Wolfsburg - Neuvorstellung des Kurvenräubers: VW Up! GTI

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Neuvorstellung des Kurvenräubers: VW Up! GTI

Von: amv
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Der VW Up! mutiert in der jetzt aufgelegten GTI-Version zur knackigen Rennsemmel und einem Kurvenräuber. Foto: Uli Deck

Wolfsburg. So klein - und doch so stark. Der VW Up! mutiert in der jetzt aufgelegten GTI-Version zur knackigen Rennsemmel und einem Kurvenräuber. Zudem weckt der Kraftzwerg eine Menge Erinnerungen an den Ur-GTI. Der Golf mit den drei legendären Buchstaben rollte vor 42 Jahren erstmals auf die Straßen.

Damals leistete der 1,6 Liter Motor 100 PS und musste dabei ein Leergewicht von 810 Kilogramm in Schwung bringen. Die Ikone spurtete in neun Sekunden auf Tempo 100 und erreichte in der Spitze Tempo 182.

Werte, die in jenen Tagen bei so manchem Sportwagenfahrer Tränen in die Augen trieb. Durchaus denkbar, dass der Up! GTI heutzutage ähnliches Staunen auslöst. Angetrieben von einem 115 PS starken Einliter-Benziner prescht die 1070 Kilogramm leichte Krawallbüchse in 8,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 196 Kilometern pro Stunde (km/h/Werksangaben).

Für einen Kleinwagen kann sich das mehr als sehen lassen. Zudem macht der auch akustisch auf sich aufmerksam. Der kernige Klang lässt nicht einmal ansatzweise erahnen, dass hier ein Dreizylinder unter der Haube seine Arbeit verrichtet. Ein Sound-Aktuator macht es möglich, dass diese Version des Up! innen durchaus kling wie ein GTI, ohne aber für Außenstehende prollig zu wirken.

So richtig in seinem Element zeigt sich der Kleine vor allem auf kurvenreicher Strecke. Der Turbo-Direkteinspritzer hängt satt am Gas, zeigt sich mit einem Drehmoment von 200 Newtonmetern (Nm) zwischen 2000 und 3500 Touren jederzeit willig, kraftvoll zu beschleunigen. Zum Vergleich: Der Golf GTI stellte 1976 bei 5000 Umdrehungen pro Minute 140 Nm zur Verfügung.

Übertragen wird die Leistung auf die Vorderräder über ein erstmals im Up! eingesetztes Sechsgang-Schaltgetriebe. Das ist leichtgängig und passend abgestuft. Gute Arbeit haben die Techniker zudem bei der Abstimmung des Sportfahrwerks geleistet.

Damit rückt die Karosserie 15 Millimeter näher an die Straße heran. Federung und Dämpfung sind dem Charakter des Autos entsprechend straff abgestimmt, ohne dass der Komfort leidet. Die leicht verbreitere Spur, 17-Zoll-Aluräder sowie die direkt reagierende Lenkung tragen dazu bei, dass der 3,60 Meter lange, 1,48 Meter hohe und 1,64 Meter breite Wagen selbst dann noch spurtreu um die Ecken fährt, wenn es richtig flott zur Sache geht. 

Trotz ambitionierter Fahrweise liegt der auf dem Bordcomputer angezeigte Verbrauch von 6,1 Litern nur knapp oberhalb des von Volkswagen angegebenen Normwerts (5,7 Litern). Hintergrund: Der Up! GTI ist das erste Fahrzeug der Marke, das nach der neuen WLTP-Verbrauchsmessung einschließlich des RDE-Tests (Real Drive Emissions) zugelassen wurde.

Dabei werden die  Emissions- und Verbrauchswerte im realen Betrieb auf der Straße überprüft. Als einer der ersten Wagen der Marke ist der Kraftmeier mit einem Otto-Partikelfilter ausgestattet. Dabei wird der Partikelausstoß um bis zu 95 Prozent reduziert. Unterm Strich erfüllt der Wagen damit bereits jetzt die Vorgaben der besonders eng gefassten Abgasnorm Euro 6 AG.

Während sich diese technischen Leckerbissen nicht auf Anhieb erschließen, wird beim ersten Blick auf die Karosserie klar, dass die Designer alles getan haben, um die DNA eines GTI hervorzuheben. Da ist der rote Querstreifen im Kühlergrill ebenso zu nennen wie das Wabenmuster des mattschwarzen Gitters oder die schwarzen Doppelstreifen über den muskulös herausgearbeiteten Seitenschwellerabdeckungen.

Die Dachpartie läuft in einem vergrößerten Heckspoiler aus, der für einen höheren Anpressdruck an der Hinterachse sorgt. Das bringt bei schneller Fahrt mehr Stabilität. Ein mattschwarzer Diffusor und ein verchromtes Endrohr der Abgasanlage runden mit einer generell in schwarz gehaltenen Heckklappe das optische Gesamtbild ab.

Im Innenraum fällt als erstes das klassische Karo-Muster der Sitze mit weißgrauen und roten Streifen auf schwarzem Grund auf. Das war schon eine der Besonderheiten, die den ersten Golf GTI vor vier Jahrzehnten auszeichnete und die auch die aktuellen GTI-Modelle des Golf und des Polo zieren. Und ein GTI wäre kein solcher, hätte er nicht die roten Ziernähte im (Multifunktions)-Lederlenkrad, einen speziellen GTI-Schaltknauf und Himmel und Dachsäulenverkleidungen in Schwarz.

Zur deutlich erweiterten Serienausstattung der 16.975 Euro teuren Rennsemmel zählen Klimaanlage, ein Infotainmentsystem mit sechs Lautsprechern, eine USB-Schnittstelle, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Nebellampen mit statischem Abbiegelicht sowie - und das ist bei diesem Auto besonders zu betonen - eine Menge Fahrspaß.

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