Köln - Neuwagen-Garantien im Check

Neuwagen-Garantien im Check

Von: amv
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Köln. Der neue Wagen verrichtet nicht so seinen Dienst wie er soll. In solchen Fällen greift die Garantie oder die Gewährleistung.

„Allerdings, da gibt es feine, aber entscheidende Unterschiede“, erläutert Volker Lempp, Jurist des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart und auch die entsprechenden Fristen sind höchst unterschiedlich. Um sich im gesättigten deutschen Neuwagenmarkt von den Mitbewerbern abzugrenzen, setzen immer mehr Marken auf eine Ausweitung der Garantieleistungen.

Nach einer Marktübersicht des Webportals MeinAuto.de in Köln haben dabei asiatische Hersteller, allen voran Kia, die Nase vorne. Kunden erhalten eine Garantie von sieben Jahren bis 150.000 Kilometer. Auch der japanische Autobauer Subaru gewährt seinen Neuwagenkäufern eine Fünf-Jahres-Garantie bei einer Gesamtlaufleistung von maximal 160.000 Kilometer.

Andere asiatische Hersteller wie Honda, Hyundai, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Suzuki oder Toyota bieten drei Jahre Garantie oder 100.000 Kilometer. „Die Hersteller-Garantie ist grundsätzlich ein freiwilliges Angebot, das jede Marke an ihre eigenen Bedingungen knüpft. Verbraucher sollten sich hier vor dem Kauf informieren und auch das Kleingedruckte genau lesen“, erklärt Branchenexperte Alexander Bugge, Geschäftsführer von MeinAuto.de.

„An deutsche Herstellern ist der Trend, sich über die Garantieleistungen zu bewerben, bisher scheinbar vorbeigegangen“, kritisiert er. So gewährten Audi, Ford, Mercedes, Opel, Porsche oder VW ihren Neuwagenkunden zwei-jährige Herstellergarantien. BMW hingegen leiste nur das Minimum der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistung von zwei Jahren.

„Die Gewährleistung ist das Wesentliche“, betont ACE-Jurist Lempp. Die Gewährleistungsvorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) regeln die Pflichten der Vertragsparteien, also von Händler und Kunde, detailliert und im Wesentlichen unabdingbar. Sie geben dem Autokäufer Sicherheit gegenüber dem Händler. „Der ist daran gebunden und kann sich nicht auf den Hersteller herausreden“, sagt Lempp.

Demgegenüber ist die Garantie lediglich ein „Plus“, dem in der Praxis geringere Bedeutung zukommt, als vielfach angenommen. Garantiegeber ist meist der Hersteller. Es kann jedoch auch ein anderes Unternehmen sein, etwa eine Reparaturversicherung. Da es sich um eine freiwillige Leistung handelt - nicht jedes Auto wird mit einer Garantie verkauft - kann der Garantiegeber im Kleingedruckten Voraussetzungen und Einschränkungen seiner Garantie regeln.

„Der Umfang einer Garantie ergibt sich also nicht aus dem Gesetz, sondern allein aus der Garantievereinbarung“, betont Lempp und „die deckt sich nur teilweise mit den gesetzlichen Gewährleistungsansprüchen“. Auch bei den Garantieleistungen im Bereich Rost- und Lackschäden gibt es laut MeinAuto.de je nach Hersteller große Unterschiede. Herausragendes Beispiel ist Mercedes mit 30 Jahren Garantie gegen Durchrostung.

Dagegen sehen andere Hersteller, die nur zwischen fünf und zwölf Jahren Korrosionsschutzgarantie bieten, schlecht aus. Bis auf wenige Ausnahmen erhalten Neuwagenkunden herstellerseitig auch eine Garantie auf Lackschäden - sollten innerhalb der jeweils angegebenen Zeitspanne (je nach Hersteller zwischen zwei und fünf Jahren) herstellungsbedingte Lackmängel festgestellt werden, werden diese behoben.

Für das Recht auf Inanspruchnahme der Garantien sind in der Regel Wartungen in bestimmten Zyklen bei Vertragspartnern nach der jeweils gültigen Herstellervorgabe vorzunehmen.

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