Nissan Pulsar: Comeback in der Kompaktklasse

Von: amv
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Nissans Neuer für die Kompaktklasse: der Pulsar.
Nissans Neuer für die Kompaktklasse: der Pulsar. Foto: dpa

Brühl. „Riesiger Innenraum, mutiges Design, starke Technikfeatures“, so vollmundig wirbt Nissan für sein neues Kompaktmodell Pulsar. Richtig ist, die fünftürige Schräghecklimousine bietet ein üppiges Raumangebot bis hin zur Ellbogenfreiheit.

Im Gegensatz zum Nissan Juke fällt es aber schwer, von einem besonderen Design zu sprechen, und an Assistenz- und Sicherheitssystemen bietet der Pulsar an, was in der sogenannten Golf-Klasse zur Wahl steht.

Der Pulsar soll die Lücke zwischen Juke und Qashqai schließen und auf dem Markt der Kompaktmodelle reüssieren, den Nissan lange etwas vernachlässigt hatte. Dafür haben die Entwickler den Neuling, Produktion in Barcelona, auf europäische Ansprüche getrimmt. Im Lastenheft stand: auf möglichst wenig Raum ein möglichst großes Platzangebot, alltagstaugliche Technologien zu akzeptablen Preisen und verbrauchsgünstige Motoren.

Herausgekommen ist ein 4,39 Meter langer, 1,77 Meter breiter und 1,52 Meter hoher Viertürer mit Schrägheck und einem Gesicht, das an den erfolgreichen Qashqai angelehnt ist. Die eigentliche Überraschung aber wartet hinter den Türen. Denn hier gibt es Platz in Hülle und Fülle.

Zwei Zwei-Meter-Riesen können tatsächlich bequem hintereinander sitzen, haben zudem auch noch reichlich Luft zwischen Kopf und Dach sowie zur Seite. Der Knieraum hinten beträgt 692 Millimeter. Das bietet so mancher Mittelklassewagen nicht. Dazu kommt noch ein Kofferraum, der 385 Liter und bei umgelegter Rückbank - dann aber mit Stufe im Boden - 1395 Liter fasst.

Das Be- und Entladen gelingt durch eine große Klappe mit niedriger Ladekante. Die eingesetzten Materialien lassen zwar erkennen, dass Nissan keine Premiumansprüche besitzt, gleichwohl wirkt der Innenraum alles andere als billig. Das Armaturenbrett hinterlässt einen soliden Eindruck. Es wird von einem farbigen Fünf-Zoll-Infodisplay - positioniert zwischen Tacho und Drehzahlmesser - aufgewertet.

Für den Antrieb bietet Nissan zunächst zwei Motoren zur Wahl an. Sowohl der 115 PS starke 1,2-Liter-Turbo-Direkteinspritzer als auch der 1,5-Liter-Diesel mit 110 PS (ab 23.640 Euro) sind aus anderen Nissan-Modellen bekannt. Der mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombinierte Benziner hängt bestens am Gas und läuft schon leise. Mit kraftvollem Durchzug und zurückhaltenden Arbeitsgeräuschen überzeugt der Selbstzünder, der laut Norm 3,6 Liter (CO2-Ausstoß 94 Gramm) verbrauchen soll. Für den Benziner gibt Nissan glatte fünf Liter (117 Gramm CO2) an. Im März legt Nissan noch einen 1,6-Liter-Benziner mit 190 PS nach.

Das Fahrwerk haben die Techniker den europäischen Ansprüchen entsprechend ausreichend straff abgestimmt, ohne den Komfort zu vernachlässigen. Der findet sich auch in der Serienausstattung. Die umfasst schon in der Basisversion des 1,2 Liter (15.990 Euro) unter anderem Klimaanlage, Radio, USB- und Bluetooth-Schnittstelle sowie ein Start-Stopp-System und elektrische Fensterheber.

Wer die Acenta-Variante für 18.690 Euro wählt, der bekommt außer einer Klimaautomatik noch Alufelgen, einen autonomen Bremsassistenten und Sitzheizung dazu. So ist der Auftritt beim Comeback in der Kompaktklasse durchaus respektabel. Doch kein Segment ist dichter besetzt und wurde üppiger aufgerüstet als dieser Marktteil und das macht es für den Pulsar schwer.

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