Nissan Qashqai: Gelungene Weiterentwicklung

Von: Sabine Neumann, amv
Letzte Aktualisierung:
Nissan Qashqai
Für ein wenig Extra-Geld auch mit Rundumsicht: Der Nissan Qashqai bietet einen Monitor, mit der Fahrer den Wagen aus der Vogelperspektive sieht - das erleichtert das Einparken. Foto: dpa

Brühl. Im Straßenbild prägt der Qashqai das Bild der Marke Nissan. Kein anderes Modell verkauft sich so gut. Mit einer gelungenen Mischung aus Pkw und SUV gelingt es sogar Personen zu überzeugen, die jeder Art von Geländewagen eher kritisch begegnen. Doch mit einem unvoreingenommenen Blick auf die moderne und dynamische Karosserie des Japaners gerät so manches Vorurteil ins Wanken.

Dabei macht es der Qashqai vor allem jenen recht, die auf Ausflüge ins Gelände verzichten und stattdessen eine erhöhte Sitzposition sowie reichlich Innenraum bevorzugen. Trotz Geländewagenattributen hat der 4,37 Meter lange und 1,59 Meter hohe Viertürer viel von einem kompakten Pkw. Der geräumige Innenraum lässt selbst restliche Kritik verstummen. Ob vorne oder hinten, die Passagiere haben reichlich Raum für ihre Beine.

Und über dem Kopf wird es trotz des sanft nach hinten abfallenden Dachs keinesfalls eng. Der Fahrer besitzt einen guten Überblick auf die Anzeigen und kann alle wichtigen Bedienelemente schnell erreichen. Wichtig für die Sicherheit. Fürs Wohlbefinden sorgen die adretten und gut verarbeiteten Materialien sowie die Polsterung der Sitze. Auf denen wird selbst eine lange Reise keine Strapaze. Und die erhöhte Position gibt einen guten Rundumblick auf die Straße.

Da die - eher runden - Ecken des Qashqai vom Fahrersitz aus weniger gut zu erfassen sind, bietet das mittleren Ausstattungspaket Acenta (plus 3.260 Euro gegenüber dem Einstiegsmodell) neben so nützlichen Dingen wie Verkehrszeichenerkennung, Fahrlichtautomatik, Berganfahrassistent, Sitzheizung oder der Tempomat auch eine Einparkhilfe hinten und vorne. Zahlreiche Ablagemöglichkeiten ermöglichen es, im Passagierabteil Ordnung zu halten. Reichlich Gepäck oder Großeinkauf kann in den 430 Liter fassenden Kofferraum geladen werden.

Bei Bedarf und umgeklappten Lehnen der Rücksitze erhöht sich die Kapazität auf stolze 1585 Liter. Noch dazu stemmt der Nissan 470 Kilogramm Nutzlast. Der Fahrt ins Möbelhaus steht also nichts im Weg. Die geraden Seitenwände machen das Beladen ebenso einfach wie die für ein Fahrzeug dieser Art noch niedrig gehaltene Ladekante. Die Heckklappe schwingt weit nach oben und die Luke ist schön breit. Auch gibt es einen doppelten Ladeboden mit zwei wahlweise horizontal und vertikal einsetzbaren Platten, seitenweise mit Teppichboden oder abwaschbarem Kunststoff beschichtet.

Der 1,5-Liter-Diesel leistet 110 PS. Schon im Stadtverkehr bewährt sich das Aggregat trotz eines spürbaren Turbolochs mit Spritzigkeit und angenehm geringen Fahrgeräuschen. Von Null auf Tempo 100 dauert es 11,9 Sekunden (Werksangaben), die Höchstgeschwindigkeit beträgt 182 Kilometer pro Stunde (km/h). Das maximale Drehmoment liegt bei 260 Newtonmetern zwischen 1.750 und 2.500 Umdrehungen. Das garantiert einen guten Durchzug.

Bei Autobahnfahrten führen allerdings die sehr lang ausgelegten Gänge Fünf und Sechs dazu, dass man in den Vierten zurückschaltet, um bei längeren Berganfahrstrecken oder beim Überholen auf Touren zu kommen. Das schränkt den Komfort etwas ein. Laut Hersteller soll sich der Selbstzünder mit 3,8 Litern begnügen. Gut zwei Liter mehr muss man aber einplanen, wenn der Gasfuß nicht allzu sehr im Zaum gehalten wird. Viel Reisequalität bietet das Fahrwerk des Qashqai. Es ist - ohne weich zu sein - eher auf Komfort ausgelegt und schluckt Unebenheiten locker weg.

Vollkommen unbeeindruckt meistert der Wagen schnell gefahrene Kurven. Wer allerdings einen Allrad-Antrieb wünscht, der wird enttäuscht. Diese Option ist ausschließlich dem größeren Diesel vorbehalten. Zur Serienausstattung des Qashqai Acenta mit dem 1,5-Liter-Diesel (25.300 Euro) gehören neben Stopp-Start-System, Radio-CD-Kombination, Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad, 17-Zoll-Leichtmetall-Felgen auch ein Notbrems- und Spurhalte-Assistent.

Für 900 Euro zusätzlich erhält man ein Navigationssystem inklusive Rückfahrkamera, Around View Monitor (360 Grad Rundumsicht), USB-Schnittstelle, Smart-Phone-Anbindung, Bluetooth und DAB-Radio. Mit dieser umfangreichen Ausstattung will Nissan wohl auch letzte Zweifler überzeugen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert