München - Obacht beim Tuning

Obacht beim Tuning

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

München. Rund 4,4 Milliarden Euro setzt die deutsche Tuningbranche in diesem Jahr um. Die Palette reicht von Verschönerungsaktionen bis hin zu Leistungssteigerungen.

„Doch nicht alles, was dem Kundenwunsch entspricht, erfreut das Auge der Ordnungshüter”, sagt der auf Verkehrsrecht spezialisierte Anwalt Michael Winter. „Erlischt durch Um- oder Anbauten, Mehrleistung oder Karosserieänderungen die Betriebserlaubnis, so kostet dies mindestens ein Bußgeld”, fügt der Jurist aus Kornwestheim hinzu.

Schlimmer noch, bei einem Unfall könne die Versicherung streiken, wenn etwas unerlaubt verändert worden sei. Beispielsweise könne der Vollkaskoschutz verweigert oder bei Haftpflichtschäden der Fahrzeugeigentümer in Regress genommen werden. Und sogar Garantie- oder Gewährleistung seien in Gefahr.

Ob Veränderungen an einem Fahrzeug bei TÜV, Dekra, Küs & Co. zur Abnahme vorgeführt werden müssen, kann man den Unterlagen entnehmen, die beispielsweise Umbauten beigelegt werden. „Als Faustregel gilt, Spoiler und Räder in Seriendimension haben fast immer eine Allgemeine Betriebserlaubnis, kurz ABE, und müssen also nicht vorgeführt werden”, erläutert Frank Volk von TÜV Süd in München.

Wer auf Nummer sicher gehen wolle, der solle sich vorher sachverständigen Rat einholen.
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