Brühl - Nissan X-Trail: Bestens für den Citymodus geeignet

Nissan X-Trail: Bestens für den Citymodus geeignet

Von: amv
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Geschwungene Kanten und eine weiche Linienführung: Der Nissan X-Trail wirkt dynamisch-elegant. Foto: NISSAN CENTER EUROPE GmbH

Brühl. Die wenigsten SUV kommen tatsächlich auf unwegsames Terrain zum Einsatz. Beliebt sind sie eher wegen ihrer Variabilität oder der hohen Sitzposition. Ein Trend, dem sich auch Nissan nicht verschlossen hat: der X-Trail, einst ein echtes Arbeitstier, ist nun mit Benzinmotor und Frontantritt bestens für den Citymodus geeignet.

Geschwungene Kanten und eine weiche Linienführung - damit wirkt optisch selbst ein 4,64 Meter langes, 1,82 Meter breites und 1,71 Metern hohes Fahrzeug dynamisch-elegant. Den Insassen bescheren die üppigen Abmessungen sowie ein Radstand von 2,70 Metern Platz in Hülle und Fülle. Das in der höchsten Ausstattungsstufe serienmäßige Panoramadach liefert noch eine gehörige Portion Helligkeit hinzu.

Während Fahrer und Beifahrer auf elektrisch verstellbaren und auch auf längeren Strecken bequemen Ledersesseln (inklusive Sitzheizung) Platz nehmen, genießen die Mitreisenden auf der verschiebbaren Rückbank Beinfreiheit nahezu wie in der Oberklasse genießen. Dank der variablen Einstellmöglichkeiten der Lehnen findet jeder seine ideale Sitzposition.

Gleichwohl besteht damit die Möglichkeit, die Größe des Gepäckabteils zu variieren. Das fasst bei voller Besetzung schon 550 Liter. Klappt man die hinteren Lehnen nach vorne, entsteht eine ebene Ladefläche mit bis zu 2,60 Metern Länge (inklusive umklappbarer Lehne des Vordersitzes). Maximal steht ein Ladevolumen von 1982 Liter zur Verfügung.

Im Boden des Kofferraums verbergen sich zwei zusätzliche Sitze (Aufpreis: 800 Euro). Mit wenigen Handgriffen lassen sie sich aufklappen. Als Erwachsener muss man allerdings gelenkig sein, will man dort hingelangen und längere Zeit sitzen.

Der Fahrer blickt auf einen Armaturenträger, in dem die Instrumente gut sortiert liegen. Die etwas höher gesetzte Schaltung und das Multifunktionslenkrad zur Bedienung von Audiosystem, Bordcomputer oder Sprachsteuerung reduzieren die Ablenkung vom Verkehr. Vor allem letztere Funktion erweist sich unterwegs als hilfreich, da die Bedienfelder des Sieben-Zoll-Touchscreens sehr klein ausfallen und man schnell Gefahr läuft, eine vollkommen andere Funktion auszulösen als die gewünschte.

Der mittig platzierte Bildschirm verschafft zudem die Möglichkeit, sich einen guten Überblick über die Welt rund um den X-Trail zu verschaffen. Ist das Paket „Nissan Connect“ mit Navigation, Google Services, Digitalradio und Smartphone-Integration an Bord, erscheint auf Knopfdruck auf dem Display ein Bild aus der Vogelperspektive auf das Fahrzeug. Diese von vier Kameras erzeugte 360- Grad-Rundumsicht erleichtert das Rangieren in engen Parklücken oder Garagen ungemein, denn kleine Fenster, relativ massive B- und C-Säulen sowie die Karosserieform haben zur Folge, dass der Überblick ansonsten nicht wirklich gut ist.

Dessen ungeachtet ist der Wagen deutlich wendiger und leichter zu rangieren, als es aufgrund der Größe zu erwarten wäre. Das wirkt sich im dichten Stadtverkehr positiv aus. Der Viertürer lässt sich geschmeidig und ohne jegliche Anstrengung unaufgeregt selbst durch engere Altstadtbereiche bewegen. Unterwegs auf kurvigen Landstraßen bleibt der Nissan spurstabil. Die leichtgängige und präzise Lenkung macht es einfach, das 1,6 Tonnen schwere Auto zu dirigieren. Bei der Abstimmung des Fahrwerks haben die Ingenieure eine eher sportlich-straffe Variante gewählt, ohne dass es an Komfort mangelt. Erst bei höheren Geschwindigkeiten poltert die Hinterachse etwas unsanft über Bodenwellen.

Die Höchstgeschwindigkeit des 163 PS starken Turboaggregats mit 1,6 Litern Hubraum liegt bei Tempo 200 (Werksangabe) an. Der Benziner kommt auf ein maximales Drehmoment von 240 Newtonmetern, die von 2000 bis 4000 Umdrehungen anliegen. Damit verfügt der Motor über ordentlichen Durchzug und der Antritt ist mit einem Sprintwert von 9,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 nicht schlecht. Während solcher Beschleunigungsphasen gibt der Vierzylinder deutlich vernehmbare Arbeitsgeräusche von sich, bleibt aber ansonsten sehr zurückhaltend damit. Nicht ganz so zurückhaltend bleibt bei einem Mix aus Stadt- und Überlandfahrten der Spritverbrauch. Die erfahrenen gut neun Liter liegen klar über dem von Nissan angegebenen Normverbrauch von 6,4 Litern.

Mit einem Preis von 35.660 Euro ist der X-Trail in der Tekna-Version (Testwagenpreis: 36.260 Euro) zwar fast 11.000 Euro weit weg vom Einstiegsmodell gerückt. Dafür ist dann aber so ziemlich alles mit an Bord, was das Leben angenehm und unkompliziert macht bis hin zu einer Müdigkeitserkennung und dem Totwinkel-Assistenten.

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