München - Neuer Filter beugt Niesen vor

Neuer Filter beugt Niesen vor

Von: amv
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Ford Luftfilter
Im Ford Mondeo gibt es ein hochwirksames Luftfiltersystem, das bis zu 99 Prozent aller Pollen, Partikel und gasförmiger Schadstoffe effektiv aus der Luft herausfiltert - vor allem für Menschen mit Allergien und Atemwegserkrankungen dürfte das eine gute Nachricht sein. Foto: obs/Ford-Werke GmbH

München. Allergische Reaktionen sind beim Autofahren nicht nur lästig, sondern ein Sicherheitsrisiko. Konzentrations- und Reaktionsvermögen sinken und das Frühjahr ist erfahrungsgemäß die hohe Zeit von Pollenattacken. Wer als Autofahrer niest, schließt reflexartig für einen Sekundenbruchteil die Augen und ist im Blindflug unterwegs.

Das kann gefährlich werden, denn bei jedem Nieser schließt man für zirka eine Sekunde reflexartig die Augen. „Im Stadtverkehr hat man in dieser Zeit fast 14 Meter blind zurückgelegt. In einer verkehrsberuhigten Tempo-30-Zone sind es immerhin etwa zwei Wagenlängen, die der Fahrer ohne visuelle Wahrnehmung rollt. Nicht auszudenken, wenn genau in diesem Moment ein Kind die Fahrbahn quert“, warnt Achmed Leser, Unfallexperte vom TÜV Thüringen. Eine gefährliche Situation. Deshalb sollte man im Innenraum eines Autos für saubere Luft sorgen. Dazu dient üblicherweise der Innenraumfilter. Nur wird der oftmals zu selten gewechselt, warnt der TÜV SÜD in München.

Verschmutzte Exemplare machen nicht nur schlechte Luft, sondern verstärken die Allergie-Belastung. Faustregel: Alle 15.000 Kilometer oder einmal jährlich müssen sie ersetzt werden. „Spätestens wenn es muffig riecht, sobald die Lüftung oder die Klimaanlage eingeschaltet wird, ist es höchste Zeit, den Filter zu wechseln“, erklärt TÜV Süd-Fachmann Eberhard Lang. Passiert das nicht oder sind die Intervalle zu groß, setzt sich der Filter zu. Die Folgen: Weniger frische Luft. Die Scheiben beschlagen. Im angesammelten Schmutz bilden sich Bakterien, Schimmel und dadurch schlechte Gerüche. Ein Teufelskreis: Die schlechte Luft führt dazu, dass Insassen Fenster und Schiebedach öffnen. Das bedeutet aber freier Flug für Pollen.

Einfache Pollenfilter nehmen Partikel wie Feinstaub, Pilzsporen, Dieselruß oder Pollen auf und verhindern, dass sie ins Fahrzeug gelangen. Zusätzlichen Schutz bieten Kombifilter. Sie sind mit Aktivkohle beschichtet. Unangenehme Gerüche und schädliche Gase, wie Ozon oder Benzol, werden ebenfalls gefiltert und gelangen nicht in den Innenraum des Fahrzeugs. „Diese modernste Form des Atemluftfilters für den Innenraum ist damit ein mehrfacher Gewinn“, meint Lang und „der zusätzliche Komfort trägt sogar bei Nicht-Allergikern zum entspannten Fahren und damit zur Sicherheit bei“.

Pollenfilter wechseln ist in der Regel eine einfache Angelegenheit und dauert etwa eine Viertelstunde. Wo der Filter sitzt, liest man in der Bedienungsanleitung. Meistens findet er sich im Fußraum des Beifahrers oder im Motorraum unterhalb der Windschutzscheibe. „Um an den Filter zu kommen, muss oft nur eine Verkleidung demontiert werden, die mit Schrauben oder Clips befestigt ist“, erläutert der Fachmann: „Der Filter selbst kann dann problemlos herausgenommen und durch den neuen ersetzt werden.“ Achtung: Manche Filter funktionieren nur in eine Richtung. Bei solchen Modellen auf die Beschriftung achten (Air Flow). Nach dem Wechsel unbedingt das Datum und den Kilometerstand notieren.

Doch nicht ein Filterwechsel kann einem Pollengeplagten helfen, sondern auch eine Verhaltensweise, rät der TÜV Süd-Fachmann: „Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern lassen zudem Pollen aufs Fahrzeug regnen. Also, Mantel oder Jacke besser im Kofferraum verstauen, damit sich die anhaftenden Pollen vom Spaziergang nicht auf der Rücksitzbank verteilen.“

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