interessantes Thema, da die Meinungen, welche von Halbwissen gestützt sind, hier sehr häufig auseinander gehen. Während der eine sagt, Oldtimer wären wahre Spritschleudern, ist der andere der Meinung, sie ständen in puncto Kraftstoffverbrauch heutigen Autos in nichts nach.

Der Ländervergleich: Deutschland, Italien, England und USA

In Bezug auf den Kraftstoffverbrauch von Oldtimern ist in besonderem Maße entscheidend, aus welchem Land der Oldtimer stammt. So schnitten in einem Test von Autobild die deutschen Marken sehr gut ab, während Oldtimer aus den USA, aus England und aus Italien echte Spritfresser sind. Bei den deutschen Marken konnten sich vor allem VW hervortun, im Sechszylinderbereich überzeugte Opel. Doch auch Porsche sowie der Mercedes 500 SL schnitten gut ab.

 Die Fahrweise macht den Unterschied

Oldtimer sollen grundsätzlich nicht mit Vollgas, sondern nur mit 70 Prozent ihrer Höchstgeschwindigkeit gefahren werden, um die Technik zu schonen, das wissen so ziemlich alle Besitzer der edlen Karossen. Des Weiteren können Fahrer von Oldtimern jedoch noch mehr beachten, wollen sie ihr Schmuckstück besonders spritsparend bewegen. Denn eine sparsame Fahrweise macht den Unterschied. Ein Beitrag von autoscout24.de gibt hierzu hilfreiche Tipps, von denen einige nun zusammengefasst werden:

Das Gaspedal sollte nie ganz durchgetreten werden. Vor allem beim Anfahren findet der größte Spritverbrauch statt.

Nach dem Anfahren unverzüglich in den zweiten Gang schalten, denn je früher geschaltet wird und je niedriger der Drehzahlbereich ist, desto weniger Kraftstoff wird verbraucht. Ebenfalls sinnvoll ist vorrausschauendes Fahren, also zum Beispiel bei Hindernissen den Fuß frühzeitig vom Gas zu nehmen.

Bei kurzen oder längeren Wartezeiten kann es sich lohnen, den Motor abzuschalten. Auf das Warmlaufenlassen des Motors vor dem Anfahren sollte ebenfalls verzichtet werden.

Beimischung von Bio-Ethanol unbedenklich?

Zu Gunsten der CO2 Reduzierung wird dem Ottokraftstoff seit 2010 Bio-Ethanol mit einem Anteil von maximal fünf Prozent beigemischt. Laut Aussage aller Fahrzeughersteller handelt es sich dabei um eine unbedenkliche Grenze. Seit August 2011 wird nun jedoch zusätzlich ein Kraftstoff mit einem zehnprozentigen Ethanol-Anteil angeboten, genannt „Super E10“. Hier kann es durchaus zu negativen Auswirkungen auf Materialien in Schläuchen sowie Aluminimumbauteile kommen. Deshalb müssen sich sowohl Besitzer von Oldtimern als auch von Neuwagen vor der ersten Betankung mit diesem Kraftstoff auf jeden Fall informieren, ob vom Fahrzeughersteller eine Freigabe für Super E10 besteht. Nicht geeignet für Super E10 sind beispielsweise alle Mercedes Modelle, welche über einen Vergaser verfügen, beziehungsweise keinen geregelten Katalysator besitzen.

Ist bleifreies Benzin ein Problem?

Seit langem wird, aus Gründen des Umweltschutzes, kein Kraftstoff mehr verkauft, welcher Blei enthält. Eingeführt wurde der bleihaltige Kraftstoff in den USA 1923 und in Deutschland 1939 aufgrund der Weiterentwicklung und Verdichtung der Motoren. So erhöhte sich die Klopffestigkeit und es wurde dem Ventilsitz-Verschleiß vorgebeugt. Bedeutet das also, dass der heutige bleifreie Kraftstoff älteren Modellen schadet?

Grundsätzlich gibt es für Oldtimer-Fahrer keinen Grund zur Sorge. Die Klopffestigkeit wurde durch entsprechende Auditive sichergestellt und der Verschleiß des Ventilsitzes ist höchstens bei hochdrehenden Sportmotoren von Bedeutung. Wie in der PDF „Kraftstoffe“ des ADACs angegeben wird, ist dem ADAC noch kein Fall eines Motorschadens bekannt geworden, welcher auf bleifreien Kraftstoff zurückzuführen wäre. Zudem werden heute im Rahmen von fälligen Zylinderkopf-Überholungen sowieso speziell gehärtete Ventilsitz-Ringe eingebaut.

Oldtimer-Rallyes und die Voraussetzungen zur Teilnahme

Einigen Oldtimer-Fahrern sind die sonntäglichen Ausfahrten mit ihrem Prachtstück einfach zu wenig. Sie suchen den Nervenkitzel. Doch wo ist dieser stets garantiert? Natürlich bei den zahlreichen Oldtimer-Rallyes weltweit, bei dem die edlen Karossen gegeneinander antreten und viele Fahrer versuchen die Konkurrenz abzuhängen. Nicht allen geht es jedoch darum, als Erster im Ziel zu sein, auch, Fahrweise und Gleichmäßigkeitsprüfungen spielen eine Rolle. Doch darf jeder, der ein historisches Auto sein Eigen nennt, einfach bei solch einer Rallye mitfahren? Anbei werden drei Oldtimer-Rallyes vorgestellt und die Voraussetzungen zur Teilnahme werden erläutert. 

Der Oldtimer Grand Prix am Nürburgring – Saisonhöhepunkt für Oldtimer-Fans

Eine spektakuläre Reise durch sieben Jahrzehnte Motorsportgeschichte erwartet die Teilnehmer und Zuschauer des Oldtimer Grand Prix am Nürburgring. Über 500 Rennwagen gehen vom 7. bis 9. August bei einer der beliebtesten Oldtimer-Veranstaltungen weltweit an den Start.

Dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Fahrzeugtypen, wie historische Formel-1-Boliden oder Tourenwagen und GTs. Doch selbst fahren, darf bei Weitem nicht jeder. Einerseits ist eine geeignete technische Fahrzeugausstattung von Nöten, welche sowohl die Sicherheit von Insassen als auch Zuschauern gewährleistet, andererseits muss diese aber auch auf das historische Material Rücksicht nehmen.

Ebenfalls essentiell ist eine Sportfahrer-Lizenz. Nur durch sie wird garantiert, dass die Teilnehmer über die Erfahrung und das Wissen verfügen, welche nötig sind, um die Grüne Hölle zu bezwingen. Neben Automobilhersteller-Werksteams treten auch Privatpersonen zur Rallye an. Zusätzliche Informationen zum diesjährigen Oldtimer Grand Prix sind der offiziellen Seite des Nürburgrings zu entnehmen.

Sachsen Classic – Rallye mit ganz besonderem Flair

Die Oldtimer-Rallye Sachsen Classic findet in 2015 vom 12. bis 15. August statt. Teilnehmer und Zuschauer kommen von nah und fern, weil sie die ganz besondere Atmosphäre dieser Rallye, welche durch die sächsische Bilderbuchkulisse führt, sehr schätzen. Der Streckenplan der diesjährigen Veranstaltung ist hier einzusehen. Die Startgebühr für ein Fahrzeug à zwei Personen beträgt 1.650 Euro. Die Teilnahmebedingungen sind in diesem PDF zusammengefasst.

Die besondere Herausforderung dieser und anderer Oldtimer-Rallyes sind die historischen Fahrzeuge, welche über weniger oder gar keine technischen Hilfsmittel, wie ABS, Bremskraftverstärker oder auch Servolenkung verfügen.

Salzburgring-Klassik – Fahrspaß ohne Wettbewerbsdruck und Lizenzen

Privatleute, welche nicht über eine Rennsportlizenz verfügen und auch den Wettbewerbsdruck scheuen, ihr Gefährt jedoch trotzdem gerne mal auf einer Rennstrecke bewegen möchten, können dies bei den ADAC Salzburgring Classics tun.

Teilnehmen dürfen alle Besitzer von Vorkriegswagen, Formelwagen und Rennsportwagen bis zum Baujahr 1967 oder Besitzer eines Grand Tourisme beziehungsweise Tourenwagens bis zum Baujahr 1971. Die Ausnahme bilden lediglich außergewöhnliche jüngere Fahrzeuge, welche von historischem Interesse sind. Der normale Führerschein genügt, um am 22. August 2015 den Oldtimer auf dem berühmten Salzburgring zu fahren.

Das Nenngeld pro teilnehmendem Fahrzeug beträgt 315 Euro und ist damit deutlich günstiger, als die Startgebühr bei den meisten anderen Rallyes. Obligatorisch ist das Tragen eines Helms, zur eigenen Sicherheit. Wer einen Rennsport oder Formelwagen fährt, muss zusätzlich einen feuerfesten Overall tragen.

Weitere Oldtimer-Veranstaltungen

Doch nicht nur bei Rallyes trifft sich das Who-is-Who der Oldtimer-Szene. Es gibt jedes Jahr weltweit zahlreiche Oldtimer-Veranstaltungen und von Frühling bis Herbst haben auch deutsche Oldtimer-Besitzer im eigenen Land fast jedes Wochenende die Möglichkeit, ihr Juwel unter Leute zu bringen.

Oldtimer-Treffen

Oldtimer-Treffen sind bei Zuschauern wie Oldtimerbesitzern gleichermaßen beliebt. Die Zuschauer freuen sich, die schönen historischen Fahrzeuge aus der Nähe bestaunen zu können und die Oldtimer-Besitzer können ihre geliebten Karossen präsentieren und sich mit Gleichgesinnten rund um ihr Lieblingsthema austauschen. Nicht selten organisieren die Teilnehmer solcher Treffen auch gemeinsame Ausfahrten oder Fahrzeug-Korsos und es gibt einen Markt, auf welchem Ersatzteile erstanden werden können. Auch Schönheitswettbewerbe können Teil solcher Treffen sein.

Eine Übersicht der diesjährigen Veranstaltungen findet sich auf der Seite des ADAC. So zum Beispiel die ADAC Oldtimer-Nostalgietage, welche in verschiedenen ADAC Fahrsicherheitszentren stattfinden. Oldtimer-Fahrer können dort unter anderem an einem Fahrertraining teilnehmen.

Oldtimer-Ausfahrten

Wer seinen Oldtimer gerne bewegt und sonntägliche Ausfahrten liebt, wird sicher auch bei einer der zahlreichen Oldtimer-Ausfahrten seinen Spaß haben. Die Ausfahrten werden von einem Veranstalter organisiert und finden auf öffentlichen Straßen statt. Hier geht es gemächlich zu, ein hohes Tempo ist nicht das Maß der Dinge. Je nach Art der besuchten Veranstaltung kann es sein, dass entweder nur PKW oder nur Motorräder zugelassen sind.

Des Weiteren wird häufig ein Mindestalter vorgegeben, welches die Fahrzeuge haben müssen, um mitfahren zu dürfen. So kann es durchaus sein, dass zu einer bestimmten Oldtimer-Ausfahrt nur Vorkriegsklassiker zugelassen werden. Auch eine Teilnahmegebühr ist die Regel. Unverbindlich über die Teilnahmebedingungen sowie die Gebühr informieren, können sich interessierte Oldtimer-Besitzer indem sie die Ausschreibungsunterlagen des jeweiligen Veranstalters anfordern.

Bei einigen Ausfahrten geht es nicht nur darum, gemächlich hintereinander herzufahren und die schöne Landschaft sowie die bewundernden Blicke von Spaziergängern zu genießen, sondern es werden auch kleine Aufgaben gestellt. So muss beispielsweise die Gleichmäßigkeitsprüfung absolviert werden. Es geht dabei darum, einen festgelegten Streckenabschnitt in der vorgegebenen Zeit zu durchfahren. Je weiter der Fahrer von der Vorgabe entfernt ist, desto mehr Strafpunkte erhält er. Zum Ende der Veranstaltung hin findet eine Auszählung der Punkte statt und es wird ein Sieger gekürt.

Concours d´Elégance

Beim Concours d´Elégance handelt es sich um einen Schönheitswettbewerb für historische Fahrzeuge. Die Bewertung erfolgt in Bezug auf Zustand, Originalität, Schönheit und Historie der jeweiligen Oldtimer. Die schönsten Fahrzeuge werden anschließend prämiert. Auch Pokale, Sachpreise oder Preisgelder werden häufig vergeben.

Besonders große Chancen auf eine gute Platzierung haben Oldtimer, welche sowohl sehr selten als auch sehr gepflegt sind. Weltweit sind vor allem Pebble Beach in Kalifornien oder Villa d´Este in Italien für ihre Concours-Veranstaltungen bekannt. In Deutschland findet der Wettbewerb dieses Jahr vom 4. bis 6. September in Schwetzingen statt. Nähere Infos unter http://www.classic-gala.de/.

Fazit

Kein Wunder, dass für die meisten Menschen, ob nun Auto-begeistert oder nicht, von Oldtimern eine ganz besondere Faszination ausgeht. Diese Fahrzeuge sind Zeitzeugen, wundervoll anzusehen und in ihnen steckt, sofern sie in gutem Zustand sind, jede Menge Arbeit und Pflege.

Aufgrund der geringeren technischen Ausstattung, wie ABS oder Servolenkung ist das Fahren mit dem Oldtimer eine echte Herausforderung, gerade für Menschen, die sonst stets in einem Neuwagen unterwegs sind. Wer ein gutes Gespür für die historischen Karossen hat, kann während einer der zahlreichen Oldtimer-Rallyes sein fahrerisches Können unter Beweis stellen.

Nicht immer ist dafür eine Rennfahrer-Lizenz nötig. Für alle, die es ruhiger mögen, Spazierfahrten schätzen, ihr Schmuckstück gern zur Schau stellen oder bewerten lassen wollen und zudem den Austausch mit Gleichgesinnten suchen, sind die vielen Oldtimer-Veranstaltungen in Deutschland, aber auch weltweit interessant.

Sie schreiben unter dem Namen:

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert