Neue und veränderte Verkehrsregeln für 2015

Von: amv
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Düsseldorf. Durch eine Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) ist künftig eine Abmeldung von Kraftfahrzeugen per Internet möglich. Dazu werden ab dem 1. Januar bei der Zulassung eines Fahrzeugs neue Stempelplaketten und Zulassungsbescheinigungen mit einem verdeckten Sicherheitscode verwendet.

Mithilfe dieses Codes kann der sogenannte Antrag auf Außerbetriebsetzung dann auf den Internetseiten der Zulassungsbehörden der Länder oder dem zentralen Portal des Kraftfahrt-Bundesamtes online gestellt werden. Die Gebühren werden elektronisch mittels ePayment beglichen. Ergänzend dazu ist weiterhin die persönliche Abmeldung bei der zuständigen Behörde möglich. „Die Online-Abmeldung ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer internetbasierten Fahrzeugzulassung - i-Kfz genannt“, erläutert Brigitta Mehring von der Arag-Rechtschutzversicherung in Düsseldorf.

Wer ab 1. Januar in einen anderen Zulassungsbezirk innerhalb Deutschlands umzieht, kann das Kennzeichen des alten Wohnorts behalten. Dann fällt nämlich die „Pflicht zur Umkennzeichnung von Fahrzeugen bei Umzug“ weg. Ein Kennzeichen mit dem neuen Wohnort wird erst mit der Neuzulassung eines Fahrzeugs nötig.

Wegen der ab Januar veränderten DIN-Norm muss sich kein Autofahrer einen neuen Verbandskasten kaufen. Das nach der alten Norm gepackte, obligatorische Zubehör gilt nämlich bis zu seinem Ablaufdatum. Allerdings dürfen ab Januar nur noch Verbandkästen mit der neuen Norm verkauft werden. Neu darin sind ein 14-teiliges Pflasterset, Hautreinigungstücher und Verbandpäckchen in Kindergröße. Darauf macht der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) aufmerksam.

Ab Sommer 2015 sollen bei der Hauptuntersuchung für Kraftfahrzeuge Prüfadapter zum Einsatz kommen, mit denen die Funktionstüchtigkeit der werksseitig eingebauten sicherheitsrelevanten Systeme getestet wird. Der Adapter wird an die Fahrzeugschnittstelle angeschlossen und soll Manipulationen und Defekte anzeigen, wie der ACE erläutert. Bei der Bremsenprüfung wird ab 2015 die am Rad erreichte Bremskraft mit dem Druck im hydraulischen System abgeglichen. Die mit dem HU-Adapter ausgelesenen Werte des Bremsdrucksensors im ESP müssen den vorgegebenen Werten des Fahrzeugherstellers entsprechen.

Auch jenseits der Bundesgrenzen ändert sich was. In Großbritannien werden sehr niedrige Grenzwerte für Drogen wie Cannabis, Kokain oder Ecstasy eingeführt. „Als Geldstrafe sind bis zu 5.000 Pfund und/oder eine Haftstrafe bis zu sechs Monaten vorgesehen. Zudem wird die Fahrerlaubnis für mindestens zwölf Monate entzogen“, erläutert ADAC-Sprecher Jochen Oesterle. Die verschärften Regeln gelten ab kommenden März. In Italien werden zum 1. Januar die Bußgelder für Verstöße im Straßenverkehr dem aktuellen Lebenshaltungskostenindex angepasst und damit um ein Prozent teurer. Zudem treten - voraussichtlich Mitte 2015 - unter anderem folgende neue Regelungen in Kraft: Lebenslanger Führerscheinentzug bei sehr schweren Verkehrsverstößen wie beispielsweise Verursachung eines Unfalls mit Todesfolge unter Alkohol- und Drogeneinfluss; Einführung von „Rosa Parkzonen" für schwangere Frauen oder Frauen mit Kleinkindern und Roller sowie Kleinkrafträder mit einem Hubraum über 120 Kubikzentimeter dürfen künftig auf Autobahnen fahren

In der Schweiz wird ab 1. Januar 2015 wird der obligatorische Rückgriff der Kfz-Haftpflichtversicherungen bei Schäden, die in angetrunkenem, fahrunfähigem Zustand oder durch zu hohe Geschwindigkeit verursacht wurden, eingeführt. Rückgriff genommen wird auf die Person, die den Unfall verursacht hat. Der Umfang richtet sich nach dem Verschulden und der finanziellen Leistungsfähigkeit dieser Person.

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